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Erster Saisonsieg dank sicherer Bank

Volleyball, SC Potsdam Erster Saisonsieg dank sicherer Bank

Sie kamen von der Bank und stachen im Tiebreak. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam siegten am Sonntag auch dank ihrer Wechselspielerinnen gegenden VC Wiesbaden und feierten den ersten Erfolg der Saison.

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Potsdams Außenangreiferin Roslandy Acosta (r.) steuerte 19 Punkte zum 3:2-Erfolg gegen den VC Wiesbaden bei.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Beim Stand von 10:11 im Tiebreak wurde Lisa Gründing für Ivona Svobodnikova zum Aufschlag eingewechselt und gab den Ball nicht mehr her. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam setzten sich am Sonntagnachmittag gegen den VC Wiesbaden nach großem Kampf mit 3:2 (23:25, 25:20, 25:23, 23:25, 15:11) durch.

Ja geht denn das schon wieder los, mag sich mancher der 928 Zuschauer in der MBS-Arena gefragt haben. Starten die Tiebreakspezialistinnen aus der Filmstadt etwa eine neue Krimi-Serie? Zur Erinnerung: Im Vorjahr mussten die Damen in der Bundesliga elf Mal in den fünften Satz, gewannen davon aber nur drei. Übrigens auch gegen Wiesbaden ging es zweimal in die Verlängerung – einmal mit Happy End.

Mittelblockerin Lisa Gründing als Matchwinnerin

Dafür waren diesmal die drei Damen von der Bank zuständig. Denn sowohl Zuspielerin Ann-Marie Knauf, als auch Außenangreiferin Ljubica Kecman und Mittelblockerin Lisa Gründing wurden im Tiebreak eingewechselt, als die Mannschaft jeweils zurücklag. Aber die Potsdamerinnen gaben nicht auf. Dieser Wille war vielleicht ihre stärkste Waffe gegen die abwehrstarken Hessinnen.

„Ja, es gab viele Höhen und Tiefen“, bestätigte Joker Lisa Gründing. Auch die von Wiesbadens Trainer Dirk Groß genommenen Auszeiten brachten sie nicht aus dem Konzept. „Ich habe mich auf meine Aufschläge konzentriert. Das hat funktioniert“, jubelte Lisa Gründing. Die ebenso erst im Tiebreak eingewechselte Ljubica Kecman, die sich das türkisfarbene Tapeband gerade vom Oberschenkel rupfte, stimmte in den Jubelgesang ein: „Die Mannschaft hat einen guten Job gemacht. Wir haben gezeigt, dass bei uns alle Spielerinnen gebraucht werden, auch die auf der Bank. Das war am Ende entscheidend. Alle sind bereit, sich für den Erfolg einzusetzen.“

Das Feuer in den Augen

Auch Ann-Marie Knauf, die bereits im vierten Satz im Zuspiel für Denise Imoudu Akzente setzen konnte, ließ tief ins Innere des Teams blicken, als sie sagte: „Als ich auf das Feld gekommen bin und in die Augen der Spielerinnen gesehen habe, wusste ich, es ist noch nicht vorbei.“

Angesichts des ersten Erfolgs im zweiten Spiel der Saison wollte Trainer Davide Carli Milde walten lassen, obwohl er in den knapp zwei Stunden zuvor immer wieder mit dem Kopf schüttelte und auf sein Drehbuch, sprich die Taktik-Klatte, schaute, als fühlte er sich im falschen Film. „Wir hatten vorher alles genau besprochen, aber leider haben sich die Spielerinnen nicht daran gehalten. Aber meine Mannschaft ist noch sehr jung, da müssen viele noch sehr viel lernen. Daher bin ich am Ende froh, dass wir gewonnen haben.“

Dieses Erfolgserlebnis wollte Ljubica Kecman nach der La Ola mit den Fans nicht missen. „Jetzt ist alles wieder gut. Wenn man gewinnt, geht es auch im Training leichter von der Hand“, sagte sie. Schon am nächsten Samstag (19 Uhr) ist der SC Potsdam im Derby beim Köpenicker SC, dessen Spielerinnen am Sonntag aufmerksam zuschauten, erneut gefordert.

Info: Tiebreak – der MAZ-Volleyball-Talk Dienstag ab 18 Uhr unter
www.maz-online.de/scpotsdam

Von Peter Stein

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