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Hennigsdorfer Judo-Verein setzt auf soziale Werte

MAZ-Serie: Mein Verein Hennigsdorfer Judo-Verein setzt auf soziale Werte

In der MAZ-Serie „Mein Verein“ stellen wir diesmal den Hennigsdorfer Judo-Verein vor. Der Verein zählt 164 Mitglieder und setzt auf eine familiäre Struktur.

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Hennigsdorfer Judo-Verein, Mein Verein

Quelle: Foto: Luisa Müller

Hennigsdorf. Am Stadtrand von Hennigsdorf nordwestlich von Berlin im Landkreis Oberhavel in Brandenburg ist der Hennigsdorfer Judo-Verein beheimatet. In einer Baracke haben die Judoka ihr Vereinsheim in mühseliger Eigenarbeit in den letzten Jahrzehnten erbaut, erweitert und verschönert. Die alten Pappwände wurden ummauert, der Fußboden erneuert, das Dach saniert, die Fenster ausgetauscht, die Mattenfläche vergrößert, mehrere Anbauten errichtet und zuletzt kam eine schicke Terrasse dazu. „Die Stadt hat uns stets bei unseren Vorhaben unterstützt“, sagt Vereinspräsident Jörg Schnelle. „Jetzt haben wir ein gutes Funktionsgebäude mit Umkleidekabinen, Sauna, einem Kraftraum und einem großen Dojo.“

Vereinsarbeit und Trainerjob

Im Jahr 2008 wurde der „alte Vorstand“ um Präsident Hagen Heidrich von Andreas Schnelle, Andreas Otto und Anke Heidrich abgelöst. „Es musste frischer Wind rein“, sagt der Präsident. 16 Jahre war der vorherige Vorstand tätig. Das könnte auch auf das neue Vorstandstrio zukommen. „Wir haben viele Kinder im Verein, aber die jungen Erwachsenen fehlen uns“, gibt Andreas Otto zu. Deswegen übt er neben der Vorstandsarbeit auch noch den Trainerjob im Verein aus. Gemeinsam mit Andreas Buls bildet der 51-Jährige das Trainergespann, steht vier Mal in der Woche auf der Matte und betreut die Kinder bei Wettkämpfen am Wochenende. Sein Kollege Andreas Buls, der viele Jahre aktiver Judoka beim UJKC in Potsdam war, wollte vor einigen Jahren eigentlich nur seinen Sohn zum Training bringen. „Dann hat mich Andreas angesprochen, dass er noch Hilfe benötige und so bin ich gleich mit da geblieben. Es hat von Anfang an zwischen uns gepasst. Wir ergänzen uns super“, sagt Andreas Buls.

Buls und Otto liegen auf einer Wellenlänge

Während der 42-Jährige aufgrund seiner aktiven Leistungssportzeit eher auf die Wettkampfvorbereitung im Training Wert legt, ist Andreas Otto bei den Prüfungsregularien immer auf dem neuesten Stand und bereitet die Kinder und Jugendlichen in den Einheiten intensiv darauf vor. In diesem Jahr wurden die beiden im Kreis Oberhavel als Trainer des Jahres ausgezeichnet. „Das war eine tolle Würdigung unserer Arbeit“, sagt Andreas Otto, der seit 1979 beim Hennigsdorfer Judo-Verein aktiv ist. „Wir versuchen den Kindern schließlich nicht nur die Judotechniken beizubringen, sondern auch Werte zu vermitteln, wie Höflichkeit, Respekt, Wertschätzung, Hilfsbereitschaft und Mut.“

Neben der Nachwuchsarbeit gibt es ein erfolgreiches Damentrio beim Hennigsdorfer Judo-Verein. Anke Heidrich, Katja Jank und Doreen Bobrowski vertreten den Verein erfolgreich auf nationalen und internationalen Wettkämpfen. „Die familiäre Atmosphäre macht unseren Verein aus. Wir versuchen individuell auf die Kinder einzugehen und pflegen zu den Eltern ein gutes Verhältnis.“, sagt Andreas Buls.

Auch Hapkido, Gymnastik und Tai-Chi bietet der Verein am Hennigsdorfer Stadtrand an.

Von Luisa Müller

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