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IAAF-Präsident Coe beendet Beratertätigkeit für Nike

Leichtathletik IAAF-Präsident Coe beendet Beratertätigkeit für Nike

Sebastian Coe gibt auf - zumindest seine Beratertätigkeit für den Sportartikel-Giganten Nike. Der IAAF-Chef zog damit die Konsequenzen aus seiner umstrittenen Doppelrolle: Denn der Standort Eugene, wo 2021 die Leichtathletik-WM stattfindet, ist eng verbunden mit Nike.

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IAAF-Präsident Sebastian Coe beendet seine langjährige Tätigkeit als Berater von Nike.

Quelle: Olivier Anrigo

Monte Carlo. IAAF-Chef Sebastian Coe wird seine langjährige Tätigkeit als Berater des Sportartikel-Herstellers Nike beenden, teilte der Brite am 26. November nach einer Councilsitzung des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF in Monte Carlo mit.

Der neue IAAF-Präsident war wegen seines langjährigen Nike-Vertrages immer mehr in die Kritik geraten. "Ich bin von meiner Botschafter-Funktion mit Nike zurückgetreten", erklärte der 59-Jährige auf einer Pressekonferenz. "Der gegenwärtige Geräuschpegel wegen dieser Rolle ist nicht gut für die IAAF und nicht gut für Nike."

Auslöser für Coes Entscheidung dürfte die umstrittene Vergabe der WM 2021 an die US-Stadt Eugene sein. Die Weltmeisterschaften waren im April dieses Jahres vom Weltverband - ohne vorheriges Bewerbungsverfahren - Eugene zugesprochen worden.

Einen Tag vor der Sitzung des Councils hatte der Präsident des schwedischen Verbandes, Björn Eriksson, eine Untersuchung der umstrittenen WM-Vergabe gefordert. "Das stinkt und muss untersucht werden", sagte Eriksson.

Treibende Kraft für die Eugene-Entscheidung war der damals noch amtierende IAAF-Präsident Lamine Diack. Nach Meinung von Eriksson gibt es in diesem Fall aber auch "sehr gute Fragen an Sebastian Coe". Denn der damalige Stellvertreter von Diack arbeitete seit Jahren als Berater für den Sportartikel-Giganten Nike, der wiederum sehr eng mit dem Standort Eugene verbunden ist. "Ich habe für niemanden Lobby-Arbeit betrieben", versicherte Coe in der BBC.

Zuvor hatte die Gesamtrussische Leichtathletik-Föderation (ARAF) die vorläufige Suspendierung wegen des Doping-Skandals durch den Weltverband IAAF akzeptiert. Wie die IAAF mitteilte, ist damit der Verzicht auf das Recht einer Anhörung verbunden. Die ARAF erkennt zudem an, dass über volle Wiederherstellung der IAAF-Mitgliedschaft entschieden wird, wenn der russische Verband nachweisliche Reformen eingeführt hat. Falls Russland keine Konsequenzen aus den Doping-Verfehlungen zieht, droht der Ausschluss von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

Eine unabhängige Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte nach Ermittlungen einen Report vorgelegt, in dem ein Doping- und Korruptionssystem in der russischen Leichtathletik angeprangert wurde. Die WADA hatte daraufhin die Anti-Doping-Agentur RUSADA suspendiert und dem Kontrolllabor in Moskau die Akkreditierung entzogen.

dpa

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