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Kittel verliert Rosa Trikot an Dumoulin - Ulissi gewinnt

Radsport Kittel verliert Rosa Trikot an Dumoulin - Ulissi gewinnt

Für Marcel Kittel ist die Triumphfahrt in Rosa beendet. Auf dem welligen Terrain konnte der deutsche Topsprinter seine Führung nicht verteidigen. Das Rosa Trikot holte sich stattdessen der Niederländer Dumoulin vom deutschen Giant-Alpecin-Team zurück.

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Diego Ulissi rettete auf der schweren Etappe einen kleinen Vorsprung ins Ziel.

Quelle: Claudio Peri

Praia a Mare. Die ersten italienischen Hügel waren zu steil, für Marcel Kittel fällt die Triumphfahrt in Rosa am 28. Geburtstag aus. Der deutsche Topsprinter hat auf der vierten Etappe des 99. Giro d'Italia die Gesamtführung wieder an Tom Dumoulin vom deutschen Giant-Alpecin-Team verloren.

Kittel erreichte bei der Rückkehr der Rundfahrt nach Italien mit einem Rückstand von 8:10 Minuten auf Tagessieger Diego Ulissi das Ziel und musste damit das Rosa Trikot wieder hergeben.

Dumoulin belegte auf dem 200 Kilometer langen Teilstück von Catanzaro nach Praia a Mare fünf Sekunden hinter dem Italiener Ulissi den zweiten Platz. Der Niederländer, der schon nach seinem Auftaktsieg in Apeldoorn zwei Tage in Rosa gefahren war, liegt nun 20 Sekunden vor dem Luxemburger Bob Jungels und Ulissi.

"Ich wollte das Trikot so lange wie möglich verteidigen, aber das war heute unmöglich. Es war ein sehr harter Tag, ich habe es trotzdem genossen", sagte Kittel. Er hatte sich mit zwei Etappensiegen beim Auftakt-Wochenende in den Niederlanden die Führung geholt, auf dem welligen Terrain durch Kalabrien war er aber chancenlos. Immerhin konnte er die Führung in der Punktewertung erfolgreich verteidigen. Damit wird Kittel am Mittwoch an seinem 28. Geburtstag im Roten Trikot die fünfte Etappe über 233 Kilometer von Praia a Mare nach Benevento in Angriff nehmen.

Kittel musste immer wieder Gruppen ziehen lassen, zeigte aber große Moral. Erst 20 Kilometer vor dem Ziel war der Widerstand beim "Maglia Rosa" gebrochen. Ein kurzer, aber giftiger Anstieg zehn Kilometer später gab ihm schließlich den Rest. Bis zu 18 Prozent Steigung wies das Stück auf der Via del Fortino auf, viel zu viel für einen Sprinter wie Kittel. Der Erfurter nahm das Tempo raus und rollte mit dem hinteren Feld Richtung Zielort.

Angriffe auf das Rosa Trikot hatte Kittel erwartet. "Die nächsten Etappen werden nicht einfach. Jeder wird jetzt versuchen uns abzuhängen, bevor es zum Sprint kommt. Dem sind wir uns bewusst. Den Geburtstag in rosa zu feiern, wäre schön - aber nicht um jeden Preis", hatte Kittel vor dem Start vorausgesagt.

Nach seinem Traum-Auftakt möchte Kittel auch ohne Rosa Trikot auf den Schultern in Italien noch für Furore sorgen. Seine bislang vier Giro-Etappensiege hat der Kapitän des Etixx-Quickstep-Teams alle im Ausland geholt. 2014 gewann er in Belfast und Dublin, bevor er krank vom Giro abreiste. Am Wochenende waren es die Erfolge Nummer drei und vier in Nimwegen und Arnheim.

dpa

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