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Herold bekommt Besuch aus der Vergangenheit

Handball Herold bekommt Besuch aus der Vergangenheit

Am kommenden Sonntag (16 Uhr) bekommt Handball-Drittligist Oranienburger HC hohen Besuch: MT Melsungen, in der vergangenen Saison Vierter in der Bundesliga, kommt zum Testspiel in die MBS-Arena. Für OHC-Keeper Simon Herold ein besonderes Spiel, schließlich lief er zwei Jahre für Melsungen auf. Aus dem aktuellen MT-Team kennt er noch zwei Spieler.

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Simon Herold steht seit 2012 im Tor des Handball-Drittligisten Oranienburger HC.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Der Kartenvorverkauf brummt, die Spieler freuen sich, die Fans auch: Handball-Bundesligist MT Melsungen sorgt in der Oranienburger Region für eine gewisse Euphorie. Am Sonntag, 24. Juli (16 Uhr), gastiert der Europapokalteilnehmer der neuen Saison in der Oranienburger MBS-Arena. Für einen im Oranienburger Team ist es ein ganz besonderes Spiel: Torwart Simon Herold. Der 29-Jährige lief einst selbst für den Bundesligisten auf.

Von 2008 bis 2010 spielte Herold für Melsungen

Was waren seine ersten Gedanken, als er von dem Vorbereitungsspiel gegen die mit Assen bestückte Mannschaft hörte? „Dass ich dort eine wahnsinnig intensive Zeit hatte. Ich habe dort viel in der 1. Bundesliga spielen können und trug mit zum damaligen Erfolg bei“, sagt er. Von 2008 bis 2010 spielte er bei den Nordhessen, die damals Elfter und Zwölfter im deutschen Oberhaus wurden. Es hat ihm sehr viel Spaß gemacht. „Und ich wäre gern länger dageblieben.“ Als es einen Trainerwechsel gab, brachte der einen neuen Keeper mit – den kroatischen Weltmeister und Olympiateilnehmer Mario Kelentric. „Mir wurde gesagt, dass er spielen würde. Ich habe mir die Sache angesehen und gemerkt, dass es tatsächlich so ist. Dann ging ich.“ So wechselte Simon Herold zum HC Empor Rostock in die 2. Bundesliga. Melsungen adé.

DHB-Pokal gegen Füchse

Ein weiteres Duell mit einem Bundesligisten erwartet den OHC in der ersten Runde des DHB-Pokals, die im Final-Four-Modus gespielt wird.

Am 27. August (19 Uhr) trifft der OHC im zweiten Halbfinal-Spiel der Gruppe dabei auf die Füchse Berlin.

Das erste Halbfinale (16.30 Uhr) bestreiten Zweitligist Wilhelmshavener HV und Oranienburgs Drittligakonkurrent 1. VfL Potsdam.

Das Finale um den Einzug in die nächste DHB-Pokalrunde findet am Tag darauf statt.

Turnierausrichter ist der Wilhelmshavener HV.

Von der damaligen Truppe aus Melsungen sind noch zwei Spieler übriggeblieben: Kreisspieler Felix Danner und Nenad Vuckovic. „Auch wenn es schon lange her ist, der Kontakt besteht noch“, sagt Simon Herold. Er denkt dabei zum Beispiel an die Tage, an denen Melsungen bei den Füchsen Berlin spielt. „Da redet man schon miteinander über das, was in der Zeit danach passierte oder wie es den Familien geht.“ Zu solchen Begegnungen kommt dann auch Torben Ehlers mit, Herolds bester Kumpel. Mit ihm spielte er auch in Melsungen und in Rostock, bevor sich ihre sportlichen Wege trennten.

Melsungen kommt mit Europameister Sellin

Der Oranienburger Keeper – er streift sich seit 2012 das OHC-Trikot über – wünscht sich, „dass es ein ansehnliches Spiel wird“. Zwar habe seine Mannschaft nach dem Trainingsstart vor drei Wochen „sehr viel Kraft gemacht“, trotzdem sollte es insbesondere für die Zuschauer ein außergewöhnlicher Auftritt werden. Schließlich spielen in Melsungen Leute wie Europameister Johannes Sellin, den viele noch aus seinen Zeiten bei den Füchsen Berlin, andere noch aus Usedom kennen. „Trotz des Athletiktrainings handhabt unser Trainer das ganz gut, sodass ich glaube, dass wir gewappnet sind für das Spiel.“ Vorbereiten könne man sich auf einen solchen Gegner dieser Klasse aber generell nicht.

Allerdings hat der Vierte der abgelaufenen Bundesligasaison erst am Mittwoch das erste Mal nach der Sommerpause getroffen. Zwei Tage Fotoshooting sind eingeplant. Am Freitag wird die Mannschaft offiziell vorgestellt, am Sonnabend heißt der Pflichttermin Sommerfest. Wenn der Bundesligist am Sonntag in Oranienburg ankommt, dürften die Spieler noch keinen Ball in der Hand gehabt haben. Womöglich kommt das den Oranienburgern – sie spielen übrigens in roter Kleidung – ein wenig entgegen, schließlich wollen sie diese Chance dazu nutzen, die neuen Spieler zu integrieren.

Sonderpreise an der Tageskasse

Wenn es nach Simon Herold geht, soll es insbesondere ein Fest für die Zuschauer werden. Die haben nach dem Abpfiff noch die Chance, Autogramme von den Spielern zu ergattern. OHC-Präsident Thomas Stahlberg verspricht: „Wer das Spiel besuchen will, wird an der Tageskasse noch Karten erhalten.“ Die gibt es wegen des 800. Geburtstages der Stadt Oranienburg für 800 Cent (ermäßigt: fünf Euro).

Von Stefan Blumberg

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