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Im Endspurt zum Europameister-Titel

Cross-Triathlon Im Endspurt zum Europameister-Titel

Raphael Schröder aus Kleinmachnow ist eigentlich ein Spezialist im Radcross. Im Sommertraining hat er sich aber seiner alten Liebe Triathlon verschrieben. Im Cross-Triathlon wurde der 17-Jährige nun Europameister.

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Raphael Schröder bei der EM auf dem Mountainbike.

Quelle: Foto: Privat

Kleinmachnow. Auf und Ab ging es für Raphael Schröder bei den Europameisterschaften im Cross-Triathlon. Doch nicht nur der Parcours durchs Gelände in Schluchsee im Hochschwarzwald forderte ihm alles ab, er hatte unterwegs so einige Tücken zu meistern.

Der Reihe nach: Nach den 750 Metern Schwimmen lag er mit rund 30 Sekunden Rückstand auf Platz fünf. Weil er aber in der Wechselzone ruckzuck aufs Mountainbike stieg, ging er mit der Spitze auf die 15 Kilometer lange Radstrecke. In seiner Spezialdisziplin ließ er die Gegner schnell hinter sich und fuhr einen großen Vorsprung heraus. Allerdings verpasste er dann die Einfahrt in die Wechselzone. Ehe der Kleinmachnower den Irrtum bemerkte und umkehrte, waren zwei Verfolger schon wieder dran. „Da habe ich zwei Minuten Vorsprung eingebüßt“, erzählt der 17-Jährige. „So musste die Entscheidung im 5 km Lauf fallen, was ich eigentlich vermeiden wollte. Denn aufgrund einer Schienbeinreizung konnte ich das Laufen vorher nicht so gut trainieren. Aber im Endspurt bin ich noch an die Spitze gesprintet und habe gewonnen.“

Der EM-Titel bei den Junioren war der Lohn. Das macht Appetit auf mehr. Deshalb will Schröder nun unbedingt an den Weltmeisterschaften im Cross-Triathlon Ende September auf Sardinien in Italien teilnehmen.

Damit kehrt er wieder zu seinen Wurzeln zurück, denn wie Vater Andreas begann er seine Sport-Karriere im Triathlon, startete in dieser Saison für den Zweitligisten TuS Neukölln. Seine größten Erfolge feierte Schröder aber zuletzt beim Radcross, wo er im Winter deutscher Vizemeister wurde und an den Weltmeisterschaften teilnahm. „Im Vorjahr bin ich im Sommer mit dem Rennrad viele Straßenrennen gefahren. Triathlon finde ich abwechslungsreicher.“

Ob er allerdings im Herbst und Winter erneut eine volle Radcross-Saison bestreitet sei noch ungewiss. „Ich werde sicher für mein neues Team Focus CX einige Wettbewerbe im Deutschland-Cup bestreiten, aber wegen des Abiturs konzentriere ich mich auf die Schule.“ Denn in 12. Klasse steht am Kleinmachnower Weinberg-Gymnasium sozusagen gleichfalls der Endspurt an.

Neben dem Triathlon hat Schröder den Sommer über mit zwei Kumpels auch eine Tour auf dem Fernradweg Berlin – Kopenhagen unternommen. Übernachtet wurde im Zelt, nach sechs Tagen erreichte das Trio die dänische Hauptstadt. Zurück ging es mit dem Zug. „Nur wenn es geregnet hat und alle Klamotten nass waren, ging die Stimmung in den Keller, ansonsten hat es Spaß gemacht“, resümiert Schröder.

Von Peter Stein

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