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Der Novize trägt die Pokale

Füchse-Handball-Talent Fynn-Ole Fritz Der Novize trägt die Pokale

Handball-Talent Fynn-Ole Fritz darf sich inzwischen Klub-Weltmeister nennen, dabei hat der 18-Jährige erst sieben Bundesligaspiele auf dem Buckel. Der Wildauer feierte in dieser Saison sein Debüt bei den Profis, am Freitag (19.45 Uhr) geht es zum Derby zum SC Magdeburg. Gegen den Traditionsklub spielt er am Freitag sogar gleich zweimal.

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Fynn-Ole Fritz bestritt sieben Bundesligaspiele.

Quelle: Julius frick

Wildau/Berlin. Nach dem Gewinn der Klub-WM mit den Füchsen Berlin ging für Fynn-Ole Fritz die Arbeit erst richtig los. Der 18-Jährige hatte die Aufgabe, den Pokal sicher von Doha nach Berlin zu bringen. „Ich durfte oder musste – das ist ein schmaler Grat. Der ist nicht gerade leicht“, erzählt der linke Rückraumspieler. Als jüngster Spieler des Handball-Bundesligisten kommen ihm öfter solche ungeliebten Mannschafts-Aufgaben zu, „aber im Endeffekt macht man das auch gerne, weil man so auch zum Team gehört“.

Das tut das Talent aus Wildau (Dahme-Spreewald) derzeit: In sieben von acht möglichen Bundesligaspielen stand er für die Füchse auf der Platte, der nächste Einsatz winkt am Freitag (19.45 Uhr) im Derby beim SC Magdeburg. Vor dieser Spielzeit war das nicht abzusehen, Fritz war in erster Linie für die A-Jugend-Bundesliga eingeplant. „Zu Beginn dieser Saison hatte die erste Mannschaft ein bisschen Personalmangel, da sollte ich dabei sein. Das ist über Bob Hanning gelaufen, der den Trainer darauf hingewiesen hat, dass da einer ist, der den Profis ein paar Minuten Pause verschaffen kann“, sagt Fritz.

Bob Hanning lotzte Fynn-Ole Fritz nach Berlin

Seither trainiert er beim Bundesligisten regelmäßig mit. „Ich musste das erst einmal sacken lassen und versuchen entspannt ranzugehen. Aber ich bin immer wieder aufs Neue angespannt, das legt sich erst mit der Zeit“, erzählt der Sportschüler, der erst vor gut einem Jahr vom VfL Potsdam zum Berliner Kooperationspartner gewechselt ist. Vier Jahre besuchte er dort die Sportschule Potsdam, spielte zuletzt in der A-Jugend-Bundesliga. Ende 2013 warf er als 16-Jähriger elf Tore im Duell mit der Füchse-A-Jugend – und weckte damit das Interesse von Füchse-Manager Hanning, der ihn im Sommer 2014 nach Berlin holte.

Nach einer mittelmäßigen Saison in der Berliner A-Jugend sei er selbst überrascht gewesen, dass er nun die Chance bekam. Inzwischen darf er sich Klub-Weltmeister nennen, spielte im Halbfinale gegen die Weltstars des FC Barcelona und im Finale gegen MKB-MVM Veszprém jeweils einige Minuten. „Das ist schon unwirklich. Das waren wirklich alles Namen, die man zuvor nur aus dem Fernsehen kannte“, sagt er über seine Star-Gegenspieler Kiril Lazarov (Barcelona) und Christian Zeitz (Veszprém).

In Magdeburg war Fritz bislang nur Zuschauer

Am Freitag warten ähnlich gute Spieler, wenn es nach Magdeburg geht. „Wir haben in der Vorbereitung schon gegen Magdeburg gut gespielt. Da ist viel möglich, wir müssen auf jeden Fall nicht mit Bauchschmerzen hinfahren“, sagt der Rechtshänder. Gespielt hat er selbst dort allerdings noch nie. „Ich war immer nur mit meinem Vater zuschauen, das war eines meiner ersten Spiele, die ich live gesehen habe. Da spielten noch Joël Abati und Stefan Kretzschmar. Wir sind extra aus Wildau hingefahren“, erinnert er sich.

Sein Vater Karsten spielte selbst einst in der Jugend des SC Dynamo Berlin Handball, ist ein Jahr älter als Kretzschmar. Ab und an spielt er noch in Wildau, wo auch sein Sohn seine Laufbahn begann. Fynn-Ole Fritz’ erster Trainer war damals Sven Brade, der aktuell das Brandenburgliga-Team trainiert. „Er hat früh darauf geachtet, dass ich als größerer Spieler schon etwas für meine Beweglichkeit mache“, erzählt der 1,94-Meter-Mann. Und vielleicht auch etwas für die Kondition: Zwei Stunden vor der Bundesligapartie spielt er am Freitag mit der Füchse-A-Jugend gegen den Magdeburger Bundesliga-Nachwuchs.

Von Stephan Henke

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