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Formel-1-Nicos: Zwischen Luxus- und Karriereproblem

Motorsport Formel-1-Nicos: Zwischen Luxus- und Karriereproblem

Das Leben in der zweiten deutschen Reihe hinter Vierfach-Champion Sebastian Vettel ist für die Formel-1-Nicos nicht immer einfach. Nico Rosberg fährt in der WM-Wertung zwei Ränge und 25 Punkte hinter seinem Mercedes-Kollegen Lewis Hamilton um die Vorherrschaft im eigenen Team.

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Die Nicos in der Formel 1: Rosberg (l) und Hülkenberg.

Quelle: Bernd Weißbrod

Abu Dhabi. Nico Hülkenberg kämpft um seinen Verbleib in der Königsklasse des Motorsports im kommenden Jahr. Ob er nun doch weiter im Sauber-Cockpit sitzt oder bei Lotus Nachfolger von Kimi Räikkönen wird: Vor dem Großen Preis von Abu Dhabi steht hinter Hulks Zukunft ein dickes Fragezeichen.

"Alles beim alten Stand, es gibt noch keine Neuigkeiten", sagte der Emmericher nach seinem neunten Tagesrang. Er würde aber nicht sagen, "dass es nicht so gut aussieht. Es sind die üblichen Verhandlungen, jeder sucht seinen Vorteil."

Denn Geld bewegt auch in der Formel 1 viel. "Wir haben 150 Millionen gegen uns", sagte Hülkenbergs Manager Werner Heinz der "Bild"-Zeitung. Sprich: Auf der einen Seite sein Mandant, der mit starken Ergebnissen in der zweiten Saisonhälfte sportlich gewichtige Argumente lieferte. Auf der anderen Seite die sogenannten Bezahlfahrer, die Sponsoren-Millionen mitbringen.

Im Fall von Lotus, wo sich Teamchef Eric Boullier den Emmericher aus fahrerischer Sicht als Räikkönen-Ersatz wünschen würde, könnte das zugunsten von Pastor Maldonado den Ausschlag geben. Der Venezolaner soll dem Vernehmen nach eine stattliche Courtage von 40 Millionen Euro mitbringen. Bleibt also der Ausweg Sauber? Dort bekommt der russische Teenager Sergej Sirotkin einen Platz im kommenden Jahr - dank russischer Sponsorenrubel. Das zweite Cockpit, derzeit vom Mexikaner Esteban Gutierrez besetzt, ist noch nicht endgültig vergeben.

Nachdem Hülkenberg wegen einer Erkältung die Medienrunde am Donnerstag hatte auslassen müssen, konnte er am Freitag zum Training wieder antreten. Für den ehemaligen GP2-Champion, dessen Motorsport-Kurve bis zum Einstieg in die Formel 1 praktisch ohne Durchhänger nach oben zeigte, wird der Große Preis von Abu Dhabi an diesem Sonntag der 55. Grand Prix sein. Gewinnen konnte Hülkenberg trotz unbestrittenen Talents noch keinen, auch aufs Podium schaffte es er noch nicht. Dazu reichten seine Dienstwagen im Kampf gegen Red Bull, Ferrari, Lotus und Mercedes schlichtweg nicht aus.

Für Hülkenberg wäre das Duell seines Vornamensvetters gegen Teamkollege Hamilton daher auch echtes Luxusproblem. "Es ist ein gesunder Wettkampf", betonte Rosberg mit Blick auf das interne Duell mit Ex-Champion Hamilton. Auf die Frage, ob der Brite sein bislang stärkster Teamrivale sei, entgegnete der Wiesbadener, der vor Hamilton immerhin neben Rekordweltmeister Michael Schumacher fuhr: "Ich möchte ihn nicht den Stärksten nennen." Hamilton sei aber "massiv schnell - einer der besten im Moment da draußen", betonte Rosberg.

Zehn der bisherigen 16 Qualifikationsduelle entschied Hamilton für sich. Zuletzt konnte sich Rosberg aber nach Startrang zwei hinter Weltmeister Vettel in Indien auch im Rennen den zweiten Platz sichern. Hamilton war nach Startrang drei Sechster geworden. "Zwischen ihm und mir ist es das ganze Jahr immer sehr knapp", sagte Rosberg. Letztlich haben die beiden ehemaligen Kart-Kumpels, die sich immer noch bestens verstehen, aber vor allem ein Ziel: Die Dominanz von Rosberg-Landsmann Vettel beenden. Davon kann zumindest Hülkenberg wohl vorerst weiter nur träumen. "Es zieht sich jetzt ein bisschen in die Länge", sagte er über seine Zukunft: "Manchmal kann man auch sagen, gut Ding' braucht Weile."

dpa

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