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Effes Co-Trainer kickte einst bei Optik

Union Berlin empfängt den SC Paderborn Effes Co-Trainer kickte einst bei Optik

1. FC Union Berlin möchte gegen Paderborn mit Stefan Effenberg endlich die richtige Balance zwischen Abwehr und Offensive finden. Das 3:3 gegen den FC St. Pauli war vor allem defensiv eher mau. Ein Blick lohnt jedoch auch an die Sauf die Trainerbank der Paderborner. Der Mann neben dem Tiger ist in Brandenburg kein Unbekannter.

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Sören Osterland (links) versteht sich gut mit Stefan Effenberg.

Quelle: dpa

Potsdam/ Berlin. Stefan Effenberg wird im Zweitligaspiel beim 1. FC Union Berlin seine Auswärtspremiere als Trainer des SC Paderborn erleben. Dass der ehemalige Nationalspieler seine Trainerlaufbahn in Paderborn gestartet hat, ist auch für die meisten Union-Akteure eine Überraschung. "Das ist eine sehr mutige Entscheidung von Paderborn, die aber wohl überlegt ist. Präsident Wilfried Finke und Sportchef Michael Born wissen schon genau, was sie damit bezwecken", sagte Sören Brandy. Der Union-Stürmer trug von 2008 bis 2012 selbst das Paderborner Trikot.

Für Paderborn sei es sicher gut, dass der Fokus jetzt erst einmal auf eine strahlende Person gerichtet sei. Die Mannschaft habe dadurch die Ruhe und die Zeit, "sich weiter zu entwickeln und ihre Qualitäten einzubringen, die sie fraglos hat", meinte Brandy. Sein Team aber will den prominenten Gäste-Trainer ärgern.

Der neue Mann auf der Paderborner Bank hat sich bei Union bislang nicht in einem verstärkten Kartenverkauf niedergeschlagen. "Es gibt keinen Effenberg-Effekt", sagte Pressesprecher Christian Arbeit. Rund 250 Gästetickets seien verkauft worden. Der 1. FC Union rechnet insgesamt mit 18.000 Besuchern.

Union-Coach bedingt zuversichtlich

Union-Coach Sascha Lewandowski sieht zudem eine Diskrepanz zwischen der gezeigten Qualität auf dem Trainingsplatz und der im Stadion. "Die Trainingsleistungen werden immer besser", sagte Lewandowski, "es ist aber wichtig, den Übertrag ins Spiel vorzunehmen".

Bei der Analyse der Paderborner zog Lewandowski vor allem den 2:0-Heimsieg des SCP gegen Eintracht Braunschweig heran. "Wir treffen auf einen Gegner, der sich lange unter Wert verkauft hat. Jetzt hat er richtig gezündet. Paderborns Waffen sind wieder da", erklärte der frühere Leverkusen-Coach, der besonders die starken Offensivspieler wie Süleyman Koc, Moritz Stoppelkamp und Mahir Saglik meinte.

Verzichten muss Lewandowski weiterhin auf Verteidiger Fabian Schönheim (Oberschenkel-Sehnenverletzung) sowie die Mittelfeldspieler Adrian Nikci (Oberschenkelprobleme) und Benjamin Köhler (Aufbautraining). Auch Offensivmann Raffael Korte muss wegen einer Oberschenkelverletzung passen. Angreifer Collin Quaner habe dagegen seine Rückenprobleme überwunden.

Der Mann an Effes Seite

An Effenbergs Seite wird Sören Osterland stehen. Er gilt als Wunderknabe und ist 29 Jahre alt. Der gebürtige Stendaler ist seit vergangener Woche zwar "nur" Assistent von Stefan Effenberg beim SC Paderborn. Doch seine Aufgaben gehen weit über Hütchenaufstellen und Pfeifen der Trainingsspiele hinaus. Während Ex-Profi Effenberg seine Erfahrung und Ausstrahlung ausspielt, ist Osterland Datensammler, Planer und Wissenschaftler. Effenberg ist für die Außendarstellung verantwortlich, Osterland gilt als sein Einflüsterer. Ein Traumjob für den früheren Mittelfeldspieler, der in der Saison 2004/05 für Optik Rathenow in der Oberliga kickte.

» Der ganze Artikel im MAZ-Sportbuzzer: "Der Tiger-Flüsterer"

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