Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Laura Lindemann wird U23-Weltmeisterin

Triathlon Laura Lindemann wird U23-Weltmeisterin

Dramatisches WM-Finale für Potsdams Triathletin Laura Lindemann. Völlig erschöpft brach sie nach dem Zieleinlauf als Siegerin bei der WM in Mexiko zusammen, dann wurde sie ins Krankenhaus gebracht.

Voriger Artikel
Brutales Foul bei Mainzer 3:1-Sieg in Augsburg
Nächster Artikel
Schwimmerin Schnittger holt Silber

Laura Lindemann im Ziel. Kurz darauf brach sie zusammen und fand sich im Krankenhaus wieder.

Quelle: Foto: DTU/Kleindl

Potsdam. Was für eine herausragende sportliche Leistung: Laura Lindeman hat bei den U23-Weltmeisterschaften im Triathlon in Cozumel/Mexiko bei sengender Hitze Gold gewonnen. Doch gleich nach dem Zieleinlauf brach sie – völlig dehydriert – zusammen. Die herbeieilenden Sanitärer legten sie gleich an den Tropf mit Kochsalzlösung. Anschließend wurde sie zur Beobachtung ins Krankenhaus gebacht. Aber die 20-Jährige von Triathlon Potsdam erholte sich schnell und konnte am Sonnabend bei der nachgeholten Siegerehrung die Goldmedaille in Empfang nehmen.

„Unglaublich, dass es mir auch in diesem Jahr gelungen ist, einen Weltmeistertitel zu gewinnen. So hat die Saison einen schönen Abschluss gefunden“, jubelte Laura Lindemann, die im August auch an den Olympischen Spielen in Rio teilgenommen und dort Platz 28 belegt hatte. Nach dem WM-Rennen in Mexiko meinte sie aber: „Das Rennen war das härteste, das ich je erlebt habe.“ Nach 1:59:18 Stunden verwies die Havelstädterin die Französinnen Leonie Periault und Sandra Dodet auf die Ränge zwei und drei. Nach 1500 Metern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Laufkilometern hatte sich die zweifache Junioren-Weltmeisterin gegen alle Konkurrentinnen durchgesetzt.

Nach dem Schwimmen in der zweiten Gruppe

„Wie Laura hier die ausgemachte Taktik umgesetzt hat, war einfach stark“, sagte ihr Potsdamer Trainer Ron Schmidt. „Das war eine Top-Performance, und man muss betonen, dass es alles andere als selbstverständlich ist, in der nächsthöheren Alterskategorie gleich ganz vorne dabei zu sein.“ Lobend erwähnte Schmidt auch, wie Lindemann mit der Situation umgegangen ist, nach dem Schwimmen mehr als eine Minute Rückstand zu haben. „Das klingt zwar komisch, aber so eine Situation ist Laura als Top-Schwimmerin ja nicht gewohnt, also muss ich wirklich den Hut ziehen. Die Startaufstellung war etwas unglücklich, da hatten Laura und einige ihrer Konkurrentinnen etwas Pech mit der Strömung im Meer“, so Schmidt. Lindemann hatte Rückstand auf eine fünfköpfige Führungsgruppe, die sich nach dem ersten Wechsel auf die Radstrecke machte. In der vorletzten Runde schaffte die zweite Gruppe mit der deutschen Starterin den Anschluss an das Führungstrio.

Nun steht Urlaub an

Nach dem Wechsel in die Laufschuhe ging Lindemann mit den Französinnen Leonie Periault und Sandra Dodet sowie der Estin Kaidi Kivioja an die Spitze des Feldes. Knapp einen Kilometer vor dem Ziel setzte sich die Potsdamerin ab.

Nun heißt es für die Sportschülerin, erst einmal Urlaub machen. Gleich von Mexiko reiste sie weiter nach New York, fünf Tage will sie sich am „Big Apple“ erholen. Danach düst sie nach Andalusien in Spanien in den Champions Club.

Dort trifft sie sich für eine Woche mit den Olympia-Medaillengewinnern von Rio. Laura Lindemann hatte die Einladung in den Club bereits im vorigen Jahr mit ihrer Auszeichnung als „Juniorsportlerin des Jahres“ erhalten.

Von Peter Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer