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Hamilton vor Kanada-Rennen: "Noch nicht alles vorbei"

Motorsport Hamilton vor Kanada-Rennen: "Noch nicht alles vorbei"

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist nach seinem Sieg in Monaco wieder obenauf. In Euphorie fällt er aber nicht. Zuviel ist in dieser Saison bei Mercedes passiert.

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Lewis Hamilton bei seiner Ankunft in Montreal.

Quelle: Valdrin Xhemaj

Montréal. Jet-Surfen und Motocross mit Kumpel Justin Bieber, Fußball schauen mit Brasiliens Superstar Neymar, das NBA-Finale zwischen Cleveland und Golden State besuchen: Lewis Hamilton stürzte sich vor seinem Formel-1-Start in Kanada wieder ins pralle Leben.

"Eine gute Woche", stellte der Weltmeister an seiner mobilen Arbeitsstätte im Motorhome von Mercedes in Montreal fest. Ein Grand-Prix-Erfolg am Sonntag und die Woche wäre perfekt für den Briten.

Seine leise Stimme im Gespräch mit den Medienvertretern mochte nicht so recht passen zum Image als Party-Tier, das er mit bunten Bildern in den sozialen Netzwerken selbst befördert. Der Sieg beim Klassiker in Monaco vor knapp zwei Wochen hat ihm zwar gut getan, in Euphorie verfällt er aber nicht. Dabei ist für ihn der WM-Führende und Teamkollege Nico Rosberg im Gesamtklassement nicht mehr nur in Sicht-, sondern mit 24 Punkten Abstand wieder in Reichweite.

Doch die technischen Probleme bei Mercedes in den vergangenen Monaten haben ihn vorsichtig gemacht. Da kann auch die Bilanz von fünf Erfolgen des Teams (4x Rosberg/1x Hamilton) in den bisherigen sechs Saisonrennen nichts ändern. "Es ist noch nicht alles vorbei", sagte der dreimalige Champion.

Bei den WM-Läufen in Shanghai und in Sotschi war er unter anderem in der Qualifikation von einem defekten Hybridsystem ausgebremst worden. In Monaco brachte sein Kollege Rosberg Bremsen und Reifen nicht auf Betriebstemperatur und wurde nur Siebter.

Dann ist da die wiedererstarkte Konkurrenz, vor allem Red Bull. So holte Daniel Ricciardo in Monte Carlo die Pole Position und verlor den Sieg nur durch einen Patzer seines Teams beim Reifenwechsel. "Wir waren in Monaco nicht auf Pole. Wir haben zwar gewonnen, besser lief es aber nicht", meinte Hamilton. Und auch die Ferrari steht mit dem Vierfach-Champions Sebastian Vettel im Moment in der Wertung schlechter da, als sie tatsächlich sind. Die Konkurrenz hat Updates in Montréal angekündigt. Leichter wird es für Mercedes nicht.

An Hamiltons Selbstvertrauen haben die Rückschläge in der Saison aber nicht rütteln können. Noch im Laufe der Woche hatte er via Team-Mitteilung vollmundig verkündet: "Ich habe gezeigt, dass ich so stark wie noch nie bin, und so wird es für den Rest des Jahres auch bleiben. Auf dieses neue Kapitel freue ich mich."

Daran will er gleich in Kanada schreiben, an einem seiner Lieblingsorte auf der globalen Formel-1-Tournee. Schon viermal gewann er auf dem Circuit Gilles Villeneuve. 2007 holte er als damaliger Königsklassen-Novize im McLaren-Mercedes auch seine erste Pole und seinen ersten Sieg.

Sollte Hamilton in Kanada zum fünften Mal gewinnen, wird ihm diesmal wohl nicht viel Zeit zum Feiern bleiben. Schon am Sonntag kommender Woche macht der PS-Zirkus erstmals in Baku Station - fast 9000 Kilometer entfernt von Montreal. Doch Hamilton wird sicher auch in  Aserbaidschan seinen Spaß suchen und es der Welt via Twitter mitteilen, sobald er ihn gefunden hat.

dpa

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