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Hamilton: Keine Spazierfahrt in Singapur - Jubilar Rosberg

Motorsport Hamilton: Keine Spazierfahrt in Singapur - Jubilar Rosberg

Nico Rosberg ist wiedererstarkt aus der Sommerpause gekommen. Nach zwei Siegen strotzt der Mercedes-Pilot in Singapur vor Selbstvertrauen. Der WM-Vorsprung von Lewis Hamilton ist fast komplett geschmolzen.

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Während Lewis Hamilton (l) eine schwieriges Rennen erwartet, strotzt Teamkollege Nico Rosberg vor Selbstbewusstsein. Foto: Daniel Dal Zennaro

Singapur. Das Nachtrennen soll ein Neustart sein.

Vor dem Formel-1-Jubiläumsrennen seines Mercedes-Rivalen ließ Hamilton seinen Gedanken auf der New Yorker Fashion Week nochmal freien Lauf. Auf einer Modenschau von US-Rapper Kanye West konnte sich der britische Titelverteidiger auf die Suche nach einer zündenden Idee machen, wie er seinen wieder erstarkten deutschen WM-Widersacher schon beim Grand Prix in Singapur einbremsen will. Nach zwei Siegen in Serie von Rosberg ist Hamiltons Führung auf zwei Punkte zusammengeschmolzen, obendrein verpatzte er in Monza trotz Pole Position mal wieder seinen Start.

In Italien sei es "nicht ganz nach Plan" gelaufen, räumte der Brite vor dem schillernden Nachtrennen in Singapur am Sonntag (14.00 Uhr) ein. "Aber wenn man bedenkt, wie weit wir als Team in dieser Saison gekommen sind, in welcher Position wir uns befunden haben, dann denke ich, dass meine Situation phänomenal ist."

Mercedes reist allerdings mit einer gehörigen Portion Unsicherheit nach Asien. Der Branchenprimus erlebte im vergangenen Jahr einen unerwarteten Einbruch in dem Stadtstaat. Auf dem engen Kurs bei schwüler Hitze konnten Hamilton und Rosberg nicht die optimale Leistung aus den Reifen herausholen. Der spätere Sieger Sebastian Vettel lag in seinem Ferrari am gesamten Wochenende meist eineinhalb Sekunden vor dem Mercedes-Duo. "Hoffen wir also, dass wir es diesmal besser im Griff haben", erklärte Hamilton, der im vergangenen Jahr ausfiel. "So oder so wird es keine Spazierfahrt."

In Singapur sei 2015 aus Mercedes-Sicht nicht nur eine Sache schief gelaufen, "es kamen viele Dinge zusammen", erklärte Motorsportchef Toto Wolff. "Wir glauben mittlerweile zu wissen, woran das gelegen hat. Aber nur die Performance auf der Strecke kann bestätigen, ob unsere Schlüsse richtig waren."

Unter Spannung steht Rosberg. Der gebürtige Wiesbadener bestreitet in Singapur sein 200. Formel-1-Rennen und will endlich wieder die Führung in der WM-Wertung übernehmen. Sein "Selbstvertrauen ist größer denn je", versicherte er. "Der Punkteabstand war mal größer, mal kleiner. Aber ich blicke immer nur von Rennen zu Rennen - das ist die beste Herangehensweise für mich."

Gewinnen konnte Rosberg in Singapur aber noch nicht. Sein bestes Ergebnis erzielte er 2008. Damals fuhr Rosberg als Zweiter zum zweiten Mal in seiner Laufbahn auf's Podium. Seitdem raste er regelmäßig am Podest vorbei. Und dieses letzte Jahr, als sich Rosberg als Vierter ins Ziel rettete, hat durchaus Spuren hinterlassen.

Singapur sei für die Silberpfeile in den vergangenen Jahren wohl "das schwierigste Rennen überhaupt" gewesen, erklärte Rosberg. "Wir können da nicht mit zu viel Selbstvertrauen hingehen, weil wir letztes Jahr meilenweit zurücklagen", betonte er und verwies unter anderem auf den deutlichen Rückstand in der Qualifikation. Dieses Jahr soll es für Rosberg aber ganz anders laufen. Am liebsten will er über die Rückeroberung der WM-Führung jubeln.

dpa

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