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Krise bei Energie Cottbus verschärft sich

Trainerdiskussion nach Niederlage gegen Bochum Krise bei Energie Cottbus verschärft sich

Der VfL Bochum hat nach fünf sieglosen Spielen in der 2. Fußball-Bundesliga wieder einen Erfolg eingefahren und den Abstiegskampf von Energie Cottbus verschärft. Die Bochumer gewannen mit 1:0 (1:0) bei den Lausitzern. Energie-Trainer Rudi Bommer muss nach der Niederlage um seinen Job zittern.

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Charles Takyi vom FC Energie Cottbus hält sich nach einer vergebenen Tormöglichkeit die Hände vor das Gesicht.

Quelle: dpa

Cottbus. Rudi Bommer muss um seinen Job bangen. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus schlich am Freitagabend mit gesenktem Kopf aus dem Stadion der Freundschaft. Das 0:1 (0:1) gegen den VfL Bochum könnte das letzte Spiel unter der Regie des 56-Jährigen gewesen sein. Die Lausitzer sind in der Tabelle auf den Relegationsplatz 16 abgerutscht.

„Wir stecken noch tiefer im Schlamassel“, sagte Energie-Präsident Ulrich Lepsch. „Wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer, geht es doch noch schlimmer.“ In Sachen Trainerwechsel hielt er sich bedeckt. Man werde alles in Ruhe analysieren. Die Chance, dem Trainer den Rücken zu stärken, ließ Lepsch damit verstreichen. Das lässt den Schluss zu, dass Bommer kurz vor der Ablösung steht. „Der Druck wird immer höher. So ist das Geschäft“, sagte der Fußballlehrer. „Jeder kann die Tabelle lesen.“ Doch es ist nicht nur der Blick aufs Klassement, der gegen Bommer spricht. Cottbus blieb zum vierten Mal in Folge ohne Tor. Ein Aufbäumen war nicht zu erkennen.

Bommer hatte anders als avisiert nur auf eine Sturmspitze gesetzt. Hinter Boubacar Sanogo agierte eine Viererkette, die es aber nicht verstand, den Ivorer in das Spiel einzugliedern. Denn die Lausitzer begannen vor 9219 Zuschauern extrem nervös, leisteten sich zu viele Fehler im Passspiel. Hinzu kamen zahlreiche unnötige Fouls. Erst nach einer Viertelstunde bekamen die Gastgeber mehr Zugriff auf das Spiel. Nach einem Pass von Marco Stiepermann stand Charles Takyi in der 17. Minute frei vor Bochums Schlussmann Andreas Luthe. Dem Sommer-Neuzugang war die Verunsicherung anzumerken, sein Lupfer landete neben dem Tor. Dennoch war es eine Art Wachrütteln für die Cottbuser, die das Spielgeschehen immer mehr in die Bochumer Hälfte verlagerten. Stiepermann tankte sich mit einem Solo klasse durch, scheiterte aber freistehend kläglich an Luthe (22.).

Bochum sprühte nicht gerade vor Offensivideen. „Im technischen Bereich war es ein Fehlerspiel“, sagte VfL-Trainer Peter Neururer. Erst Yusuke Tasaka sorgte mit einem Solo über den halben Platz für Aufsehen und war nur durch ein Foul zu bremsen. Im dritten Versuch landete der Freistoß in der gefährlichen Zone. Die Cottbuser Abwehr hatte aber schon wieder in den Stand-by-Modus geschaltet. So konnte Richard Sukuta-Pasu ungehindert zur Führung einschießen (37.). Rivic hatte den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aus zehn Metern jedoch über das Tor. „Wenn du vier huntertprozentige Chancen nicht nutzt, wirst du bestraft“, sagte Bommer. Sein Team konnte in der zweiten Hälfte nicht an die gute Phase des ersten Durchganges anknüpfen. „Das Spiel war nicht mehr so strukturiert“, gab Bommer zu. Möglich, dass er die Lausitz nach knapp zwei Jahren als Cheftrainer verlassen muss.

Von Ronny Müller

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