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Japanischer Biorhythmus für Laura Lindemann

Triathlon-Olympia-Qualifikation Japanischer Biorhythmus für Laura Lindemann

Es ist das bisher wichtigste Rennen des Jahres für Laura Lindemann. Die 19-jährige Triathletin startet am Sonnabend beim WM-Serien-Rennen im japanischen Yokohama. Eine Top-8-Platzierung würde die direkte Olympia-Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterin bedeuten. Dafür stellte die Potsdamerin auch ihre Schlafgewohnheiten vor dem Rennen um.

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Laura Lindemann (l.) ist amtierende Junioren-Weltmeisterin.

Quelle: dpa

Potsdam. Der Wecker von Laura Lindemann klingelte am Dienstagmorgen um drei Uhr, anschließend stand eine sehr frühe Schwimmeinheit an. 3,5 Kilometer, „leicht vorbelastend“, wie die 19-Jährige erzählt. Seit vergangenen Donnerstag stellt sie ihren Wecker täglich noch ein Stück früher, um sich schon auf die Zeitumstellung nach Yokohama einzustellen. „Das ist geplant, um ein bisschen früher müde zu sein“, erklärt die Triathletin, die nach der Schwimmeinheit zum Flughafen fuhr und die lange Reise über Frankfurt nach Japan antrat. „Man passt dadurch zum einen den Biorhythmus an, zum anderen auch den Schlaf. Wer Probleme mit dem Schlafen im Flugzeug hat, für den wird es schwierig. Das wollen wir dadurch vermeiden“, ergänzt ihr Trainer Ron Schmidt.

24-Stunden-Reise nach Yokohama

Die Zeitverschiebung eingerechnet dauert die Reise einen Tag, bevor Lindemann am Sonnabend zu ihrem bislang wichtigsten Rennen des Jahres antritt. Mit einer Top-8-Platzierung könnte sich die zweifache Junioren-Weltmeisterin das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio sichern. „Ich bin frohen Mutes, dass sie den Sack da zumacht“, sagt Schmidt.

Es ist die zweite Chance, die erste hatte sie Anfang März beim Saisonauftakt in Abu Dhabi. Nach starker Schwimmleistung lag sie beim Radfahren aussichtsreich in der Spitzengruppe. Doch gemeinsam mit ihrer deutschen Teamkollegin Hanna Philippin war sie in einen Sturz verwickelt, die Olympia-Chance war zunächst dahin. „Wir haben das nachbesprochen und öfters das Video angeschaut, was man da besser machen kann. Das ist jetzt aber raus aus dem Kopf“, berichtet Schmidt. Und Lindemann ergänzt: „Es war natürlich ärgerlich. Ich habe aber eigentlich direkt nach dem Wettkampf damit abgeschlossen. Ich kann daran nichts ändern und denke daran auch nicht mehr.“

Fünf deutsche Starterinnen kämpfen um zwei Tickets

Da die übrigen deutschen Starterinnen damals die Top-8-Ränge ebenfalls verpassten, wird nun in Japan über die zwei noch offenen deutschen Tickets – das dritte hat bereits Anne Haug sicher – entschieden. Hanna Philippin, Anja Knapp, Sophia Saller und Rebecca Robisch sind ihre Konkurrenten um die Rio-Teilnahme. „Die komplette Weltelite ist am Start, die Top 8 werden schwer, aber es scheint möglich“, schätzt Trainer Schmidt.

Zuversichtlich stimmt beide die Vorbereitung. „Es lief soweit ganz gut. Ich bin verletzungsfrei durchgekommen und habe auch keine Krankheit gehabt“, erzählt Lindemann über die vergangenen zwei Monate. Nur einen Wettkampf lief sie in dieser Zeit. Den Metallarbeiterlauf über 10 Kilometer in Hennigsdorf (Oberhavel) gewann sie in 35:09 Minuten souverän.

Auch Löschke und Buchholz mit Chancen

In Japan stehen vor der gleichlangen Laufstrecke noch 1,5 Kilometer Schwimmen und 40 Kilometer Radfahren auf dem Programm. Genau wie für Franz Löschke und den Ex-Potsdamer Gregor Buchholz (startet für Saarbrücken). Wie Lindemann hat auch Löschke seinen Biorhythmus auf Japan eingestellt: Die Schwimmeinheit am Dienstagmorgen absolvierten beide gemeinsam, bevor sie in den Flieger stiegen.

Löschke kann überraschend in Yokohama starten

Franz Löschke kommt beim Rennen der WM-Serie in Yokohama zu einer überraschenden Olympia-Chance.

Der Potsdamer stand bis Montagmorgen noch auf der Warteliste für das Rennen, ehe die endgültige Zusage kam.

Damit bekommt der 27-Jährige seine zweite Chance auf ein Olympiaticket, nachdem er das Gold-Coast-Rennen in Australien krankheitsbedingt absagen musste.

Für eine direkte Qualifikation braucht Löschke eine Top-8-Platzierung.

Von Stephan Henke

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