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Füchse auf dem Vormarsch

Handball, Bundesliga Füchse auf dem Vormarsch

Die Füchse Berlin empfangen in der Handball-Bundesliga am Mittwochabend in der heimischen Max-Schmeling-Halle den SC Magdeburg: Der Club hat dem Konkurrenten von der Elbe bei manch einem Fan in der Region den Rang abgelaufen. Füchse-Manager Bob Hanning macht vor dem Lokalduell eine selbstbewusste Aussage.

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Quelle: foto: dpa

Potsdam/Belzig. Für so manch einen hat das Duell immer noch eine ganz spezielle Note, daran hat Diana Wey­hrauch keinen Zweifel. „Es ist für viele ein besonderes Spiel“, sagt die Nachwuchs-Trainerin des MBSV Belzig und Handball-Expertin, „weil beide Vereine im Fläming den Fans etwas bedeuten. Der SC Magdeburg war ja früher eindeutig der Verein in der Region.“

Früher. Wenn der Sport-Club aus Magdeburg am morgigen Mittwoch in der Handball-Bundesliga bei den Füchsen Berlin antritt (19 Uhr, Max Schmeling-Halle), haben sich die Kräfteverhältnisse längst verschoben. „Die Traditionalisten fahren noch nach Magdeburg, aber spätestens durch den Wechsel von Fabian Wiede und Willy Weyhrauch hat sich da etwas geändert“, urteilt Diana Weyhrauch, „tendenziell fahren jetzt mehr nach Berlin, vor allem jüngere Leute.“ Beide Akteure hatten in ihrer Jugend beim MBSV gespielt. Die Trainerin: Diana Weyhrauch. Sohn Willy spielt inzwischen beim Zweitligisten Eisenach, Nationalspieler Wiede kämpft morgen Abend mit seinem Team gegen den SCM um Zähler für die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben: Für den EHF-Pokal würde Rang fünf im Endklassement ausreichen. Derzeit befinden die Füchse (Vierter) und SCM (Fünfter) auf Europapokalkurs.

Allerdings umweht das Duell wegen der beiden Niederlagen beim Final-Four-Turnier des EHF-Pokales am vergangenen Wochenende der Hauch der Gescheiterten: Berlin unterlag im Endspiel gegen Frisch Auf Göppingen (22:30), der Gastgeber hatte zuvor den SC Magdeburg mit 33:29 bezwungen. Füchse-Manager Bob Hanning hat aber auch die Qualifikation zur Champions League noch nicht abgehakt. „Ich bin gespannt, ob wir noch mal einen Push kriegen“, sagte Hanning. Platz drei könnte für die Königsklasse reichen. Diese Position hat Kiel mit drei Zählern Vorsprung auf die Berliner inne.

Im Fuchsbau ist man sich der derzeitigen Führungsposition im Duell mit dem Rivalen von der Elbe bewusst. „Magdeburg war jahrelang unser Vorbild. Heute haben wir sie überholt. Dies liegt vor allem daran, dass es uns besser gelungen ist, die Kräfte zu bündeln“, sagt Hanning, „der Erfolg ist beispiellos. Acht Titel in den vergangenen sieben Jahren und nach der aktuellen Saison 25 eigene Spieler herausgebracht für die erste und zweite Liga.“

Mit dem Start in der Königsklasse könnten die Füchse bei der Basis weiter punkten und im Revier des ehemaligen Platzhirsches SCM jagen: Auch wegen der positiveren internationalen Bilanz (unter anderem mit einem vierten Rang in der Champions-League, dem EHF-Pokal-Sieg und zwei Vereinsweltmeistertiteln) ist Berlin auf dem Vormarsch. Der Fläming, das landschaftliche Kleinod auf halber Strecke zwischen Berlin und Magdeburg, kann als Synonym herhalten für die neue Dynamik im Handball-Dreieck Berlin – Leipzig – Magdeburg, das sich auch durch den erstarkten SC DHfK aus der Messestadt verändert. Auch zur Leipziger Vertretung gibt es eindeutigen lokalen Bezug nach Belzig: DHfK-Profi Marvin Sommer erlernte das Handball-Abc ebenfalls beim MBSV. Seine Trainerin: Diana Weyhrauch – und wenn man so will, zeichnet sie als Protagonistin des kleinen Handball-Wunders von Belzig dafür verantwortlich, dass so manch ein Handballfan andere Anfahrts-Routen eingeschlagen hat.

Eine andere Ursache ist die Präsenz der Füchse an der Basis. „Da hat Magdeburg etwas liegen lassen. Die Füchse sind so ein bisschen der Aufbruch, es ist unglaublich, was Manager Bob Hanning geleistet hat. Wenn wir mit einer Kindermannschaft noch Karten brauchten, hat er beispielsweise geholfen, obwohl das Kontingent vergriffen war“, berichtet Weyhrauch.

Von Lars Sittig

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