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Felix König sprintet zu WM-Silber

Kanu-Rennsport Felix König sprintet zu WM-Silber

Das war für Felix König die Krönung der Saison. Bei den U23-Weltmeisterschaften gewann der Potsdamer Kanute Silber im Einerkajak über 200 Meter.

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Kraftpaket auf dem Wasser: Felix König.

Quelle: Foto: Ute Freise

Potsdam. Felix König ist happy. „Das war mein größter Erfolg. Endlich hat es mal wieder mit einer Medaille geklappt“, erzählt der 21-Jährige vom Kanu-Club Potsdam. Bei den U23-Weltmeisterschaften in Montemor-o-Velho in Portugal gewann er am vergangenen Wochenende Silber im K1 über 200 Meter. „Ich hatte mich mit der drittschnellsten Zeit für das Finale qualifiziert. Da wusste ich: Es ist was möglich. Im Ziel wusste ich aber zunächst nicht, auf welchem Platz ich eingekommen bin. Da waren einige auf einer Linie. Der Sprint ist eine knappe Sache.“

Weil das 1,80 Meter große und 79 Kilo schwere Kraftpaket mit seiner Paddelschlagtechnik als Schnellstarter gilt, ist ihm die Kurzstrecke wie auf den Leib geschneidert. „Der Start ist meine Stärke“, meint der einstige deutsche Juniorenmeister. König stammt aus Eberswalde, wo er durch Schulkameraden zum Kanurennsport kam und sich bei Stahl Finow erstmals ins schmale Boot setzte. „Diesen Sport hat früher auch meine Mutter betrieben. So bin ich da irgendwie reingerutscht und dann dabei geblieben. Es gab ja keinen Grund zu wechseln, mir macht das riesigen Spaß“, erzählt der Paddler, der in der 9. Klasse an die Sportschule nach Potsdam kam.

Leistungssprung mit der Hilfe von Olympiasieger Ronny Rauhe

2012 gewann er im K2 über 200 Meter bei der Junioren-EM ebenfalls im portugiesischen Montemor-o-Velho mit Silber seine erste internationale Medaille. Im Vorjahr wurde er Vierter bei der EM und Neunter bei der WM über 200 Meter im K1 in der U23. Den Leistungssprung führt König auf die gute WM-Vorbereitung zurück. Dazu zählte neben dem Trainingslager in Duisburg unbedingt die harte Arbeit daheim in der Gruppe von Coach Clemens Paarmann. Außerdem holt sich König wertvolle Tipps von Olympiasieger Ronald Rauhe. „Ihm habe ich viel zu verdanken. Ronny ist nicht nur ein Vorbild für mich, sondern ein wichtiger Trainingspartner. Da weiß ich immer, wo ich stehe. Das hilft in der täglichen Arbeit enorm“, erzählt der Youngster, der es am Start auf jeden Fall schon mit seinem Vorbild aufnehmen kann.

Dass er da schnell ist wie die Feuerwehr, kommt ihm ebenso bei seiner Berufswahl zugute. Denn König lässt sich in Eisenhüttenstadt an der Feuerwehrschule des Landes Brandenburg zum Brandmeister ausbilden. „Das ist sehr interessant und abwechslungsreich. Vor allem bei den praktischen Übungen kann ich viel lernen. Aber leicht ist es nicht, sich neben dem Sport darauf zu konzentrieren, weil es durch die Trainingslager und Wettkämpfe immer wieder Unterbrechnungen gibt“, berichtet der Sportler, der sich nun erst einmal ein paar freie Tage gönnt, bevor am 17. August das neue Ausbildungsjahr in Eisenhüttenstadt beginnt.

Und sportlich will er im nächsten Jahr ohnehin wieder ganz oben angreifen. Weltcup-Erfahrungen konnte er in der Männer-Elite bereits sammeln. Olympia 2016 in Rio de Janeiro wäre natürlich ein Traum. „Aber so weit denke ich noch nicht. Ich will gut trainieren und das Beste daraus machen“, sagt König bescheiden.

Von Peter Stein

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