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Fünf Beobachtungen zum Hinrundenende in der 2. Bundesliga

Fußball Fünf Beobachtungen zum Hinrundenende in der 2. Bundesliga

Fliegende Trainer, taumelnde Traditionsclubs und ein erstaunlich starker Underdog. Die 2. Liga hatte in der Hinserie wieder einiges zu bieten. Und dann ist da ja auch noch der Tiger in der Provinz.

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Trotz lizenzbedingter Punktabzüge spielt Sandhausen in der Saison ganz vorne mit und ist damit die Überraschung der Liga.

Quelle: Uwe Anspach

Frankfurt/Main. Schon zwei Wochen vor der Ersten Liga beendet das Fußball-Unterhaus an diesem Wochenende seine Hinrunde. An den bislang 16 Spieltagen ging es unterhaltsam, spannend und teilweise auch turbulent zu. Fünf Beobachtungen aus der ersten Saisonhälfte der Zweiten Liga.

FAVORITEN UNTER SICH

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Der ehemalige Union-Coach Norbert Düwel brachte das Trainer-Karussell mit seiner Entlassung ins Rollen.

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Mit Bundesliga-Absteiger SC Freiburg und Emporkömmling RB Leipzig stehen die beiden Topfavoriten auf den Aufstieg nach 16 Spieltagen auch punktgleich an der Tabellenspitze. Der Vorsprung auf den zur Relegation berechtigenden dritten Platz beträgt bereits sechs Punkte. Während sich die Freiburger vor allem auf Top-Torjäger Nils Petersen (15 Treffer) verlassen können, bestechen die Leipziger mit einer starken Defensive (14 Gegentore). Nur Eintracht Braunschweig hat weniger Treffer zugelassen (13).

RASANTES TRAINERKARUSSELL

Schon ein Drittel der Zweitliga-Clubs hat im Verlauf der Hinrunde den Trainer gewechselt. Als erster Coach musste Norbert Düwel bei Union Berlin bereits nach fünf Spielen seinen Hut nehmen. Es folgten Kosta Runjaic (Kaiserslautern), Torsten Fröhling (1860), Markus Gellhaus (Paderborn), Gino Lettieri (Duisburg) und zuletzt Frank Kramer (Düsseldorf). Zudem kündigte Markus Kauczinski in Karlsruhe seinen Abgang zum Saisonende an. Auch Ralf Rangnick will in der kommenden Spielzeit in Leipzig nicht mehr auf der Bank sitzen.

DER TIGER KANN ES

Die spektakulärste Personalie im Unterhaus verkündete der SC Paderborn. Nach der Trennung von Markus Gellhaus stellten die Ostwestfalen Stefan Effenberg als neuen Trainer vor und holten damit ein bisschen Glamour in die Provinz. Was von vielen anfangs als PR-Gag abgetan wurde, entpuppt sich bislang als gute Lösung. Der "Tiger" startete mit zwei Siegen und verlor bislang erst ein Spiel. Trotzdem belegt der Bundesliga-Absteiger nach 16 Spieltagen immer noch den Relegationsplatz.

TRADITIONSCLUBS IN TURBULENZEN

Für die meisten Schlagzeilen sorgten erneut die Traditionsclubs. 1860 München kommt weiter nicht zur Ruhe. Neuer Trainer, neuer Sportdirektor, neuer Präsident - die Führungsetage bei den "Löwen" wurde komplett ausgetauscht. Auch beim 1. FC Kaiserslautern ging es wieder unruhig zu. Trainer weg, Sportdirektor weg - nur Stefan Kuntz ist als Vorstandsboss immer noch da. Der MSV Duisburg rauschte sogar bis auf Platz 18, auch bei der Düsseldorfer Fortuna regierte das Chaos. Nur der FC St. Pauli macht unter Ewald Lienen wieder Freude.

KLEIN ABER OHO

Der SV Sandhausen galt für viele als Abstiegskandidat Nummer eins. Doch der kleine Club aus der Nähe von Heidelberg spielt bislang groß auf und machte schnell auch den Drei-Punkte-Abzug wegen Verstößen gegen Vorschriften der Lizenzierungsordnung wett. Als Tabellenfünfter hat das Team von Trainer Alois Schwarz sogar berechtigte Hoffnungen auf den dritten Platz und damit die Relegation. In der Region witzelt man schon darüber, dass die steinreiche TSG Hoffenheim ab- und der kleine SV Sandhausen aufsteigt.

dpa

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