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Endlich Zeit zum Feiern

Berlin Volleys Endlich Zeit zum Feiern

Nach dem nationalen Pokalsieg und dem Gewinn des Europacups blieb den Berlin Volleys keine Zeit zum Feiern. Die Triple-Mission war noch längst nicht beendet. Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft war es aber perfekt – die Korken konnten knallen. Am Dienstag steigt die Saisonabschlussparty.

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Da ist sie: Robert Kromm (r.) präsentiert die Meisterschale.

Quelle: Foto: dpa

Berlin. Die Bar „The Grand“ in Berlins Mitte war gerade gut genug, um reichlich Platz für die großen Jungs der Berlin Volleys zu bieten, den eigenen „Grand Slam“ zu feiern. Denn nach Pokalsieg, Europacupsieg und deutscher Meisterschaft erwiesen sich die Männer um Kapitän Robert Kromm auch als Meister im Feiern. „Eine tolle Nacht“, schwärmte der Außenangreifer am Montag. Und die Fete ist noch lange nicht zu Ende. Am heutigen Dienstag (19 Uhr) bitten die Hauptstädter die Fans zum Saisonabschlusstanz in ihren Volleyballtempel Max-Schmeling-Halle.

„Jetzt haben wir endlich Zeit zum Feiern, das haben wir uns auch verdient“, sagte Kromm und hatte für das Überstehen des Party-Marathons mit dem einen oder anderen hochprozentigen Getränk sein privates Rezept parat: „Zwischendurch viel Wasser trinken und schlafen, wann immer die Chance dazu besteht.“

Ein Kabinendonnerwetter als Wachrüttler

Dann ließ der gebürtige Schweriner die Saison noch einmal Revue passieren. „Dass wir den Europacup gewinnen könnten, hatte ich vorher überhaupt nicht auf dem Schirm“, räumte er ein. Nach dem Aus in der Champions League traten die Berliner im CEV-Cup an und verloren am 17. Februar in Sastamala/Finnland mit 1:3. Danach ging es in der Kabine hoch her. „Das war ein klärendes Gespräch unter Männern. Aller Frust wurde ausgepackt, Manager Kaweh Niroomand fand klare Worte. Das war der Wachrüttler. Danach lief es.“

Die Meisterschale ist der wertvollste Titel

Und wie – zehn Tage später folgte der Gewinn des DVV-Pokals. „Für mich persönlich war das sehr befriedigend“, erzählte Kromm. „Denn ich stand vorher schon öfters im Finale, hatte den Pokal aber noch nie gewonnen. Der Europacupsieg war eine schöne Zugabe. Aber der wertvollste Titel ist nun mal die Meisterschaft. Das war das Finale der Saison. Das konnten wir so richtig genießen, denn vorher blieb ja keine Zeit zum Feiern. Ich habe die Spiele nicht gezählt, aber unterm Strich war es sicher die Saison mit den meisten Partien, weil es international, im Pokal und in der Bundesliga immer bis in die Finalrunde ging.“ Der 32-Jährige gab zu: „Nun braucht der Körper ein bisschen Erholung.“ Im Gegensatz zu seinen Teamkollegen Ruben Schott und Sebastian Kühner wird Kromm nicht zur Nationalmannschaft gehen.

Dafür hat der Käpt’n bei den Berlinern noch einen Vertrag für die nächsten zwei Jahre. Wer bleibt, wer geht, werden die nächsten Tage zeigen. Selbst die Zukunft von Trainer Roberto Serniotti ist offen. Nach vier Meisterschaften in fünf Jahren wollen Kromm und Co. die Position als nationale Nummer eins – auch in punkto Zuschauern – festigen und in der Champions League erneut angreifen.

Von Peter Stein

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