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Großes Polizeiaufgebot verhindert Ärgeres

Magdeburger Fans versuchen Platzsturm in Babelsberg Großes Polizeiaufgebot verhindert Ärgeres

Um ein Haar hätte die Regionalliga-Partie des SV Babelsberg 03 gegen den 1. FC Magdeburg im Karl-Liebknecht-Stadion ein abruptes Ende gefunden. Fans der Elbstädter aus dem mit tausend Zuschauern besetzten Magdeburger Block versuchten am Freitag, nach 78 Spielminuten das Spielfeld zu stürmen.

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Polizei setzt Pfefferspray gegen Fans von Magdeburg ein.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Von Polizeikräften und -fahrzeugen verstopfte, abgeriegelte Straßen. Solche Bilder gehörten auch am Freitagabend zu den Begleitumständen der Regionalliga-Partie des SV Babelsberg 03 gegen den 1. FC Magdeburg im Karl-Liebknecht-Stadion.

Um ein Haar hätte die Partie unter Flutlicht, die als Hochsicherheitsspiel eingestuft worden war, ein abruptes Ende gefunden. Fans der Elbstädter aus dem mit tausend Zuschauern besetzten Magdeburger Block versuchten, nach 78 Spielminuten das Spielfeld zu stürmen.

Während die Mannschaften in die Kabinen flüchteten, hielt ein starkes Polizeiaufgebot die Ausreißer in Schach. Nach ersten Erkenntnissen soll ein Magdeburger Ultra, der sich als Fotograf hatte akkreditieren lassen und im Innenraum aufhielt, das Tor des Sicherheitszauns geöffnet haben. Gestern revidierte Babelsbergs Vereinschef Archibald Horlitz die Aussage. "Auf dem Polizeivideo ist zu erkennen, dass eine andere Person den Zaun überstiegen und den Riegel betätigt hat", sagte er. "Falls der Toröffner identifiziert werden kann, werden wir Strafanzeige stellen."

Vor dem versuchten Platzsturm ließen Magdeburger Ultras Rauchbomben los. Die Begegnung stand vor dem Abbruch. Nach 17 Minuten Unterbrechung und einer Ansprache vom sportlichen Leiter des 1. FC Magdeburg, Mario Kallnik, pfiff der Schiri Lars Albert (Muldenhammer) die Begegnung wieder an und bereits nach 87 Minuten aus Angst vor weiteren Zwischenfällen ab. Den Beteiligten auf dem Rasen hatten die Knie geschlottert.

Fußball-Regionalliga Nordost, 13. Spieltag: Der SV Babelsberg 03  und der 1. FC Magdeburg trennen sich am 8. November in Potsdam mit 2:2 (1:1). Das Spiel musste wegen Krawalls der Gäste unterbrochen werden.

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"Das ist grausam, was hier passiert ist, es war traurig für den Fußball", meinte Babelsbergs Trainer Cem Efe. "Alle waren froh, dass das Spiel zu Ende gehen konnte." Dabei hatte die Vorstellung beider Mannschaften auf dem Rasen den 4589 Zuschauern Spaß gemacht. Das 2:2 am Ende war schließlich leistungsgerecht.

Beide Vereine müssen mit empfindlichen Strafen durch das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) rechnen. "Wir hoffen, dass die Verhältnismäßigkeit gewahrt wird und wir mit einer geringen Strafe davonkommen. Gegen Aggressionen von angereisten Anhängern können wir uns nur bedingt schützen", meinte Horlitz.

Zu Vorkommnissen in Babelsberg war es bereits am ersten Spieltag der Regionalliga bei der Partie der Filmstädter gegen den 1. FC Lok Leipzig gekommen. Am 3. August überwanden Anhänger der Gäste die Absperrungen des Pufferblocks und wollten auf den Babelsberger Fanblock zulaufen. Doch zur Stürmung kam es nicht, weil die für diesen Bereich zuständigen Polizeikräfte rechtzeitig zurück waren. Sie hatten nach Rangeleien an der Kasse für den Gäste-Block kurzzeitig den Einlass geregelt. Später war während des Spiels ein Lok-Anhänger auf das Spielfeld gestürmt. Das Sportgericht des NOFV verdonnerte daraufhin die Leipziger zur Zahlung von 2500 Euro. Die Babelsberger sollten 2000 Euro berappen, erhoben aber Einspruch. Das Berufungsgericht reduzierte die Strafe auf 1750 Euro.

Von Detlef Braune

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