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In Klein Kreutz hat Fußball Tradition

MAZ-Aktion: Mein Verein In Klein Kreutz hat Fußball Tradition

In der Serie „Mein Verein“ stellt die MAZ diesmal die SG Grün-Weiß Klein Kreutz vor. In dem vor 60 Jahren gegründeten Verein steht der Fußball im Mittelpunkt. Doch auch die Frauensportgruppe und die Reiter fühlen sich hier wohl.

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Bis 2015 spielten die Klein Kreutzer als eigenständige Mannschaft.

Quelle: fotos: Marcus alert, verein

Klein Kreutz, Klein Kreutz, Klein Kreutz, Klein Kreutz, Klein Kreutz. Im April 1955 wurde in Klein Kreutz, ein Örtchen in der Nähe der Stadt Brandenburg, der Sportverein BSG Traktor Klein Kreutz gegründet. „Es gab zu dieser Zeit schon einige Kinder, die von einem älteren Mann Schachunterricht bekamen und etliche Jungs, die vor der Kirche gebolzt haben. Irgendwann dachte man sich dann, wir könnten auch einen Verein gründen“, erzählt Thomas Koppe.

Der heutige Vereinsvorsitzende war damals noch nicht dabei, hat sich die Vereinsgeschichte jedoch vom ortsansässigen Chronisten berichten lassen. „Angefangen hat es mit Schach, Fußball und Tischtennis. Ein Jahr später kam Federball dazu.“ Doch schon immer waren die Fußballer in der Mehrheit. Der erste Sportplatz befand sich etwas außerhalb des Ortes, am Campingplatz. 30 Jahre lang hatte Traktor Klein Kreutz dort seinen Vereinsmittelpunkt. In den 80er-Jahren der Umzug: „In 3 000 Stunden Eigenleistung haben die damaligen Vereinsmitglieder das neue Vereinsgelände gestaltet“, sagt Koppe voller Anerkennung. „Es ist wirklich bewundernswert, wie viel sie damals für den Verein geleistet haben.“

Zur feierlichen Einweihung des neuen Sportplatzes am Ortseingang an der Havel war im August 1986 der 1. FFC Turbine Potsdam zu einem Testspiel zu Gast. Auch ein Vereinsheim hatten die Grün-Weißen fortan. „Zuvor musste man bei Familie Stahl, im Graben oder in der Gaststätte Rettig zum Duschen gehen“, so Koppe.

Neues Vereinsgelände sorgt für Aufschwung

Mit dem neuen Vereinsgelände ging es auch sportlich bergauf: 1988 wurden die A-Junioren Kreismeister, es folgte 1992 der Kreispokalsieg der Männer und 1997 die Kreismeisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Landesklasse West. Doch lange hatte es der Verein vernachlässigt, sich um Nachwuchs zu kümmern. „Die damalige A-Jugend entstand aus den Jungs aus dem Ort“, erzählt Koppe. „Aber eine gezielte Nachwuchsarbeit gab es nicht.“ Viele Jahre hatte die SG Grün-Weiß Klein Kreutz ausschließlich von den Männermannschaften gelebt.

Tolles Miteinander der Mitglieder

Erst 2006 begannen die Verantwortlichen damit, sich um Kindermannschaften zu bemühen. „Wir sind durch den Ort und die Nachbarorte gefahren und haben die Kinder eingesammelt“, berichtet Koppe. Mit den F-Junioren war der Anfang gemacht und es gab eine „tolle Entwicklung“, so der 49-Jährige. Mittlerweile kicken 120 Kinder und Jugendliche in Klein Kreutz. „Auch aus der Stadt Brandenburg kommen Kinder zu uns, weil wir eine schöne Platzanlage haben“, sagt der Vorsitzende.

Im Männerbereich hat sich die SG zur laufenden Saison mit Borussia Brandenburg zusammen getan und bildet nun eine Spielgemeinschaft. Aktuell belegen die Männer in der Kreisliga A den zweiten Rang. Eine Fusion beider Vereine ist im Gespräch. „Mein Gefühl sagt mir, dass es keine Fusion geben wird“, sagt Koppe. „Unser Verein hat eine lange Tradition. Es gibt viele Familien im Ort, die fest mit dem Verein verbunden sind und an ihm hängen. Es gibt jedoch auch Argumente für die Fusion. Wir werden es sehen.“

Neben dem Fußball hat die SG auch eine Reitabteilung. „Das ist eine eigenständige Sparte, die autark arbeitet. Wir bieten keine Reitstunden an, sondern bieten den Mitgliedern eine Möglichkeit mit ihrer Vereinszugehörigkeit auch an Turnieren teilzunehmen.“ Ebenso sei es mit den Wasserfreunden, die am Sportgelände in der Havel ihre Boote liegen haben. Die Frauensportgruppe hingegen treffe sich regelmäßig. „Und wenn Vereinsfeste stattfinden, helfen alle mit. Dann backen die Frauen Kuchen und die Reiter bieten Ponyreiten für die Kinder an. Es ist ein tolles Miteinander aller Vereinsmitglieder“, so Koppe.

Von Luisa Müller

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