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Kracher bei den Netzhoppers: Björn Andrae kommt

Volleyball, Netzhoppes KW-Bestensee Kracher bei den Netzhoppers: Björn Andrae kommt

Björn Andrae ist wieder da. Der mehrfache Volleyballer des Jahres ist zurück in seiner Heimatstadt Berlin. Sportlich schlägt der Außenangreifer künftig für die Netzhoppers KW-Bestensee in der Bundesliga auf.

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Björn Andrae schlägt jetzt in der Landkost-Arena auf.

Quelle: Foto: Verein

Bestensee. Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee ist gut ein Monat vor dem Saisonstart ein echter Transfercoup gelungen. Denn künftig wird Björn Andrae für die Brandenburger aufschlagen.

Den Volleyball-Globetrotter zog es mit 35 Jahren wieder zurück in die Heimat. Der gebürtige Berliner spielte einst mit dem langjährigen Netzhoppers-Kapitän Manuel Rieke beim SCC Berlin in der Jugend-Mannschaft, auch Netzhoppers-Manager Arvid Kinder kennt Andrae schon seit ersten Jugendspielen „gegeneinander“.

„Der Kontakt ist nie abgebrochen“, berichtet Kinder. „Da Björn wieder zurück wollte, hat das mit den Netzhoppers gepasst. Er ist natürlich für uns eine riesige Bereicherung und kann mit seiner Erfahrung an die Stelle des zurückgetretenen Manuel Rieke rücken und ist eine Leitfigur für unsere jungen Spieler.“

280 Mal im Nationaltrikot

Andrae ist längst eine Volleyball-Legende. Dreimal wurde er zum Volleyballer des Jahres in Deutschland gewählt, 280 Mal streifte der Außen-Annahme-Spieler das Nationaltrikot über. Im Jahr 2000 wechselte er aus Berlin zum VfB Friedrichshafen und wurde unter Trainer-Guru Stelian Moculescu auch Nationalspieler. 2008 (9.) und 2012 (5.) nahm Andrae an den Olympischen Spielen teil, ehe er seine Auswahlkarriere beendete. Längst verdiente er im Ausland sein Geld. Der Volleyballprofi spielte in Italien, Polen, Griechenland und Russland, ehe er im Vorjahr zu seinem einstigen Förderer Moculescu nach Friedrichshafen zurückkehrte. Dort hörte der Trainer nun auf und auch Andrae sah die Zeit gekommen, „endgültig in die Heimat zurückzukehren“.

Den Familienmensch zieht es nach Hause

Der Zwei-Meter-Mann sagt: „Das ist ein langfristiger Prozess gewesen. Die Familie hat mir doch über die Jahre sehr gefehlt, vor allem als ich zuletzt in Russland in Sibirien gespielt habe, habe ich viele Familienfeiern verpasst.“ Dabei ist aber der Kontakt zu Kinder und Co. nie abgerissen. „Wir haben immer mal wieder darüber gesprochen, ob ich meine Karriere nicht bei den Netzhoppers beenden könnte. Nun ist es so weit. Ich bin keine 23 mehr, merke schon, dass ich viel mehr tun muss, um das Niveau zu halten. Die Profilaufbahn hat auch körperlich ihre Spuren hinterlassen. Aber es geht noch und ich habe weiter Spaß am Volleyball. Das wird sicher eine spannende Aufgabe mit den Netzhoppers.“

Bei den Netzhoppers im Trikot mit der Nummer 8

Auch dank seiner 13 Jahre im Ausland hat Andrae „alles erlebt, was die Volleyball-Welt bietet. Aber ich habe in der Zeit auch auf viele Dinge verzichtet, die mir lieb und teuer sind. Ich bin ein Familienmensch“. In Berlin-Kaulsdorf baut er sich gerade ein Häuschen.

Bei dem Team aus der Landkost-Arena in Bestensee wird Andrae wieder mit der Trikotnummer 8 auflaufen wie schon in seinen Jahren in Friedrichshafen. „Auch im Ausland hatte ich die Nummer mal, das ist eine meiner Lieblingszahlen“, sagt Deutschlands Mister Volleyball der Jahre 2004 bis 2006. Die „Brandenburger Hölle“ ist um eine Attraktion reicher.

Von Peter Stein

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