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Flinke Füße bei der Laufgemeinschaft Oberhavel

Mein Verein Flinke Füße bei der Laufgemeinschaft Oberhavel

Erst vor drei Jahren haben sie sich zu einem Verein zusammengefunden: Die Laufgemeinschaft Oberhavel ist mit 13 Mitgliedern nur ein kleiner Verein. Aber bei den Volksläufen in der Region sind die Männer, Frauen und Kinder recht erfolgreich.

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Gleicch geht’s los für die schnellen Läufer der LG Oberhavel: Kathrin Koczessa (v.l.), Anne Auris , Ingo Remmert, Anette Semper, Ilka Grundmann, René Latzke, Bianka Latzke, Stine Melchert.

Quelle: Foto: Luisa Müller

Oranienburg. Dreizehn Mitglieder zählt der Verein LG Oberhavel. Die Jüngste ist gerade einmal fünf Jahre alt, die Älteste 53. „Wir sind eine bunt gemischte Gruppe“, erzählt die Vorstandsvorsitzende Kathrin Koczessa. „Wir trainieren zwar nicht wirklich zusammen, aber bei den Wettkämpfen treffen wir uns alle.“ Verschiedene Arbeitszeiten und Wohnorte sowie die unterschiedlichen Laufzeiten machen ein gemeinsames Training fast unmöglich. „Unser Vereinsleben ist in diesem Sinne etwas speziell“, so Koczessa. Dennoch wirken die 13 wie eine kleine Familie. Die zwei Jüngsten, Charlotte und Stella laufen bei den Wettkämpfen oftmals als erstes – bei den Bambiniläufen. Dann stehen die Erwachsenen an der Strecke und feuern an, ehe es für die Großen selbst auf die Strecke geht.

Von März bis November geht die Hauptsaison der Läufer. Die Mitglieder der LG Oberhavel starten hauptsächlich bei den Wettbewerben des EMB-Cups in der Region Oberhavel. In Kremmen, Zehdenick, Hennigsdorf und Leegebruch sind sie dabei. Und wenn man auf die Ergebnislisten schaut, sieht man meistens die LG Oberhavel auf den ersten Plätzen. „Das stimmt. In der Region machen wir die Rennen in unserer Altersklasse eigentlich unter uns aus“, erzählt Koczessa, die in der Altersklasse W35 mit ihren Teamkolleginnen Anne Auris und Stine Melchert meistens die Top-3 belegt.

Doch auch Anette Semper, Ilka Grundmann, Bianka Latzke, Kerstin Blankenhagel und Fritz Bergemann sind Sportler, die sich in der Laufszene seit Jahren einen Namen gemacht haben und erfolgreich an diversen Läufen teilnehmen. Mit Stine Melchert, Jana Skibinski und Markus Werner bekam die Laufgemeinschaft in diesem Jahr Zuwachs.

Seit 2012 läuft das Team erfolgreich beim Brandenburg-Cup mit. Nur in der Teamwertung haben sie es schwer, denn dort fließen alle Altersklassen in die Wertung ein. „Uns fehlen die Mitglieder um die 20 Jahre“, so die Vorsitzende, die im vergangenen Jahr von den MAZ-Lesern als Sportlerin des Jahres im Landkreis Oberhavel gewählt wurde

Marathonlaufen ist eine Kopfsache

Ebenso ihr Teamkollege René Latzke. Der 38-Jährige kommt eigentlich aus dem Boxsport. „Da ist Laufen nichts Ungewöhnliches“, erzählt er. Als Latzke 2006 mit dem Boxen aufhörte, hat er das Wettkampflaufen für sich entdeckt. Mittlerweile läuft der Berliner sechs Marathons im Jahr mit. Seine Bestzeit liegt bei 2:50:13 Stunden. „Das war im vergangenen Jahr in Dresden“, so Latzke, der seit 2012 für die LG Oberhavel läuft und auch seine Frau Bianka und Töchterchen Stella fürs Laufen begeistern konnte. „Marathonlaufen ist eine Kopfsache. Die ersten 35 Kilometer kann es gut laufen, dann bekommst du Magenkrämpfe, Wadenkrämpfe und es geht nur noch ums Durchkommen.“ Sechs Mal die Woche trainiert René Latzke – entweder auf dem Laufband in der Boxhalle: „Da kann ich die Boxer beobachten.“ oder draußen. In einer Woche kommt er so auf insgesamt 80 bis 100 Trainingskilometer. Bei den anderen Mitgliedern sind es zwar ein paar weniger, aber Spaß haben alle am Laufen. „Wir ziehen bei Wind und Wetter unseren Trainingsplan durch“, verrät die 53-jährige Ilka Grundmann.

Einmal im Jahr geht es ins gemeinsame Trainingslager. Im Februar diesen Jahres waren die Oberhavel-Läufer an der Sportschule in Lindow. Das anspruchsvolle Gelände rund um den Wutzsee sowie der Kraftraum und die Schwimmhalle boten den perfekten Rahmen für die Saisonvorbereitung.

Ganz besonders freut sich die Laufgemeinschaft auf die diesjährige Barmer GEK Halbmarathon Staffel, die am 26. August in Potsdam stattfindet. „Wir haben eine Frauenstaffel und eine Männerstaffel gemeldet“, sagt Grundmann. „Das ist immer ein großer Spaß. Es zählt die Mannschaftsleistung und man kann sich am Ende gemeinsam über das Ergebnis freuen.“

Von Luisa Müller

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