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Hitzeschlacht bei der Preußenmeile

24. Potsdamer City-Lauf Hitzeschlacht bei der Preußenmeile

So heiß war es noch nie bei der Preußenmeile. Trotzdem ließ sich die Läuferschar nicht abhalten. 1994 Teilnehmer wurden von den Schülerläufen bis zu den Erwachsenen über die Preußenmeile (MBS-Cup) gezählt.

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Start zur Preußenmeile.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Trotz hochsommerlicher Temperaturen von über 35 Grad haben Freitagabend so viele Läufer wie noch nie an der 24. Auflage des Internationalen Sparkassenlaufs teilgenommen. Allein bei den Schülern gab es 1600 Meldungen.

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Trotz hochsommerlicher Temperaturen beteiligten sich knapp 2000 Läufer an der 24. Auflage des Internationalen Sparkassenlaufs Preußische Meile. Mit viel Wasser trotzten die Teilnehmer der Hitze.

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Flüchtling aus Eritrea gewinnt

Den Hauptlauf mit 394 Startern über die Preußische Meile (7532,48 Meter) gewann Netserab Kesete vom veranstaltenden Potsdamer Laufclub (PLC). Der 30-Jährige aus Eritrea war vor zwei Jahren als Flüchtling über das Mittelmeer nach Deutschland gekommen. Beim PLC fand er mehr als eine sportliche Heimat. „Diesen Stadtlauf zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel“, sagte Kesete, dem die Hitze nichts ausmachte. Von Anbeginn bestimmte er das Tempo. „Nachdem ich im Vorjahr Vierter geworden war, hatte ich mir diesmal mehr vorgenommen. Ich fühle mich sehr wohl in Potsdam“, gestand er und jubelte in einer großen Menschentraube inmitten weiterer Flüchtlinge.

Kesete siegte in 26:12 Minuten vor Rene Latzke (LG Oberhavel) und Jost Neigenfind (Targenomix). Schnellste Frau war Carolin Mattern vom OSC Berlin. In 26:55 Minuten ließ sie nur vier Männern den Vortritt. „Ich bin gut in Form, letzten Sonntag in Kassel Neunte bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften über 5000 Meter geworden“, erzählte die 32-jährige Sachbearbeiterin, die vor zwei Jahren schon einmal die Preußenmeile gewonnen hatte. Sie verwies Jasmin Beer und Diana Lehmann (beide Potsdam) auf die Plätze.

Viel Wasser zwischendurch

Mit viel Wasser aus dem Becher und von den bereitgestellten Sprengern trotzten die Läufer der Hitze. „Ich bin wegen der Wärme langsamer als sonst angegangen“, sagte Bernd Butgereit (70) von Lok Potsdam. „Das kühle Wasser überm Kopf hat geholfen.“ Auch Benjamin Rakow (35) von der Laufgruppe der Uni Potsdam kämpfte tapfer. „Das ist ein Traditionslauf, da kann ich nicht kneifen“, meinte er. Während sich Louisa Kliche vom Einstein-Gymnasium, Dritte bei den 7./8. Klassen, hinterher mit einem Eis abkühlen wollte, meinte Fritz Stubenrauch (Waldorfschule), Sieger bei den 5./6. Klassen: „Ich bin schnell gelaufen wie immer.“ Und der Zweitplatzierte Felix Neumeyer von der Otto-Nagel-Grundschule in Bergholz-Rehbrücke sagte: „Vor dem Start war mir noch ein bisschen komisch. Aber dann beim Laufen war alles gut.“ Umso schneller griff er im Ziel nach der Wasserflasche. Auch Mathilda Mai aus Luckenwalde, Siegerin bei den Schülerinnen der 7./8.Klasse hatte keine Probleme: „Klar, war es anstrengend. Aber wenn man gewinnen will, ist das so.“

I nfo: weitere Ergebnisse unter www.preussische-meile.de

Von Peter Stein

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