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Ein Stelldichein der Friedensfahrt-Legenden

Radsport in Teltow Ein Stelldichein der Friedensfahrt-Legenden

So viele Weltmeister und Friedensfahrtsieger standen wohl selten an einer Startlinie. Beim 2. Radkriterium des VGS Kiebitz und des RSV Peitz am Sonntag in Teltow gab es ein Stelldichein der Radsport-Legenden. Der Bogen spannte sich von Täve Schur bis Robert Bartko.

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Bürgermeister Thomas Schmidt (r.) und Täve Schur lassen die Friedenstauben steigen.

Quelle: Gerhard Pohl

Teltow. Das Gelbe Trikot mit der blauen Friedenstaube leuchtete wie einst im Mai. Hans-Joachim Hartnick, der Friedensfahrtsieger von 1976 ließ es sich nicht nehmen, am Sonntag beim 2. Radkriterium in Teltow mit dem Erfolgstrikot von einst an die Startlinie zu rollen. Ihm taten es andere Asse gleich. Uwe Ampler, der die Friedensfahrt vier mal gewonnen hatte, kam ebenso im Weltmeistertrikot wie Thomas Barth. Falk Boden hatte noch mal ein blaues Original-Trikot herausgekramt und Olaf Ludwig trug ein Grünes Trikot von der Tour de France 1990.

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Beim 2. Radkriterium in Teltow am Sonntag fand auch ein großer Treff ehemaliger Friedensfahrer statt. Mit fliegenden weißen Tauben und der berühmten Fanfare wurde gestartet. Die Radsportfans waren begeistert und konnte sich viele Autogramme holen.

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Friedensfahrt der besonderen Art

Beim Stelldichein der Rad-Legenden durfte der zweimalige Friedensfahrtsieger Täve Schur (85) ebenso nicht fehlen wie sein Sohn Jan, Andreas Petermann, Eberhard Butzke oder Axel Peschel. Letzterer, Friedensfahrtsieger von 1968, wirkte mit seinen 74 Jahren fit wie ehedem. Olaf Ludwig, 1982 und 1986 Friedensfahrtsieger, musste wie die anderen viele Autogramme schreiben. Der 56 Jahre alte Thüringer, der gerade mit Michael Schiffner von einem Hobby-Radrennen von der Ostseeküste kam, freute sich ebenso über das Wiedersehen wie Falk Boden. Der ebenso 56-Jährige aus Frankfurt (Oder) hatte 1983 bei der Friedensfahrt triumphiert und meinte: „Lang, lang ist es her, aber toll, dass man all die Radsportfreunde mal wiedersieht.“ Die Fans waren begeistert, passend dazu erklang die Friedensfahrthymne und stiegen die weißen Tauben gen Himmel. Das war für viele Zuschauer Gänsehaut pur. Am Ende siegte übrigens Jan Schur, jetzt Nachwuchstrainer in Frankfurt (Oder), vor Andreas Petermann und Uwe Ampler – einst strampelte das Trio für DHfK Leipzig .

Justin Karsunke jubelt in der U15

Zuvor begeisterte auch der Nachwuchs. Justin Karsunke aus Bergholz-Rehbrücke jubelte in der U15. „Nach der ersten Wertung habe ich attackiert und bin den anderen davon gefahren“, beschrieb er seine Erfolgstaktik. Mit dem 14-jährigen Schüler freuten sich besonders die Familie sowie sein Trainer Wolfgang Pfingsten, der mit dem RSV Peitz und mit dem VGS Kiebitz wieder eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte.

Samira Latocha stammt aus einer sportlichen Familie

Auch Samira Latocha hatte die Familie dabei und konnte jubeln. Ihr Vater Heiko startete 1993 bei der Friedensfahrt und nahm am Promi-Rennen teil Mutter Alexandra ist eine gute Läuferin und zudem Weltmeisterin im Kickboxen. Bruder Adrian (13) war ebenfalls im Nachwuchsrennen dabei. Die zwölfjährige Samira turnt beim TSV Falkensee. Nun trat sie für die SG Brieselang in die Pedale und konnte in ihrer Altersklasse den Siegerpokal in Empfang nehmen. „Talent scheint sie ja zu haben“, flunkerte der stolze Vater ehe er sich selbst noch mal mit den anderen Assen von einst in den schmalen Rennsattel schwang.

Von Peter Stein

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