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Hamilton zerstört Rosbergs Pole-Hattrick mit Rundenrekord

Motorsport Hamilton zerstört Rosbergs Pole-Hattrick mit Rundenrekord

Premiere für Lewis Hamilton, zum Leidwesen von Nico Rosberg. Der britische Titelverteidiger rast in Austin erstmals auf die Pole. Rosberg wird Zweiter. Heißen muss das nicht viel: Hamilton selbst gewann dreimal in Austin, ohne von Rang eins gestartet zu sein.

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Lewis Hamilton sicherte sich die Pole Position für den Großen Preis der USA.

Quelle: Larry W. Smith

Austin. Eine Rekordrunde von Lewis Hamilton hat Nico Rosbergs Hoffnung auf den Pole-Hattrick beim US-Spektakel der Formel 1 in Amerika brutal zerstört. Der WM-Spitzenreiter musste sich in der Qualifikation zum Großen Preis der USA mit Rang zwei begnügen.

Erstmals sicherte sich sein Mercedes-Teamkollege Hamilton auf dem Kurs in Austin den besten Startplatz. Als erster Pilot blieb der Titelverteidiger und dreimalige Formel-1-Weltmeister in 1:34,999 unter 1:35 Minuten. Rosberg benötigte 1:35,215 Minuten.

"Es hat nicht ganz sein sollen, leider", konstatierte Rosberg. "Wir haben dieses Jahr aber gesehen, dass die Qualifikation nicht alles entscheidend ist. Man kann auch vom zweiten Platz aus gewinnen und das ist auch mein Anspruch." In den vergangenen beiden Jahren konnte er selbst die Pole in Austin nicht in einen Sieg ummünzen. Hamilton gewann dagegen schon dreimal auf dem Kurs, ohne jemals dort auf dem ersten Startplatz gestanden zu haben.

Die Freude über die Premiere war beim Briten, der seit dem Deutschland-Rennen vor der Sommerpause auf seinen 50. Grand-Prix-Sieg wartet, dennoch groß. "Wahnsinn, meine erste Pole hier. Das habe ich viele Jahre versucht. Ich bin sehr happy", meinte Hamilton. In dieser Saison ist es seine neunte Pole, die 58. seiner Karriere.

In der zweiten Reihe stehen an diesem Sonntag (21.00 Uhr) die Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo und Max Verstappen. Dahinter bildet das Ferrari-Duo Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel die nächste Reihe. "Es wird schwer, wir sind hinten dran dieses Wochenende", räumte der Heppenheimer Vierfach-Champion: "Wir scheinen nicht ganz so in Gang zu kommen, sind im Hintertreffen." Nico Hülkenberg schaffte es im Force India auf Platz sieben.

Die Tribünen und Rasenflächen auf dem Circuit of the Americas hatten sich gefüllt, in den Boxen der Teams tummelten sich bereits Superstars wie Gerard Butler, Christoph Waltz, Lindsey Vonn und Venus Williams. Nach einem verhaltenen letzten Warmfahren für die K.o.-Ausscheidung legten auch die beiden Mercedes-Rivalen los. Als erster startete Hamilton auf seine schnelle Runde im ersten Zeitabschnitt.

5,513 Kilometer, möglichst ohne Fehler. Hamilton stellte zunächst die Bestzeit auf. Der Brite, der 2012, 2014 und 2015 das Rennen in Austin gewann, war gut eine Zehntelsekunde schneller als Rosberg. Der gebürtige Wiesbadener, der noch nie in den USA ein Formel-1-Rennen gewinnen konnte, absolvierte seinen Versuch in den ersten 18 Minuten der dreiteiligen Qualifikation unmittelbar nach Hamilton.

Damit ließen beide es bewenden, hinter ihnen folgten Verstappen, der im Training zuvor Bestzeit gefahren war und Ricciardo. Vettel reihte sich auf Platz sieben ein und zog wie Hülkenberg, der noch zwei Ränge davor lag, ungefährdet in die nächste Runde ein. Für Pascal Wehrlein kam dagegen bereits das Ende. Der 22-Jährige schlug im wichtigen Teamduell zwar seinen gleichaltrigen französischen Widersacher Esteban Ocon (22.). Er kam als 19. aber ebenfalls nicht in die nächste Runde, in denen den übrig gebliebenen 16 Fahrern 15 Minuten blieben.

Und wieder zögerten Rosberg und Hamilton nicht lange, diesmal versuchte es aber der Deutsche als erster, ein paar hundert Meter hinter ihm folgte der Brite. Wieder lag zwischen ihnen nur rund eine Zehntelsekunde, nur dass jetzt Rosberg der schnellere war - ehe Ricciardo die Rosberg-Zeit im Mittelteil der Quali noch unterbot. Erneut problemlos meisterte auch Hülkenberg die nächste K.o.-Phase.

Unter perfekten Bedingungen - strahlend blauer Himmel, 23 Grad Celsius - fuhren zehn Fahrer die Top Ten aus. Und wie im zweiten Durchgang legte Rosberg mit dem Selbstbewusstsein eines WM-Spitzenreiters vor. Nur, dass Hamilton die Zeit um 72 Tausendstelsekunden unterbot. Im alles entscheidenden letzten Versuch unterbot Rosberg zunächst die Hamilton-Zeit. Das Schlusswort aber hatte der Brite.

dpa

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