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Erste Niederlage als Nummer eins: Kerber in Wuhan raus

Tennis Erste Niederlage als Nummer eins: Kerber in Wuhan raus

Auf den ersten Sieg als Nummer eins im Damen-Tennis folgte für Angelique Kerber gleich die erste Niederlage. Das Marathon-Match gegen Petra Kvitova in Wuhan hatte alles zu bieten - auch ein Sieg für Kerber wäre möglich gewesen.

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Angelique Kerber verlor in Wuhan im Achtelfinale.

Quelle: Xinhua/ZUMA

Wuhan. Nach einem Marathon-Match mit vielen Fehlern und vergebenen Chancen hat Angelique Kerber zum ersten Mal als Nummer eins der Tennis-Welt verloren.

Beim top besetzten Turnier im chinesischen Wuhan scheiterte die US-Open-Siegerin bereits im Achtelfinale nach 3:20 Stunden mit 7:6 (12:10), 5:7, 4:6 an der zweimaligen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien.

"Natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht. Aber das Match war gut, und ich kann mit positiven Emotionen nach Peking fliegen", sagte Kerber mit Blick auf die anstehenden China Open. "Ich spiele noch gut und freue mich auf die letzten paar Turniere der Saison."

Die Niederlage bei der mit 2,589 Millionen Dollar dotierten WTA-Veranstaltung war zweieinhalb Wochen nach dem Triumph bei den US Open und dem damit verbundenen Sprung auf Platz eins der erste Rückschlag für den deutschen Tennis-Star.

In der umkämpften Partie konnte Kerber die Fehler dieses Mal auch mit ihrem großen Kampfgeist nicht wettmachen. "Mein Aufschlag war heute nicht der beste", meinte sie angesichts von acht Doppelfehlern. "Ich habe in den wichtigen Momenten einige leichte Fehler gemacht. Das war der Schlüssel im zweiten Satz."

Bei ihrem Ziel, auch am Jahresende noch die Spitzenposition inne zu haben, büßte die Kielerin ein paar Punkte ein. Im vergangenen Jahr hatte sie in Wuhan das Halbfinale erreicht. Da ihre größte Konkurrentin Serena Williams wegen Schulterproblemen aber weiter pausiert, hält sich der Schaden durch das frühe Aus aber in Grenzen.

Wie schon in ihrem Auftaktmatch am Dienstag gegen die Französin Kristina Mladenovic fand die 28-Jährige nie richtig ihren Rhythmus. Da in Wuhan der große Regen eingesetzt hatte, fand die Partie unter geschlossenem Dach statt. Kerber brauchte lange, um sich darauf einzustellen. Die Australian-Open- und US-Open-Siegerin lief im ersten Durchgang lange einem Rückstand hinterher. Doch Kerber wehrte insgesamt vier Satzbälle ab und holte sich nach 1:24 Stunden den ersten Durchgang im Tiebreak mit 12:10.

Sicherheit gab der gewonnene erste Satz Kerber aber nicht. Die Norddeutsche haderte häufig mit sich und Trainer Torben Beltz auf der Tribüne. Zwar machte sie zwei Aufschlagverluste zunächst wieder wett, doch nach 2:21 Stunden schaffte Kvitova mit 7:5 den Satzausgleich.

In der Pause vor dem entscheidenden Abschnitt versuchte Beltz die Nummer eins der Welt wieder aufzubauen und noch einmal nach vorne zu pushen. "Komm' hol dir das Ding", gab er Kerber mit auf den Weg. Doch gleich das erste Aufschlagspiel ging wieder verloren. Zwar versuchte die Norddeutsche danach weiter alles. Sie erspielte sich beim Stand von 3:4 noch einmal zahlreiche Breakchancen, konnte diese aber nicht nutzen. Auch das mögliche 5:5 verpasste sie gegen Kvitova, die einmal wegen eines Krampfes aus dem Stand aufschlug und letztlich ihren siebten Matchball nutzte.

"Das ist ein großer Sieg. Das Match war unglaublich, auch Angie hat riesig gekämpft", sagte Kvitova. Bei den US Open hatte sie im Achtelfinale gegen Kerber verloren - im direkten Vergleich steht es nun 5:5.

dpa

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