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Frommhold will die Krönung

Triathlon Roth Frommhold will die Krönung

Der Potsdamer Triathlet belegte im vergangenen Jahr in Roth den zweiten Platz, obwohl er auf dem Rad die mit Abstand beste Zeit fuhr. In diesem Jahr erwartet Frommhold auf dem rad jedoch starke Konkurrenz. Der Amerikaner Andrew Starykowicz gilt als der beste Radfahrer unter den Ironman-Triathleten.

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Dieses Bild soll sich umkehren: 2014 gratulierte Nils Frommhold (r.) dem Roth-Sieger Timo Bracht auf dem Treppchen.

Quelle: foto: dpa

Potsdam. Roth könnte in diesem Jahr verrückt werden für Nils Frommhold. Der Potsdamer Triathlet, der im vergangenen Jahr in Bayern Rang zwei belegte und die mit Abstand beste Zeit auf dem Rad fuhr (4:15 Stunden für 180 km), bekommt in genau dieser Disziplin eine harte Nuss zu knacken: Andrew Starykowicz. „Er fährt ohne Rücksicht auf Verluste Rad und kann so ein Rennen total kompliziert machen“, sagt Frommhold vor dem Start am Sonntag (6.30 Uhr) in der fränkischen Triathlon-Hochburg Roth. Denn Starykowicz (USA) gilt als bester Radfahrer unter den Ironman-Triathleten (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen), er hält den Weltrekord auf der Radstrecke (4:02:17). „Er kann der erste Mensch sein, der unter vier Stunden fährt“, prognostiziert Frommhold.

Eigentlich ist das Radfahren Frommholds Paradedisziplin. 2014 legte der für „Triathlon Potsdam“ startende Athlet bei seinem Roth-Debüt die Grundlage für seinen zweiten Rang hinter Timo Bracht. Der kassierte Frommhold auf den letzten 10 km der Marathon-Strecke, nachdem Frommhold ab Kilometer 90 der Radstrecke geführt hatte. „Ich bin immer noch der Jäger, Timo ist auch wieder da, den muss ich erstmal umbiegen“, sagt der 28-Jährige, der in Freiburg im Breisgau lebt. „Das ist so ein Gefühl, dass ich mit Roth noch nicht fertig bin. Ich würde lügen, wenn ich im vergangenen Jahr auf den letzten Kilometern nicht an den Sieg gedacht hätte“, erzählt er.

Dieses Gefühl ließ ihn auch auf einen Start am vergangenen Sonntag bei der EM in Frankfurt am Main verzichten, bei der in diesem Jahr das noch stärkere Feld startete. Dort triumphierte bei 40 Grad Celsius Jan Frodeno in unglaublichen 7:49:48 Stunden vor Hawaii-Sieger Sebastian Kienle. „Die beiden sind sicher noch ein, zwei Prozent vor mir. Aber das letzte Jahr hat gezeigt, dass ich danach komme“, sagt Frommhold. Bei seinem Hawaii-Debüt 2014 wurde er auf Anhieb Sechster und damit drittbester Deutscher – hinter Sieger Kienle und Frodeno (3.).

Dieser Stellenwert zeigt sich auch an seinem Rad. Sein Ausrüster stellt ihm in Roth einen nigelnagelneuen Prototypen in die Wechselzone, der noch nicht mal einen Namen hat. Frommhold und Frodeno sind die einzigen beiden Triathleten, die die Zeitfahrmaschine überhaupt fahren dürfen. Frodeno schaffte es in Frankfurt damit als dritter Triathlet, unter 4:10 Stunden zu bleiben. Der erste war Andrew Starykowicz.

Von Stephan Henke

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