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HSV-Debakel bei Gisdols Heimpremiere: 0:3 gegen Frankfurt

Fußball HSV-Debakel bei Gisdols Heimpremiere: 0:3 gegen Frankfurt

Schlimmer hätte Markus Gisdols Heimpremiere kaum werden können: beim 0:3 gegen Eintracht Frankfurt spielt der HSV erschreckend schwach. "Wir lassen uns da abschlachten", sagte HSV-Torhüter Adler.

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Hamburgs Torwart Rene Adler (unten) wird von Frankfurts Shani Tarashaj überwunden, der das 2:0 gegen den HSV erzielt.

Quelle: Axel Heimken

Hamburg. Der Hamburger SV hat bei der Heimpremiere von Trainer Markus Gisdol ein sportliches Debakel erlebt. Durch das 0:3 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt bleibt der extrem ideenlose HSV auch nach acht Spieltagen sieglos und ist seit nun sechs Bundesliga-Partien ohne eigenes Tor.

"Wir sind sehr enttäuscht, das ist ein Ergebnis, das uns wehtut", sagte Gisdol. "Die Mannschaft hat zurzeit keine Stabilität, keine Sicherheit." Enttäuscht reagierte auch Torwart René Adler. "Wir lassen uns da abschlachten und ergeben uns - und das geht nicht", sagte Adler im Anschluss dem TV-Sender Sky. "Das kann man einfach als Bundesliga-Mannschaft nicht machen."

Hamburgs Mittelfeldspieler Lewis Holtby (35. Minute) traf am Freitag lediglich ins eigene Netz und leitete den bitteren Fußballabend für den HSV ein. Nach einer Gelb-Roten Karte für HSV-Profi Dennis Diekmeier (57.) sorgten Shani Tarashaj (60.) und Haris Seferovic (69.) vor 52 258 Zuschauern mit ihren Treffern für den Hamburger K.o.

"Wir haben natürlich die Hoffnung, dass wir die Kurve kriegen, dass wir unser Herz in die Hand nehmen und wieder besser Fußball spielen", sagte Adler.

Doch die sportliche Krise des Tabellenvorletzten wird immer schlimmer, die Eintracht verbesserte dagegen ihren ohnehin guten Saisonstart und rückte zumindest bis zum Samstagnachmittag auf den vierten Tabellenplatz vor. "Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht", sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac. "Wir haben gerade nach vorne sehr viele Kapazitäten." Der HSV wurde dagegen schon in der zweiten Halbzeit ständig mit Pfiffen von den eigenen Fans begleitet.

Anstatt seines Teams schien vor allem Gisdol selbst von Beginn an besonders motiviert. Bei seinem ersten Spiel im Volksparkstadion als HSV-Coach wirkte der 47-Jährige über weite Strecken wie aufgedreht, gestikulierte am Spielfeldrand und versuchte, seine Mannschaft zu unterstützen.

Seine Bemühungen übertrugen sich aber kaum auf seine Spieler. Der HSV agierte ideenlos und und forderte die Eintracht kaum. Die Gäste standen in der Defensive kompakt und hatten mit den zaghaften Angriffsversuchen der Hamburger keinerlei Probleme.

Offensiv entfaltete die Eintracht selbst aber zunächst auch keine Gefahr. Trainer Niko Kovac hatte Torjäger Alex Meier überraschend auf die Bank gesetzt, wo auch Marco Russ Platz nahm. Doch die Anfeuerungsversuche des von einer Krebserkrankung geheilten Innenverteidigers hatten auf die schwache Partie zunächst auch keinen Einfluss. "Er ist unser Talisman. Wir sind alle glücklich, dass der Marco jetzt wieder gesund ist, dass er wieder angreifen kann", sagte Kovac.

Erst nach über einer halben Stunde kam die Eintracht zur ersten Chance des Spiels. Ein Distanzschuss des Mexikaners Marco Fabian (32.) ging allerdings knapp über die Querlatte. Noch vor der Pause bescherte Holtby den HSV-Fans dann einen negativen Höhepunkt. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld grätschte der Mittelfeldspieler in eine flache Flanke von Branimir Hrgota und drückte den Ball vor Torwart René Adler ins eigene Netz.

Auch im zweiten Durchgang wurde nichts besser. Nach einem klaren Foulspiel an Bastian Oczipka wurde Diekmeier vom Platz geschickt, drei Minuten später sorgte die Eintracht für die Vorentscheidung. Nach schöner Vorarbeit von Fabian schoss der Schweizer Tarashaj den Ball aus kurzer Distanz ins Netz. Der kurz zuvor eingewechselte Seferovic legte nur wenige Minuten später nach - was zahlreiche HSV-Fans zum Gehen veranlasste.

dpa

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