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Kanute Ronny Rauhe ist heiß auf seine fünften Spiele

Von Brandenburg nach Brasilien Kanute Ronny Rauhe ist heiß auf seine fünften Spiele

In der MAZ-Olympiaserie von Brandenburg nach Rio haben wir diesmal den Kanuten Ronald Rauhe einen Tag lang begleitet. Der 35-Jährige erzählt, wie er sich um seinen Sohn Til kümmert und trotzdem das Training nicht vernachlässigt.

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Der Potsdamer Ronald Rauhe (l.) und sein Dresdner Partner Tom Liebscher paddeln bei der EM wieder im K2 über 200 Meter.

Quelle: Foto: dpa

Potsdam. Der 35 Jahre alte Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe bereitet sich gerade auf seine fünften Sommerspiele vor. An diesem Wochenende startet er mit seinem Dresdner Partner Tom Liebscher im Kajakzweier über 200 Meter bei den Europameisterschaften in Moskau. Dafür unterzieht sich Rauhe vom KC Potsdam tagtäglich einer harten Trainingsbelastung.

Gegen 6 Uhr klingelt im Hause Rauhe in Falkensee der Wecker oder besser gesagt, macht sich der gerade zwei Jahre alt gewordene Sohn Til bemerkbar. „Dann schnappe ich mir den Kleinen und lasse meine schwangere Frau Fanny (unter ihrem Mädchennamen Fischer ebenfalls Kanu-Olympiasiegerin/d.A.) noch ein bisschen schlafen“, erzählt der Familienvater, der nach dem Aufstehen in die Küche geht und das Frühstück vorbereitet. „Beim Müsli-Zubereiten ist Til eifrig dabei.“ Rauhe trinkt lieber Tee statt Kaffee. Um 7.45 Uhr wird in der Regel gefrühstückt. Nur am Wochenende leistet sich Rauhe den Luxus und fährt zum Bäcker.

Um 8.45 Uhr bringt er seinen Til in die Kita. Ein Küsschen und ein Handschlag und schon ist der kleine Matz entschwunden. „Nur wenn ich dann mal wieder länger weg bin, ist der Abschied etwas schwieriger“, gesteht Rauhe.

Training in zwei Blöcken

Um 9.30 Uhr beginnt das Training am Olympiastützpunkt im Luftschiffhafen. Rauhe schnappt sich sein Boot und paddelt los. „In der Regel trainiere ich im Einer, mit meinem Zweierpartner Tom habe ich dazu nur in den zentralen Trainingslagern des Verbandes Gelegenheit“, klärt der Oldie auf. Nach einer Stunde auf dem Wasser gibt es eine kleine Pause und um 11 Uhr legt er sich noch mal ins Zeug. „Wenn ich Zuhause trainiere, versuche ich, möglichst in zwei Blöcken zu trainieren, um nachmittags mehr Zeit für die Familie zu haben“, schildert der mehrfache WM-Medaillengewinner.

Um 13 Uhr trifft er sich mit seinen Sportfreunden zum gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der Sportschule. „Das versuchen wir alle so einzurichten, da kann man sich in lockerer Atmosphäre austauschen.“ Gegen 13.30 Uhr sitzt er wieder für eine Stunde im Boot. Dieses Programm kann auch mit Krafttraining wechseln.

Zweimal in der Wochen turnen mit Sohn Til

Gegen 15 Uhr versucht Rauhe, seinen Sohn Til von der Kita abzuholen. Danach geht es zweimal in der Woche zum Turnen beim TuS Falkensee in die neue Stadthalle. Til ist in der Krabbelgruppe dabei und der Vater mittenmang. Meist kommt auch Ehefrau Fanny noch mit hinzu. Je nachdem, ob Rauhe auch ein wenig für sein Gewicht tun muss, legt er abends eine Laufstunde ein. „Ich darf schon nicht zu schwer werden“, gibt er zu. Gegen 18.15 Uhr ist Abendbrotzeit. Eine Stunde später wird Til ins Bett gebracht. „Gegen 20 Uhr haben wir dann Zeit für uns“, sagt Rauhe, dessen Frau im Herbst das zweite Kind erwartet.

Der Kanute ist auch Hausmann und Handwerker, hat gerade die Garage gemauert, die nun noch verputzt werden muss.

Von Peter Stein

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