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Kleine „Zaubersteine“ im großen Boot

Kanu-Olympiasieger Jan Vandrey in der Kita zu Gast Kleine „Zaubersteine“ im großen Boot

Prominenter Besuch am Montagvormittag in der Kita „Zauberstein“ in der Berliner Vorstadt. Kanu-Olympiasieger Jan Vandrey plauderte über Rio und brachte nicht nur seine Goldmedaille mit.

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Jan Vandrey mit der kleinen Lisa (5) im Boot.

Quelle: Foto: Gartenschläger

Potsdam. Mit einem großen, selbst gebastelten Siegerpokal und vielen Zeichnungen verließ Jan Vandrey Montagvormittag reich beschenkt die Kita „Zauberstein“ in der Berliner Straße. Der Sensations-Olympiasieger von Rio, der mit Sebastian Brendel im Canadier-Zweier über 1000 Meter im August zu Gold gepaddelt war, brachte bei seinem Besuch an der bewegungs- und gesundheitsorientierten Einrichtung in Trägerschaft des Landessportbundes sein Boot, ein Paddel und natürlich die Goldmedaille mit, die gleich mal von den Knirpsen in die Hand genommen werden durfte.

Das Gold-Paddel von Rio dabei

Danach konnten die fünf und sechs Jahre alten Kinder der beiden ältesten Gruppen auch mal nach dem Vorbild des 24-jährigen Kanuten wie ein Indianer im schmalen Boot knien. Die flinke Lisa (5) war die Erste. Kein Wunder, denn Staffellauf und Springen gehören zu ihren bevorzugten sportlichen Aktivitäten. „Das Paddel hatte ich auch bei meinem Olympiasieg in Rio in der Hand“, berichtete Vandrey, dessen Tochter Mimi Sophie (2) ebenfalls in der Kita betreut wird. „Ich finde das ganz toll, wenn ihr alle so sportlich seid und euch ausprobiert“, spornte der prominente Gast, der ein T-Shirt aus der offiziellen Olympiakleidung mit der Aufschritt Germany trug, die Kinder an. Friedrich (5), der wie viele andere ein Bild mit Vandrey auf dem Wasser in einem Boot gemalt hatte und es dem Olympiasieger überreichte, wollte dann noch wissen, wie sehr er sich gefreut habe. „Da geht es mir wie euch, wenn ihr beim Staffellauf gewinnt“, war Vandrey um eine Antwort nicht verlegen. „Natürlich habe ich auch laut geschrien und die Arme hochgerissen.“

Was passiert, wenn das Paddel bricht?

Die Bilder, wie er noch im Boot kurz nach dem Ziel aufstand und die Arme hochstreckte, gingen um die Welt und zieren nun seine Autogrammkarte. Jedes Kind bekam ein frisch signiertes Exemplar.

Vandrey erzählte unter anderem: „So ein Paddel bricht auch mal, da bekomme ich jedes Jahr ein neues.“ Und was passiert, wenn es tatsächlich kracht? „Dann falle ich ins Wasser oder der Trainer ist ganz schnell mit dem Motorboot zur Stelle“, sagte der Mann vom Kanu-Club Potsdam, der nächste Woche wieder mit dem Training beginnt. „Dann tut es erst einmal richtig weh.“ Aber der Goldpokal der kleinen „Zaubersteine“ wird ihn nun wie das Rio-Gold motivieren. „Die Schinderei lohnt sich.“

Von Peter Stein

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