Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
HSV teilt Punkte mit Frankfurt und verpasst Startrekord

Fußball HSV teilt Punkte mit Frankfurt und verpasst Startrekord

Mit einer sehenswerten Nullnummer haben sich der Hamburger SV und Eintracht Frankfurt torlos getrennt. Die Hamburger wollten eigentlich mehr. Eintracht-Trainer Veh findet die Punkteteilung gerecht.

Voriger Artikel
Kritisierter Dost rettet VfL wichtigen Sieg gegen Hertha
Nächster Artikel
3:0: FC Bayern beendet Darmstadts Startserie

Nullnummer in Hamburg: HSV und Frankfurt trennten sich 0:0.

Quelle: Daniel Reinhardt

Hamburg. Mittelfeldspieler Ivo Ilicevic vom Hamburger SV war unzufrieden mit dem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt. "Ich bin schon enttäuscht", meinte der Kroate. "Wir hatten mehr erwartet. Wir wollten gewinnen."

Gelegenheiten dazu hatten die Hamburger in der Bundesliga-Begegnung vor 55 322 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion einige. Doch auch der Punktgewinn ist für die Norddeutschen, die vor wenigen Monaten nur mit Glück dem Abstieg in die Zweitklassigkeit entkommen waren, nicht selbstverständlich. Sie festigten mit sieben Punkten ihren Mittelfeldplatz, während die Frankfurter mit acht Zählern zur Spitzengruppe der Bundesliga aufblicken.

HSV-Trainer Bruno Labbadia kann sich über eine Konstanz vor allem in Heimspielen freuen: Seit er den HSV im April in höchster Abstiegsgefahr übernommen hat, ist das Team vor heimischer Kulisse in sechs Pflichtspielen unbesiegt. "Man ist zwiespältig mit dem Punkt", meinte der 49 Jahre alte Coach und ergänzte: "Es war ein sehr intensives Spiel."

Für die unterhaltsame Partie mit einem überlegenen HSV hatte Labbadia mit einer Ausnahme sein siegreiches Team aus dem vorangegangenen Spiel bei Borussia Mönchengladbach (3:0) aufs Feld geschickt. Emir Spahic kam für den verletzten Albin Ekdal. Im Tor beließ der Coach Jaroslav Drobny, obwohl René Adler wieder genesen ist und trainiert. "René hatte nur zweimal richtig mittrainiert. Wir wollten kein Risiko eingehen", erklärte der Coach.

Labbadias Mannschaft eröffnete die Partie mit viel Druck und hatte bei einem Lattentreffer durch Johan Djourou (10. Minute) die beste Torgelegenheit. Die Hamburger ließen Spielkultur erkennen. Ballstafetten gelangen, Pässe kamen an, Tricks glückten. Die Zuschauer auf den Rängen waren begeistert über die Spielfreude ihrer Mannschaft. Auffälligste Figur war Aaron Hunt. Der vom VfL Wolfsburg geholte Mittelfeldspieler knüpfte die Fäden und leitete torgefährliche Aktionen ein. In der zweiten Halbzeit tauchte er ein wenig ab. "Da lief viel über die zweiten Bälle. Das ist nicht das optimale Spiel von Aaron", meinte Labbadia.

Die Frankfurter kamen nicht wie zuletzt bei ihren Kantersiegen gegen Stuttgart (4:1) und Köln (6:2) mit dem Gegner zurecht. Auch Trainer Armin Veh setzte wie sein HSV-Kollege auf Konstanz und brachte das Team, das in der Vorwoche Köln aus dem Stadion gefegt hatte. Das als Traumsturm gefeierte Trio Alex Meier, Luc Castaignos und Haris Seferovic konnte sich diesmal aber nicht wie erhofft in Szene setzen. "Es gibt so Tage, wo der Ball nicht reingeht", entschuldigte sich Meier, der in der 62. Minute nur knapp an Drobny gescheitert war.

Der frühere Hamburger Profi leidet offensichtlich unter einem Hamburg-Komplex. Der beste Torjäger der vergangenen Saison, der bereits sieben Tore gegen seinen Ex-Verein erzielt hat und bei seinem Comeback vor Wochenfrist gleich dreimal zugeschlagen hatte, trifft nur daheim in Frankfurt. In Hamburg verfehlt er regelmäßig das Ziel.

Im zweiten Spielabschnitt drehten die Frankfurter auf und hatten auch Tormöglichkeiten. "Das Spiel hätte auch 2:2 ausgehen können. Es ist absolut in Ordnung, was das Ergebnis angeht", meinte Veh.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 50,6 - 49,4

Torschüsse: 11 - 7

gew. Zweikämpfe in %: 53,7 - 46,3

Fouls: 11 - 17

Ecken: 5 - 11

Quelle: optasports.com

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer