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Heißes Derby: Potsdam empfängt Oranienburg

Handball Heißes Derby: Potsdam empfängt Oranienburg

In der 3. Handball-Liga steht am Sonntag wieder ein Brandenburgderby an: Der VfL Potsdam empfängt den Oranienburger HC. Alexander Urban spielte einst für beide Vereine und analysiert nun exklusiv in der MAZ das Derby.

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Robin Manderscheid (l.) ist der Kopf des Oranienburger Teams.

Quelle: Foto: Torsten Weigel

Potsdam. Die Vorfreude auf das Duell seiner ehemaligen Teams ist Alexander Urban anzumerken. „Ich freue mich sehr auf die Partie, die Gespräche danach und ein Bier mit alten Weggefährten“, blickt Urban auf Sonntag (16 Uhr, MBS-Arena). Dann empfängt in der dritten Handball-Liga der VfL Potsdam den Oranienburger HC zum Brandenburg-Derby. Urban, der das Handball-Abc in Cottbus lernte und danach für Eisenach und Aue in der ersten und zweiten Liga auf der Platte stand, spielte für beide Vereine. Bis 2013 für den VfL, dann zwei Jahre für die Oranienburger.

Urban erwartet eine enge Kiste

Er erwartet beim Duell des Tabellendritten aus Potsdam und den Oberhavel-Gästen (Platz acht) eine „enge Kiste“ und gibt sich fast neutral. „Ich wünsche mir ein spannendes Spiel. Wenn ich ehrlich bin, gönne ich es dem OHC aber ein bisschen mehr“, erklärt der 37-Jährige, der noch für den Brandenburgligisten Teltow-Ruhlsdorf spielt. Vor der Saison habe er das Oranienburger Team (bei ausbleibendem Verletzungspech) stärker als den VfL eingeschätzt. „Sie haben ein starkes Torwartduo und eine sehr gute Abwehr.“ Robin Manderscheid sei der Kopf der Truppe, der „offensiv die Fäden zieht und den Laden in der Defensive zusammenhält“.

Alexander Urban

Alexander Urban

Quelle: Verein

Für den Gastgeber aus Potsdam spreche laut Urban der spielstarke Rückraum. „Da haben sie mit Yannik Münchberger und Matti Spengler zwei kleine Spielmäuse. Dazu kommt der erfahrene Daniel Deutsch und die starken Außen. Da muss der OHC sehr diszipliniert agieren und darf nicht in Konter laufen“, sagt Urban. „Sofern beide Mannschaften das abrufen, was sie können, erwarte ich eine Partie mit wenigen Toren und knappem Ausgang.“

OHC-Coach lobt die Potsdamer

OHC-Coach Christian Pahl, der mit seinem Team im bisherigen Saisonverlauf auswärts nur Niederlagen kassierte und wohl auf Torwart Simon Herold (Innenbandriss im Fuß) verzichten muss, erwartet einen starken Gegner. „Die Potsdamer spielen bislang eine sehr starke Saison. In der Form hatte ich nicht damit gerechnet. Sie treten sehr souverän auf“, sagt er. Der VfL würde eine sehr gute 6:0-Abwehr stellen und habe sich im Umschaltverhalten enorm verbessert. „Eine tolle Entwicklung“, erkennt der Coach – einst selbst Torwart und Kapitän des VfL Potsdam – neidlos an. „Das zeugt von einer guten Arbeit.“ Seine Mannschaft könne das Potsdamer Spiel nur unterbinden, wenn sie eine hohe Wurfeffektivität an den Tag lege. „Somit könnten wir Potsdam in den Positionsangriff zwingen. Wir müssen Möglichkeiten kreieren, dann kommt auch das Wurfglück zurück.“ Wohlwissend, dass Potsdam der nächste Hochkaräter ist, „wollen wir gucken, was geht. Wir sind zumindest nicht der Favorit“.

Deffke will den positiven Lauf fortsetzen

VfL-Coach Jens Deffke, der vor seinem Wechsel zum VfL im Sommer 2013 in Oranienburg in der Verantwortung stand, will mit seinem Team den positiven Lauf von zuletzt vier Siegen in Folge fortsetzen. „Wir bereiten uns genauso akribisch wie auf jede andere Begegnung vor und legen den Fokus auf unser Spiel“, so Deffke, der weiter auf Caspar Jaques (Rückenprobleme) verzichten muss und das Derby trotz seiner Oranienburger Vergangenheit „total entspannt“ angeht.

Von Mirko Jablonowski

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