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Launiger Handball-Talk mit Heinevetter und Wolff

Handball, Talk unterm Turm Launiger Handball-Talk mit Heinevetter und Wolff

Zwei Bronzemedaillengewinner von Rio waren am Donnerstagabend zu Gast beim traditionellen „Talk unterm Turm“ des Potsdamer Eurosport-Reporters Dirk Thiele. Die beiden Handball-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter (Füchse Berlin) und Andreas Wolff (THW Kiel) waren zu Gast in den Berliner Rathauspassagen und lieferten sich mit Thiele einige launige Wortgefechte.

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Andreas Wolff und Silvio Heinevetter (v.l.) erfüllten geduldig die Autogramm- und Fotowünsche.

Quelle: Stephan Henke

Berlin. Die Finger ähnelten sich tatsächlich. Der kleine von Andreas Wolff und der des Potsdamer Eurosport-Moderators Dirk Thiele. Beide hatten sich den Finger als Handball-Torhüter, der Thiele selbst einst war, einmal gebrochen – und seither sind sie krumm. Hat man als Torhüter Schmerzen, wenn man die bis zu 120 Stundenkilometer schnellen Bälle abwehrt? „Das spürt man gar nicht, da steht man unter Adrenalin“, verriet Nationaltorhüter Wolff, der am Donnerstagabend gemeinsam mit Füchse-Schlussmann Silvio Heinevetter bei Thieles Talk unterm Turm in den Berliner Rathauspassagen am Alexanderplatz zu Gast war.

Thiele: „Zwei solche Typen hatte ich hier noch nie“

Die beiden Weltklassekeeper lieferten sich einen launigen Schlagabtausch mit dem Moderatoren-Urgestein, das wie üblich provokante Fragen stellte. „Du siehst aus wie eine Mischung aus Götz George und Roland Kaiser“, konterte Heinevetter eine Frage, „und das war ein Kompliment“, fügte er an. Die rund 200 Zuschauer hatten die Keeper damit schnell auf ihrer Seite. „Zwei solche Typen hatte ich hier noch nie“, bilanzierte Thiele später den Talk, nachdem ihm die beiden Fan-Lieblinge ein ums andere Mal Contra gegeben hatten.

Schmallippig wurde Heinevetter allerdings, als es um seine Freundin, Schauspielerin Simone Thomalla, ging. Selbst die Anwesenheit einer ihrer ehemaligen Lehrer lockte den schlagfertigen Torwart nicht aus der Reserve.

Torhüter sind gegen die neuen Handball-Regeln

Einen klaren Standpunkt hatten allerdings beide wieder beim Thema neue Torwartregeln, durch die ein siebter Feldspieler auf den Platz darf, ohne dass dieser mit einem speziellen Trikot gekennzeichnet sein muss. „Für meine persönliche Länderspieltorbilanz ist die Regel natürlich super“, witzelte Wolff, dem bei den Olympischen Spielen fünf Tore gelangen. „Insgesamt bin ich aber kein Freund der Regel.“ Heinevetter: „Das macht das Spiel auch kaputt.“

Das Thema Olympia bestimmte einen Großteil des Talks. Haben die deutschen Handballer Gold und Silber verloren, fragte Thiele. Aus Heinevetter brach es fast heraus, Wolff beruhigte ihn: „Warte, ich mach das“, sagte der neue Torhüter des THW Kiel. „Wir haben eine olympische Medaille gewonnen und nichts verloren“, meinte der 25-Jährige zu Bronze in Rio, die Zuschauer unterstrichen das mit Applaus.

Pokerspieler Wolff verlor gegen Heinevetter

Außerdem outete sich Wolff, der im Januar schon den EM-Titel mit der Nationalmannschaft holte, als Pokerspieler. „Ich sponsere meine Mitspieler“, sagte er, auch Heinevetter habe schon mal von seinem mangelnden Talent profitiert und ihm Geld abgenommen. Zu den Meisterschaftsambitionen des zweimaligen Clubweltmeisters Füchse Berlin meinte Heinevetter: „Du kannst ein Spiel gegen Paris, Kiel oder Flensburg gewinnen. Aber das musst du die ganze Saison machen. Dafür brauchst du auch sehr viel Glück“, meinte der 31-Jährige.

Von Stephan Henke

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