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FC Bayern hat vor Juve-Duell nur Bremen im Kopf

Fußball FC Bayern hat vor Juve-Duell nur Bremen im Kopf

Erst Bremen, dann Juve - so lautet die Ansage von Trainer Guardiola an die Bayern-Profis. Im 100. Nord-Süd-Klassiker wollen die Münchner Schwung holen für die große Prüfung in der Champions League. Der "Achtungs"-Ruf vor einem alten Bekannten hat sich erübrigt.

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Bayern-Trainer Pep Guardiola nimmt die Bremer sehr ernst.

Quelle: Bernd Thissen

München. Alles Juve, oder was? Nein, nein, versichert Pep Guardiola. "In dieser Woche war in meinem Kopf Bremen", verkündete der spanische Starcoach vor der Champions-League-Generalprobe des FC Bayern München am Samstagabend in der Fußball-Bundesliga.

Erst müsse im Titelkampf das Fünf-Punkte-Polster auf den lauernden Verfolger Borussia Dortmund gewahrt werden, betonte Guardiola: "Wir müssen uns auf Werder Bremen konzentrieren - danach haben wir vier Tage Zeit für das Spiel gegen Juventus."

Das große Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Italiens Meister spukt aber natürlich auch schon durch Guardiolas Hinterkopf, wie eine Aussage des Katalanen zum Werder-Spiel verriet. "Wir müssen sehr intelligent spielen, das muss auch nächsten Mittwoch gegen Juventus der Fall sein", erklärte Guardiola. Ausblenden kann die Kraftprobe mit Juve ohnehin keiner beim Rekordmeister. "Für diese Spiele lebst du, dafür machst du alles. Ich liebe diese Spiele. Da musst du es zeigen, da musst du da sein", erklärte Arjen Robben.

Schwung holen für Juve, darum geht es gegen Bremen. "Man kann nicht sagen: Es geht schon um Juventus, Bremen nehmen wir so zwischendurch. Das funktioniert nicht", äußerte Robben vor dem 100. Duell zwischen Bayern und Werder. Zumal der einstige Titelrivale aus dem Norden mit der Empfehlung zweier 4:1-Siege nacheinander in München aufkreuzt.

Werder habe aktuell "vielleicht den besten Moment" in dieser Saison, bemerkte Guardiola. "Wir sollten nichts mehr liegen lassen", äußerte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge mit Blick auf den noch ordentlichen, aber nicht mehr üppigen Vorsprung auf Dortmund.

Werder kommt jedoch ohne seinen aktuellen Erfolgsgaranten in die Münchner Arena. Claudio Pizarro muss nach Werder-Angaben wegen einer Adduktorenzerrung auf das Duell mit seinem Ex-Club verzichten. Guardiola hatte den 37 Jahre alten Peruaner zuvor noch in höchsten Tönen gelobt. "Wenn der Ball in den Strafraum kommt zu Claudio Pizarro - Achtung! Im Strafraum ist Claudio Wahnsinn, ein top, top Spieler."

Pizarro muss sein Wiedersehen mit den Bayern auf das Pokal-Halbfinale am 19. April in München verschieben. Im Kampf um Punkte fehlen Werder zudem Offensivmann Fin Bartels (fiebriger Infekt) sowie die beiden Leistungsträger Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic, die sich für das Bayern-Spiel bewusst eine Gelb-Sperre eingehandelt hatten. Die letzten Bremer Erinnerungen an München sind bitter: 0:6, 2:5, 1:6 und 1:4 lauteten die Resultate der letzten vier Partien bei den Bayern.

Guardiola hat beim Testlauf für Juve viele personelle Optionen - besonders in der Offensive. Auch Mario Götze wird hoffen, nach mehreren Partien auf der Ersatzbank endlich wieder auf dem Platz stehen zu dürfen. Guardiola hielt sich zum möglichen Comeback des Weltmeisters bedeckt. "So bald wie möglich", lautete seine Antwort.

Nach seiner Meniskus-Operation im Februar absolvierte auch Javi Martínez am Freitag erstmals wieder Teile des Mannschaftstrainings. Für die Spiele gegen Bremen und gegen Turin sei der spanische Nationalspieler aber noch keine Option, sagte Guardiola.

dpa

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