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Janine Kohlmann surft auf der Erfolgswelle

EM im Modernen Fünfkampf Janine Kohlmann surft auf der Erfolgswelle

Die Potsdamerin gewinnt mit dem Team um Weltmeisterin und Olympiasiegerin Lena Schöneborn die Silbermedaille. Noch bemerkenswerter war dabei ihr sechster Platz im Einzel – die beste Karriereleistung der 24-Jährigen bei einer EM oder WM. Grundstein war das Fechten, nach 24:9 Siegen lag sie zwischenzeitlich sogar auf Medaillenkurs.

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Mit 24:9 Siegen schaffte Janine Kohlmann das beste Fecht-Ergebnis ihrer Karriere.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Belohnung für die erfolgreiche Europameisterschaft kommt für Janine Kohlmann in Form eines Urlaubs. Für ein paar Tage reist sie an die Nordsee, „ich wollte mich mal im Surfen probieren“, erzählt die 24-Jährige. Die Potsdamerin surfte schon am Sonntag in der englischen Stadt Bath, dort allerdings auf der Erfolgswelle. Im Finale der Europameisterschaft im Modernen Fünfkampf erreichte sie sensationell Platz sechs, was im Team mit Bronzemedaillengewinnerin Lena Schöneborn und Annika Schleu (28., beide Berlin) gleichzeitig noch Silber bedeutete. „Es war natürlich ein Traum, unter die ersten acht zu kommen, selbst mit den Top 15 wäre ich zufrieden gewesen“, sagt die Polizeikommissaranwärterin.

Kohlmann sichert den Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2016

Die Top 8 sind deshalb wichtig, weil diese Athleten einen Quotenplatz für Olympischen Spiele in Rio 2016 für ihr Land sichern. Möglich machte das vor allem ihre Stärke im Fechten. „So gut habe ich noch nie im Seniorenbereich gefochten. Jede Aktion hat geklappt. Dass mein Heimtrainer Herr Uhlig dabei war, hat mir Sicherheit gebracht“, sagt Kohlmann. Das Ergebnis: 24 Siege und nur neun Niederlagen, was gleichbedeutend mit dem zweiten Rang im Zwischenklassement war.

Mit einer Medaille rechnete sie aber trotzdem nicht, „beim Reiten kann immer noch viel passieren“, erzählt sie. Tatsächlich hatte sie vier Abwürfe, die Russin vor ihr mit dem selben Pferd sogar sieben. Als Vierte ging sie schließlich ins Combined (Schießen und Laufen) und sicherte den Quotenplatz für Olympia. „Den will ich jetzt natürlich auch haben“, sagt sie. An den Stränden Rios könnte sie schließlich ebenfalls erfolgreich surfen.

Patrick Dogue auf Rang 19

Im EM-Finale der Modernen Fünfkämpfer belegte der deutsche Meister Patrick Dogue (Potsdam) Rang 19, sein Vereinskollege Fabian Liebig wurde 34.

Der Potsdamer Stefan Köllner hatte bei seinem Comeback den Einzug ins Finale verpasst, wo Matthias Sandten (Berlin) als 17. bester Deutscher war.

Damit verpassten die Männer ein Olympia-Ticket, für das eine Top-Acht-Platzierung nötig gewesen wäre.

Von Stephan Henke

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