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Im Umbruch: Schalke und Wolfsburg arbeiten am Kader

Fußball Im Umbruch: Schalke und Wolfsburg arbeiten am Kader

Am 26. August startet die Bundesliga, bereits eine Woche zuvor müssen die Teams im DFB-Pokal ran. Was den Stand der Kaderplanung angeht, sind manche Clubs deutlich weiter als andere.

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Dieter Hecking ist nicht zu beneiden. Zwei Wochen vor Ligastart ist der Wolfburger Kader immer noch nicht komplett.

Quelle: Hermann Hay

Berlin. Es wird Zeit für den Feinschliff in der Fußball-Bundesliga. Beim FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg möchte man jedoch fragen: Mit welchem Kader eigentlich?

Gut zwei Wochen vor dem Saisonstart in der Bundesliga ist vor allem bei diesen beiden Clubs der personelle Umbruch noch immer im vollen Gange. Andere Konkurrenten um einen Platz im Europapokal sind längst weiter. In München, Leverkusen, Dortmund oder Mönchengladbach können die Trainer längst an taktischen Details arbeiten.

In Gelsenkirchen fehlen auf Schlüsselpositionen noch wichtige Spieler. Der neue Sportvorstand Christian Heidel und der neue Trainer Markus Weinzierl haben nicht erst seit dem Abgang von Youngster Leroy Sané zu Manchester City viel zu tun. Die "Knappen" haben unter anderem schon das Schweizer Top-Talent Breel Embolo sowie die erfahrenen Naldo und Coke verpflichtet. Der Spanier zog sich jedoch wenige Tage nach seinem Wechsel eine schwere Kreuzbandverletzung zu und droht lange auszufallen. Komplett ist der Schalker Kader bei Weitem noch nicht.

Heidel will noch einen Offensivspieler als Ersatz für Sané holen und sucht auch für das Mittelfeld Verstärkung: "Wir glauben, dass wir im zentralen Bereich noch was machen müssen. Dazu fehlt uns noch ein zweikampfstarker Spieler, der viele Qualitäten ausstrahlt", sagte er. "Dass der Umbruch ein paar Tage länger dauert, ist klar, weil wir uns erstmal ein Bild von der Mannschaft machen mussten."

Der Schalker Erzrivale Borussia Dortmund musste ebenfalls einen großen Umbruch bewältigen. Schließlich verließen mit Kapitän Mats Hummels, Henrich Mchitarjan und Ilkay Gündogan drei absolute Leistungsträger den Verein. "Wir hatten ursprünglich gehofft, den ein oder anderen Spieler, der uns dann doch verlassen hat, halten zu können", sagte BVB-Manager Michael Zorc.

Der Umbruch sei "in dieser Größenordnung" nicht geplant gewesen. Dortmund hat dennoch seine üppigen Transfereinnahmen früh in neue Spieler investiert und plant keine weiteren Zukäufe. Allerdings könnten noch Spieler den Club verlassen. Ein Kandidat für einen Wechsel ist Moritz Leitner.

Wie der BVB verlor auch Wolfsburg wichtige Spieler. André Schürrle, Max Kruse und Naldo verließen den VfL. Zudem verletzte sich Vieirinha am Sprunggelenk und fällt wohl länger aus. Der öffentlich von Julian Draxler verkündete Wechselwunsch sorgte zusätzlich für Aufregung - Manager Klaus Allofs und Coach Dieter Hecking hatten sich die Saisonvorbereitung sicher anders vorgestellt.

Draxler soll zwar bleiben, trotzdem suchen die Wölfe noch einen Offensivspieler. Ein Kandidat ist Simone Zaza von Juventus Turin. Wolfsburg soll bereit sein, bis zu 25 Millionen Euro für den italienischen EM-Teilnehmer zu zahlen, obwohl Zaza mit seinem verunglückten Elfer bei der Europameisterschaft eher unrühmlich auffiel.

Auch in der Defensive wollen Allofs und Hecking noch tätig werden. Der VfL bemüht sich um Innenverteidiger Salif Sané von Hannover 96. Hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass auch Luiz Gustavo und Dante die Wolfsburger noch verlassen werden.

Borussia Mönchengladbach will keinen Spieler mehr ziehen lassen. Laut Manager Max Eberl ist die Mannschaft komplett. Und das ist gut für Trainer André Schubert. Denn die Borussia hat bereits in der kommenden Woche in den Champions-League-Playoffs gegen Young Boys Bern ihr erstes Pflichtspiel.

Bei Bayern München sieht Trainer Carlo Ancelotti ebenfalls keine Notwendigkeit für weitere Transfers. "Unsere Mannschaft ist sehr gut, alle Positionen sind besetzt, wir brauchen keine Spieler für diese Saison", hatte er bereits im Juli erklärt.

dpa

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