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Isländisches Nationalteam trainiert in Potsdam

Handball Isländisches Nationalteam trainiert in Potsdam

Sie sind schon verdammt cool, diese Isländer. Während ihrer Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Polen trainierten sie in Potsdam. Nach einem Saunagang sprangen sie in die eiskalte Havel. Co-Trainer Ólafur Stefánsson wollte gar nicht mehr rauskommen.

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Die Magdeburger Handballlegende Ólafur Stefánsson (l.) und Nationaltrainer Aron Kristjansson in der Potsdamer MBS-Arena.

Quelle: Stephan Henke

Potsdam. Die Vorzüge der Lage im Potsdamer Luftschiffhafen machte sich Ólafur Stefánsson direkt zu nutze. Nach einem ausgiebigen Saunagang stieg die Handballlegende des SC Magdeburg bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in die Havel und kühlte sich ab. „Es gab kein kaltes Wasser in der Sauna, deshalb sind wir ins Wasser. Es war wirklich schön“, sagt der Co-Trainer der isländischen Nationalmannschaft nach der Entspannung in der eiskalten Havel. Wobei offenbar nicht jeder dieser Ansicht war. „Ein paar Jungs wollten auch rein, sind aber nur bis zu den Knien ins Wasser. Ólafur ist acht Minuten geschwommen“, erzählt Nationaltrainer Aron Kristjansson. Mit ihrem Team residieren sie bis zum heutigen Mittwoch in Potsdam und bereiten sich auf die anstehende Handball-EM in Polen vor, die am Freitag beginnt.

Lieber Potsdam als Reisestress

Der Kontakt kam über ihren Landsmann und deutschen Nationaltrainer Dagur Sigurdsson zustande. „Dagur hatte mich angerufen und gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Da haben wir nicht lange überlegt“, sagt Alexander Haase. Er ist Sigurdssons Co-Trainer und zugleich sportlicher Leiter des Drittligisten VfL Potsdam. Nach dem 27:24-Testspielsieg über Deutschland am Sonntag – die erste Partie am Tag zuvor hatte Deutschland noch mit 26:25 gewonnen – waren die Isländer von Hannover nach Berlin gefahren – inklusive drei Stunden Stau. „Wir hätten sonst wieder nach Island fliegen müssen und dann nach Polen. Wir wollten nicht so viel reisen“, begründet Kristjansson die Entscheidung für das Trainingslager in Brandenburg.

Ziel ist die Olympia-Quali

Ohne die Reisestrapazen rechnen sich die Isländer bei der EM einiges aus. „Wir wollen die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio schaffen“, sagt Nationaltrainer Kristjansson, der knapp ein Jahr (2010-11) auch den Bundesligisten Hannover-Burgdorf trainiert hat. Um diese Qualifikation zu schaffen, ist der Titelgewinn oder eine Finalniederlage gegen den bereits qualifizierten Weltmeister Frankreich nötig. In ihrer Gruppe treffen die Isländer auf Kroatien, Weißrussland und Norwegen. Die Coolness für diese Missionen bewiesen sie schon einmal beim Eisbaden in der Havel.

Von Stephan Henke

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