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Kombinations-Gesamtweltcup: Frenzel vor fünftem Streich

Ski nordisch Kombinations-Gesamtweltcup: Frenzel vor fünftem Streich

Ein Sturz von Johannes Rydzek auf der Zielgeraden könnte den Kampf um den Gesamtweltcup der Nordischen Kombinierer entschieden haben. Doch Sieger Eric Frenzel trifft keine Schuld. Er kann am Sonntag zum fünften Mal in Serie die Große Kristallkugel gewinnen.

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Johannes Rydzek kommt als Dritter enttäuscht ins Ziel. Er war kurz vor dem Ziel im Sprint gestürzt.

Quelle: Patrick Seeger

Schonach. Eric Frenzel greift nach der Großen Kristallkugel in der Nordischen Kombination. Der Olympiasieger gewann in Schonach nicht nur den zum 51. Mal ausgetragenen Schwarzwaldpokal, sondern auch das direkte Duell mit dem viermaligen Lahti-Weltmeister Johannes Rydzek.

Der stürzte im Zielspurt beim Versuch, Frenzel zu überholen und hat nun vor dem letzten Wettbewerb der Saison am Sonntag 54 Punkte Rückstand auf Frenzel.

Um den historisch einmaligen fünften Gewinn des Gesamtweltcups in Serie perfekt zu machen, reicht dem Sachsen bei einem möglichen Rydzek-Sieg Platz vier. Der Erfolg Frenzels war zugleich sein 40. Sieg in einem Weltcup-Rennen. Zum in dieser Wertung führenden Finnen Hannu Manninen fehlen ihm noch acht Siege.

"Der Johannes ist dem Eric hinten drauf gefahren, es war ein normaler Rennunfall und nichts Unfaires dabei", beurteilte Bundestrainer Hermann Weinbuch die entscheidende Szene. Frenzel selbst hatte es gar nicht richtig mitbekommen, erst kurz vor der Überquerung der Ziellinie merkte er, dass er keinen Konkurrenten mehr hatte. Rydzek war komplett bedient. Selbst auf dem Siegerpodest konnte er sich nicht freuen, schaute keinen Gratulanten an und wollte nur noch weg. Im ersten Moment hatte er sogar noch von einer unfairen Aktion Frenzels gesprochen, was er dann aber relativierte.

"Es war ein unheimlich hartes Rennen, wir wollten so lange wie möglich Kräfte sparen für die Entscheidung", berichtete Frenzel. Im Springen hatten beide das Kopf-an-Kopf-Rennen fortgesetzt. Beide sprangen 101 Meter weit, der Oberwiesenthaler lag aufgrund der besseren Haltungsnoten sechs Sekunden vor dem Allgäuer.

Auf der mit viel Mühe hergerichteten 1,5 Kilometer-Runde belauerten sich die beiden besten Kombinierer dieser Saison. Keiner machte das Tempo, ließ den anderen aus den Augen. "Selbst der Sieg ist ihnen egal. Jeder will nur vor dem anderen ins Ziel kommen", meinte Weinbuch bei Halbzeit des Rennens.

Auf der letzten Runde ging dann die Post ab. Der Österreicher Wilhelm Denifl ging auf und davon, erst spät setzten Frenzel und Rydzek hinterher. Kurz vor der Zielgeraden hatten sie ihn erreicht - dann nahm das Drama seinen Lauf.

dpa

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