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Hamilton holt sich Pole in Montreal vor Rosberg

Motorsport Hamilton holt sich Pole in Montreal vor Rosberg

Lewis Hamilton hat die Pole zum Großen Preis von Kanada erobert. Doch der Abstand des Formel-1-Weltmeisters zu seinem Mercedes-Team-Kollegen Nico Rosberg ist denkbar knapp. Als großer Herausforderer könnte sich Sebastian Vettel im Ferrari erweisen.

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Quelle: Andre Pichette

Montréal. Das Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Nico Rosberg hat in der Qualifikation zum Großen Preis von Kanada den Sieg-Hoffnungen der Herausforderer Ferrari und Red Bull einen Dämpfer verpasst.

Zum vierten Mal in dieser Saison raste Formel-1-Weltmeister Hamilton am Samstag auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montréal auf die Pole Position.

In 1:12,812 Minuten für den 4,361 Kilometer langen Kurs war der Brite Hamilton aber gerade mal 0,062 Sekunden schneller als der WM-Führende Rosberg. "Es ist egal, wie groß der Abstand ist", meinte der viermalige Kanada-Gewinner. "Ich bin sehr zufrieden."

Rosberg hatte kurz vor Ende des Ausscheidungsfahrens versucht, die Bestzeit des Briten noch einmal anzugreifen, musste aber nach einem Fahrfehler das Vorhaben beenden. "Trotzdem zweiter Platz: Für morgen ist alles möglich", sagte der gebürtige Wiesbadener und blickte auf das Rennen am Sonntag (20.00 Uhr/Sky und RTL). "Das Wetter soll durcheinander sein. Da wird es definitiv einige Möglichkeiten geben."

Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff rechnet mit einem Rennen voller Überraschungen. "Wenn es regnet, ist das ganze Qualifying-Ergebnis nicht relevant", sagte er. Dass es angesichts der Startplätze eins und zwei seiner Fahrer erneut zu einem Crash kommt wie beim Großen Preis von Spanien vor einem Monat in Barcelona, glaubt er nicht. "Die beiden haben im Moment Magneten, die sie voneinander wegdrücken", meinte er lächelnd.

Am nächsten an das Mercedes-Duo kam Sebastian Vettel: Der viermalige Champion blieb im Ferrari ebenfalls unter der 1:13-Minuten-Marke. Vor allem dank des neuen Turbos scheint die Scuderia die Lücke zum lange dominierenden Mercedes zumindest verkleinert zu haben.

Dennoch war der Heppenheimer nicht ganz zufrieden und entschuldigte sich via Funk noch aus seinem Auto bei seinem Team wegen der verpassten Pole. "Ich dachte, wir hätten heute ein ernsthaftes Wort mitzureden, was die Pole angeht", sagte er. "Am Ende waren wir nah dran, aber nicht nah genug."

Immerhin habe sich das Auto gut angefühlt: "Ich glaube, die Sachen, die wir gebracht haben, haben alle funktioniert." Zumindest konnte Vettel die zuletzt erstarkten Red Bulls hinter sich lassen: Daniel Ricciardo wurde Vierter, sein Teamkollege Max Verstappen Fünfter.

Die anderen beiden deutschen Fahrer blieben in der Qualifikation im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Nico Hülkenberg kam im Force India auf den neunten Rang. Pascal Wehrlein war im ersten Durchgang mit seinem unterlegenen Manor als 18. ausgeschieden. "Wichtig ist, dass wir vor den beiden Sauber stehen. Gegen die fahren wir im Moment", meinte der DTM-Champion des Vorjahres.

Die Qualifikation gab schon einen Vorgeschmack auf das, was die Fahrer im Grand Prix erwartet. Leichter Regen und Temperaturen um die 15 Grad machten die Aufgabe für sie nicht gerade einfach.

Toro-Rosso-Fahrer Carlos Sainz machte im zweiten Durchgang Bekanntschaft mit der berühmten "Wall of Champions". Der Spanier musste nach einem heftigen Kontakt mit der Mauer vor der Start- und Zielgeraden seinen Wagen abstellen. Auch Vettel touchierte mit seinem Ferrari kurz die berüchtigte Wand ohne große Folgen.

Das Gesamtklassement führt vor dem siebten von 21 Rennen der viermalige Saisonsieger Rosberg (106 Punkte) an. Allerdings kann der 30-Jährige in diesem Jahr erstmals seine Spitzenposition verlieren, nachdem er in Spanien nach dem Unfall mit Hamilton ausgeschieden und in Monte Carlo wegen technischer Probleme nur Siebter geworden war.

Bei einem Abstand von 24 Punkten würde der viermalige Kanada-Gewinner Hamilton bei einem weiteren Sieg und einer gleichzeitigen Nullrunde des Deutschen auf Platz eins vorrücken. Dritter ist Ricciardo (66) vor dem Ferrari-Paar Kimi Räikkönen (61) und Vettel (60).

dpa

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