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Kampf ums Grüne Trikot: Sagan kaum noch einzuholen

Radsport Kampf ums Grüne Trikot: Sagan kaum noch einzuholen

Für André Greipel und John Degenkolb wird der Kampf um das Grüne Trikot bei der 102. Tour de France immer aussichtsloser. In der Punktewertung hat sich der Slowake Peter Sagan weiter abgesetzt.

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Peter Sagan konnte seine Führung in der Sprintertung weiter ausbauen.

Quelle: Kim Ludbrook

Mende. Am Samstag holte er 37 Punkte, während seine Rivalen komplett leer ausgingen. Viele Chancen warten auf die Sprinter bis zum Finale auf den Champs Elysées nicht mehr.

 

Die Deutsche Presse-Agentur analysiert den Kampf um das Grüne Trikot:

 

1. Peter Sagan (322 Punkte): Neunmal Zweiter und viermal Dritter war der Slowake seit seinem letzten Etappensieg am 5. Juli 2013. Auch wenn ihn die sieglose Zeit zunehmend frustriert, sammelt er durch die vielen Top-Ten-Plätze wertvolle Punkte für das Grüne Trikot. Der Tinkoff-Fahrer kommt im Gegensatz zu den Sprintrivalen ganz passabel über die Berge und macht damit den Unterschied aus. Ihm ist es auch zuzutrauen, in den Alpen mal in einer Fluchtgruppe vertreten zu sein, womit er weiter punkten würde. In Paris könnte er bereits zum vierten Mal in Serie als Gewinner des Grünen Trikots geehrt werden, womit er Rekordsieger Erik Zabel (sechs) bedrohlich nahe kommt.

2. André Greipel (261): 61 Punkte Rückstand sind eine Menge, aber nicht uneinholbar. Dafür müsste Greipel aber schon die Etappen in Valence am heutigen Sonntag und eine Woche später in Paris gewinnen. Dazu wären weitere Punkte aus den Zwischensprints vonnöten. Erschwerend kommt beim gebürtigen Rostocker aber hinzu, dass er am Samstag aufs Knie gestürzt ist. Wie sehr ihn die Verletzung beeinträchtigt, wird sich am Sonntag zeigen.

3. John Degenkolb (228): Für Degenkolb gilt das Gleiche wie für Greipel. Nur mit Etappensiegen, die 50 Punkte einbringen kann der Klassiker-Spezialist noch entscheidend Boden gut machen. Doch der Giant-Alpecin-Kapitän wartet seit seinem Tour-Debüt 2013 immer noch auf seinen ersten Erfolg. Dementsprechend sind die Chancen eher gering, zumal er bei flachen Sprints offenbar nicht die Endschnelligkeit eines Greipel oder Mark Cavendish besitzt. Dafür ist dem gebürtigen Thüringer aber wie Sagan zuzutrauen, mal auf mittelschweren Etappen in einer Gruppe vertreten zu sein.

4. Mark Cavendish (192): Der Brite hat nur noch theoretische Chancen auf das Grüne Trikot, das er 2011 gewonnen hatte. Der Teamkollege von Tony Martin wird sich vermutlich ganz auf die verbleibenden Sprintentscheidungen konzentrieren, um seinen 27. Etappensieg zu holen. Mit zwei Erfolgen könnte er sogar zu Bernard Hinault (28) auf Platz zwei der ewigen Bestenliste aufschließen. Davor steht nur "Kannibale" Eddy Merckx mit 34 Etappensiegen.

dpa

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