Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Forsche Töne - BVB-Star Reus: "Finale muss Ziel sein"

Fußball Forsche Töne - BVB-Star Reus: "Finale muss Ziel sein"

Nach famosem Saisonstart strotzt der BVB vor Selbstvertrauen. Schon vor dem ersten Gruppenspiel in der Europa League nahm Angreifer Marco Reus das Finale ins Visier. Das bisherige Abschneiden deutscher Clubs in diesem Wettbewerb macht jedoch wenig Mut.

Voriger Artikel
Märkische Basketballer wollen raus aus Nische
Nächster Artikel
Zuversichtlich: Schalke will in Nikosia punkten

Der BVB trifft in der Europa League auf Krasnodar.

Quelle: Maja Hitij

Dortmund. Im vergangenen Jahr ging die Reise in die Metropolen London, Istanbul und Brüssel - in dieser Saison kommen die Gruppengegner aus Krasnodar, Qäbälä und Thessaloniki. Nach vier Champions-League-Teilnahmen in Serie muss Borussia Dortmund mit der Europa League vorliebnehmen.

Gleich im ersten Gruppenspiel am Donnerstag gegen den FK Krasnodar soll der Status als Mitfavorit untermauert werden. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht für deutsche Clubs in diesem Wettbewerb ohnehin reichlich Nachholbedarf: "Was der Bundesliga zuletzt wirklich gefehlt hat, waren Erfolge in der Europa League. Ich hoffe, das wird besser."

Der Bundesliga-Tabellenführer will zu dieser Trendwende beitragen. Ein Gewinn des 2009 geschaffenen Wettbewerbs könnte die europäische Titelsammlung nach Triumphen im einstigen Pokalsieger-Wettbewerb (1966) und der Champions League (1997) komplettieren.

Ermutigt durch den famosen Saisonstart mit neun Siegen in neun Pflichtspielen schlug der zurzeit verletzte Marco Reus im "Kicker" ungewohnt forsche Töne an. "Das Finale muss unser Ziel sein. Wenn wir unser Spiel durchdrücken, haben wir gute Chancen, weit zu kommen." Diese mutige Aussage hält Mittelfeldspieler Julian Weigl für nachvollziehbar: "Damit liegt Marco nicht so falsch. Ich denke, dass wir eine gute Chance haben, den Titel abzugreifen."

Doch der Weg ins Endspiel am 18. Mai 2016 in Basel ist lang. Schon in den Gruppenspielen mit reichlich Flugkilometern dürfte es enger zugehen als in den beiden Qualifikationsrunden gegen den Wolfsberger AC (1:0/5:0) und Odds BK (4:3/7:2). Wie knifflig die Aufgabe auch in diesem Wettbewerb sein kann, bekam die Borussia vor fünf Jahren zu spüren. Damals wie heute lief es in der Bundesliga hervorragend. Dennoch zahlte das international noch unerfahrene Team von Trainer Jürgen Klopp in den Gruppenspielen gegen Lwiw, Paris und Sevilla reichlich Lehrgeld und schied als Dritter aus.

Eine ähnliche Pleite möchte sich der BVB diesmal ersparen. Gut möglich, dass Trainer Thomas Tuchel gegen Krasnodar auf Rotation setzt. Davon profitiert Roman Weidenfeller. "Auf der Torhüterposition werden wir auf jeden Fall einen Wechsel vornehmen", verriet der Coach am Mittwoch. Ob Weltmeister Weidenfeller in Zukunft in allen Europa-League-Spielen zum Einsatz kommt, ließ Tuchel jedoch offen. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird er auch die zweite Partie bestreiten."

Weitere Kandidaten für die Startelf könnten die zuletzt nur als Einwechselspieler eingesetzten Sven Bender oder Gonzalo Castro sein. Weiterhin verzichten muss Tuchel auf Reus. Noch lässt der Zehenbruch, den sich der Angreifer im Heimspiel gegen Hertha BSC Ende August zugezogen hatte, keinen Einsatz des 26-Jährigen zu. Auch im Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag gegen Leverkusen erscheint ein Comeback unwahrscheinlich, "Wir rechnen mit einer Rückkehr von ihm ins Training am Freitag", sagte Tuchel.

Durch den Ausfall von Reus könnte Adnan Januzaj im Duell mit den Russen sein Startelf-Debüt geben. Der von Manchester United ausgeliehene 20 Jahre alte belgische Nationalspieler war beim 4:2 in Hannover in der 60. Minute eingewechselt worden. "Wir sind sehr zufrieden mit ihm", lobte Tuchel.

Die "Bullen" aus Krasnodar treffen zum zweiten Mal auf einen deutschen Club. In der vorigen Saison gab es für den aktuellen Tabellensechsten der russischen Liga in den Gruppenspielen der Europa League gegen Wolfsburg ein 2:4 und 1:5. Zumindest Trainer Oleg Kononow betritt am Donnerstag kein Neuland. Bereits in der Saison 2010/11 traf er als Trainer von Karpaty Lwiw auf den BVB. Damals musste er zwei Niederlagen (3:4/0:3) hinnehmen. Doch der fulminante 4:0-Erfolg seines Teams gegen Dynamo Moskau am vergangenen Wochenende machte ihm Mut. "Die Borussia macht uns keine Angst", sagte Kononow.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer