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Jens Grosdew ist Stadionsprecher beim Mögeliner SC

Stimmen Brandenburgs Jens Grosdew ist Stadionsprecher beim Mögeliner SC

In der MAZ-Serie „Die Stimmen Brandenburgs“ stellen wir diesmal Jens Grosdew vor. Der 53-Jährige ist Stadionsprecher beim Mögeliner SC und bringt dabei auch Erfahrungen als DJ ein.

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Jens Grosdew macht beim Mögeliner SC die Ansagen.

Quelle: Foto: Laak

Mögelin. „Mein MSC, im Herzen vom Westhavelland. Auswärts und zu Hause spielen wir jeden Gegner an die Wand. Mir tut es weh, wenn ich dich verlieren seh‘. Trotzdem bleib ich dir treu, mein MSC.“ Seit 2013 drönt vor jedem Heimspiel der Fußballer des Mögeliner SC aus den Boxen die rockige Hymne des Vereins. Eingespielt wird diese von Jens Grosdew, der seit fünf Jahren Stadionsprecher bei den Schwarz-Gelben ist. Ungewohntes Terrain betrat der 53-Jährige damit nicht, hatte der Vater einer Tochter auch vorher schon mehrmals bei seinem Verein ausgeholfen. Außerdem macht Grosdew nebenbei Musik als DJ. „Nervosität war nicht dabei, als DJ hatte ich ja bereits Erfahrung. Ich würde schon sagen, dass ich ein Faible dafür habe“, so Grosdew, der seit 2006 Mitglied beim Mögeliner SC ist.

Kaum ein Spiel verpasst

Dabei moderiert er nicht nur die Spiele der 1. Männermannsschaft in der Kreisliga, sondern ist auch bei den Spielen der 2. Mannschaft dabei. „In den fünf Jahren, in denen ich das jetzt mache, habe ich ein oder höchstens zwei Spiele verpasst. Man legt schon seine Termine danach“, so der technische Angestellte eines Autohauses. Neben seiner Tätigkeit als Stadionsprecher ist Grosdew seit 2012 auch im Vorstand der Mögeliner engagiert. Dort ist er neben der Öffentlichkeitsarbeit auch für die Spielbögen sowie die Vereinsverwaltung zuständig.

Im familiären Verein füreinander da

Der gelernte Elektriker ist also auf vielen Ebenen bei seinem Verein gefragt. Dass er sich so einbringt ist nicht selbstverständlich, hat Grosdew doch selbst nie Fußball gespielt. „Ich bin Ur-Mögeliner, da ist es vollkommen normal, dass man irgendwie beim MSC involviert ist. Wir sind ein sehr familiärer Verein. Jeder kennt sich und steht füreinander ein“, hebt Jens Grosdew die Vorzüge seines Vereins hervor. Zu den Heimspielen kommt er immer sehr früh, muss er doch die Musikanlage aufbauen. Außerdem spricht Grosdew vor fast jedem Spiel mit dem Gästetrainer um die Spielernamen auch richtig auszusprechen.

Die aktuellen Hits stets parat

„Ich möchte ja auch, dass mein Name richtig ausgesprochen wird. Das gebietet einfach der Respekt“, findet der Mögeliner. Weitere Vorbereitung ist für ihn nicht notwendig, da aktuelle Musik durch seine Tätigkeit als DJ sowieso vorhanden ist, doch manchmal geht er da natürlich auch auf spezielle Spielerwünsche ein. Ansonsten gehört es zu seinen Aufgaben, während der Halbzeitpause die anwesenden Zuschauer mit Neuigkeiten um den Verein zu versorgen.

Ein Ende ist nicht in Sicht

„Es ist schon toll, wenn mal der ein oder andere Zuschauer kommt und dich für deine Durchsagen lobt. Klar macht mich das stolz“, erzählt Grosdew, der sich ein baldiges Ende seiner Tätigkeit nicht vorstellen kann. Dafür müsste sie ihn schon vom Hof jagen, erzählt der 53-Jährige mit einem dicken Grinsen im Gesicht. „Und in paar Jahren sind wir oben mit dabei. Dann putzen wir die Bayern weg, auswärts mit 10 zu 2. Schließlich werden wir, das versteht sich von allein, endlich Deutscher Meister sein“, heißt es in der Mögeliner Hymne weiter. Jens Grosdew hätte sicher nichts dagegen und würde weiterhin der Mann am Mikro beim kleinen Verein aus dem Havelland sein.

Von Christoph Laak

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