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Kein Happy End beim Saisonfinale

Handball, 3. Liga Kein Happy End beim Saisonfinale

Die Handballer des VfL Potsdam beenden die Saison in der dritten Liga Nord mit einer Niederlage gegen Bernburg und verabschieden den Trainer und fünf Akteure. Einer der Spieler, die ihre aktive Laufbahn beenden, wird nun die erste Männermannschaft des Vereins als Chefcoach betreuen.

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Auch Robert Weiß bestritt sein letztes Spiel für den VfL, der Kapitän beendet seine Laufbahn.

Quelle: foto: Lars Sittig

Potsdam. Jens Deffke streifte den Anhänger mit seiner Identifikationskarte ab, dann ging er zur Verabschiedung zum Tisch des Kampfgerichtes, dort wo gerade auf der Uhr die letzten Sekunden des Saisonfinales abgelaufen waren – so wie auch die Zeit des Trainers an der Seitenlinie des VfL Potsdam. „Natürlich nimmt man manche Dinge anders wahr, wenn man weiß, das ist das letzte Spiel“, sagte der Coach nach der Partie am Sonnabend in der dritten Handballliga Staffel Nord gegen den SV Anhalt Bernburg, als er später mit Spielern, Freunden und Unterstützern des Vereins das Saisonende feierte. Ein sportliches Happy End, den I-Punkt auf eine starke Saison, hatte es nicht gegeben bei der 34:37 (16:16)-Niederlage vor 937 Zuschauern in der MBS-Arena – Deffke stellte dem VfL-Ensemble am Saisonende trotzdem ein positives Zeugnis aus: „Wir haben heute einige Fehler gemacht und wollten zu schnell zu viel. Es ist eine junge Mannschaft, man muss ihr Fehler zugestehen. Es war aber eine starke Saison von den Jungs.“

Die Spielzeit 2016/17 beendet der VfL auf Rang fünf, die Platzierung im Endklassement hatte bereits vor dem Saisonfinale festgestanden. Gegen den Tabellenneunten aus Sachsen-Anhalt hatte der VfL im ersten Durchgang häufig knapp in Führung gelegen, wirkte aber beim Torabschluss oft fahrig und unkonzentriert – beste Möglichkeiten blieben ungenutzt. Die Konsequenz: Der Gegner blieb haften wie Klister. In der zweiten Hälfte lag die Potsdamer Equipe in der 40. Minute nach einem Zwischenspurt dann zwar sogar mit 25:20 in Führung, der wackere Gegner, der mit einem kleinen Kader angetreten war, schloss aber Tor für Tor auf und drehte das Spiel.

Das prägende Bild des Abends aber waren die Verabschiedungen, für die nach dem Schlusspfiff die Zeit gekommen war: Mit Torjäger Julius Dierberg – der gegen den SVA elf Treffer erzielte und mit 236 Torschützenkönig der Liga wurde, den beiden Torhütern Sebastian Schulz, Paul-Janis Twarz, Kapitän und Abwehrchef Robert Weiß sowie Daniel Deutsch gehen fünf Akteure von Bord. Deutsch, der seine Laufbahn als Spieler beendet, wird in der kommenden Saison das Team als Chefcoach betreuen und somit auf Deffke folgen. Der hatte das Team 2013 in schwerer See übernommen und in ruhiges Fahrwasser geführt, in seiner Amtszeit verschweißte er nach mehreren Umbrüchen immer wieder neue Einzelteile zu einem festen Mannschaftsgefüge. Auch jetzt steht angesichts des personellen Substanzverlustes durch den Abschied wieder ein Umbruch an, erst einmal aber kann das Team nach dem Ende der Saison Kraft tanken.

Von Lars Sittig

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