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Laura Dahlmeier krönt sich zur Verfolgungs-Königin

Biathlon Laura Dahlmeier krönt sich zur Verfolgungs-Königin

Laura Dahlmeier hat dem Erwartungsdruck standgehalten. Mit Gold in der Verfolgung holte sie sich ihren ersten großen Einzeltitel und heimste nach Bronze im Sprint ihre zweite WM-Medaille in Oslo ein.

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Laura Dahlmeier (M), Dorothea Wierer (l) und Marie Dorin-Habert zeigen ihre Medaillen.

Quelle: Vidar Ruud

Oslo. Den Moment mit der WM-Goldmedaille um den Hals wird Laura Dahlmeier nicht so schnell vergessen. "Es war super da oben zu stehen, ich habe es wirklich genossen. Da ist man schon dankbar, dass es so aufgeht", sagte Deutschlands beste Biathletin nach der Siegerehrung im Herzen von Oslo.

Vier Stunden zuvor hatte sich die 22-Jährige mit ihrem sensationellen Sturmlauf zu Gold in der Verfolgung zur ersten deutschen Einzel-Weltmeisterin seit Magdalena Neuner 2012 gekrönt. Die gesamte Mannschaft jubelte Dahlmeier zu, sang Arm in Arm die Nationalhymne.

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Am Schießstand blieb Laura Dahlmeier ohne einen Fehlschuss.

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Am legendären Holmenkollen hatte die neue Biathlon-Prinzessin nach ihrem Gold-Coup ganz entspannt mit Norwegens König Harald V. beim traditionellen Siegerplausch gescherzt. "Es war großartig, sehr entspannt, einfach perfekt", sagte sie. "Es könnte nicht besser sein, es war ein perfekter Tag und ein perfektes Rennen."

Mit der Deutschland-Fahne in der Hand war die Bayerin nach einer grandiosen Vorstellung locker ins Ziel gelaufen und hatte sich in überlegener Manier den ersten großen Einzeltitel ihrer noch jungen Karriere geholt.

"Die letzte Runde war der absolute Wahnsinn, ich hatte Zeit zu schauen und alles zu genießen, mit den Technikern an der Strecke abzuklatschen und auch noch die Fahne zu nehmen. Das war einfach toll", befand sie. "Ich kann es noch gar nicht fassen. Es war mein Traum, Gold in einem Einzelrennen zu holen. Das macht mich sprachlos", fand die begeisterte Bergsteigerin.

Die Grundlage für ihre zweite WM-Medaille nach Bronze im Sprint legte die Partenkirchnerin mit null Fehlern bei 20 Schuss. Weil die Konkurrenz patzte, hatte Dahlmeier sogar Zeit, auf dem Weg ins Ziel schon mit den begeisterten Teammitgliedern an der Strecke abzuklatschen. Franziska Hildebrand verpasste als Vierte Bronze um knapp vier Sekunden. Franziska Preuß wurde starke Sechste.

Dahlmeier scheint gerade deshalb so erfolgreich zu sein, weil sie dem Erfolg nicht zwanghaft hinterherjagt. Genau diese Einstellung, alles richtig einzuordnen und nichts erzwingen zu wollen, scheint die passende auf ihrem prophezeiten Weg zu einem der prägenden Gesichter des Biathlon-Sports zu sein. "Ich glaube, dass Laura in der Zukunft einer der absoluten Stars im Biathlon sein wird", ist Rekord-Weltmeisterin Neuner überzeugt und gratulierte ihrer früheren Trainingskollegin: "Mach weiter so!" Auch Bundestrainer Gerald Hönig glaubt: "Wir sehen den Beginn einer großen Karriere."

dpa

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