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Lehrstunde für den SV Babelsberg 03

1-2 gegen TSG Neustrelitz Lehrstunde für den SV Babelsberg 03

Der SV Babelsberg 03 hat gegen den neuen Tabellenersten aus Neustrelitz eine empfindliche Heimniederlage kassiert. Nach einem schwachen Auftritt verloren die Filmstädter 1-2 im Karl-Liebknecht-Stadion. Dabei hatten sie nach der ersten Halbzeit noch geführt. Den einzigen Treffer für Babelsberg erzielte der Mittelfeldspieler Julian Prochnow.

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Christian Skoda (l.) und der Babelsberger Süleyman Koc.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Der Regionalligist SV Babelsberg 03 ist wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Die Elf verlor am Freitagabend unter Flutlicht vor 2169 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion gegen die TSG Neustrelitz mit 1:2 (1:0). Es war die dritte Heimniederlage der Havelstädter nacheinander. Die Mecklenburger, die den siebten Sieg in Folge landeten, konnten sich zu Recht über den Erfolg freuen.

Dabei hatte es verheißungsvoll für die Nulldreier begonnen. Der nach vorn geeilte Innenverteidiger Julian Prochnow köpfte einen Eckball von Daniel Becker in die Maschen (9.) – es war eine Kopie des ersten Treffers beim 2:0-Auswärtssieg in Rathenow, nur diesmal von der linken Seite. Elan verlieh das Tor den Platzherren nicht. Im Gegenteil: Die Neustrelitzer steckten den Treffer ungerührt weg und kombinierten flott drauf los. Die Hausherren kamen ihnen dabei mit Unsicherheiten im Spielaufbau, die bereits bei Torwart Dominik Feber begannen, entgegen.

Auch im zweiten Abschnitt war von den Babelsbergern nicht viel zu sehen. Süleyman Koc zerrte zwar an den Ketten, doch viele Jäger waren des Hasen Tod. Die Gäste trieben die Kugel mit genauem Passspiel immer wieder nach vorn und wurden zweimal durch ihre beiden Torjäger belohnt. Zunächst köpfte Velimir Jovanonic einen Eckball von Markus Kaiser ein (60.), dann konnte Feber einen Schuss von Jovanovic nur abklatschen, Dino Medjedovic brauchte nur einzuschieben (65.). Dem zweiten Treffer vorausgegangen war ein Fehler des Babelsbergers Severin Mihm, der sich bei einem Kopfball verschätzt hatte. Dadurch konnte sein Gegenspieler Christopher Mandiangu durchbrechen.

Im Schlussspurt konnten die Schützlinge von Trainer Cem Efe auch nichts mehr reißen, die Partie wurde zur Lehrstunde für den Gastgeber. Vieles wirkte hilflos und konfus. Wie in der 73.Spielminute, als Maximilian Zimmer das Streitobjekt in den freien Raun jagte. Der nächste Mitspieler stand 40 Meter davon entfernt.

Das Frohlocken von Gäste-Coach Thomas Brdaric sagte alles aus über den Ablauf: „Der Gegner hat in 90 Minuten zweimal auf unser Tor geschossen. Wir haben uns die Angelegenheit hier schwerer vorgestellt.“

Entsprechend fielen die Reaktionen in den Reihen der unterlegenen Mannschaft aus. „Der Gegner versuchte, Fußball zu spielen. Wir haben im Mittelfeld keinen Zweikampf gewonnen“, sagte Abwehrspieler Zimmer. In Rathenow waren Manuel Moral Fuster und Lavro Sindik für ihren Auftritt noch gelobt worden, gestern wurden beide nach schwacher Vorstellung ausgewechselt.

Erstaunlich, was Ex-Nationalspieler Brdaric in kurzer Zeit für ein Team geformt hat. „Wir haben konsequent gegen den Ball gearbeitet und variabel nach vorn gespielt“, sagte er. „Die Spieler saugen alles auf, was ich ihnen im Training vermittle.“ In dieser Verfassung spielen die Neustrelitzer im Kampf um den Staffelsieg eine entscheidende Rolle mit.

In den Reihen der Babelsberger gab es dagegen hängende Köpfe, wohin man nach dem Abpfiff sah. „Wir haben andere Ansprüche“, formulierte Torschütze Prochnow gestern Abend seine Enttäuschung. „Wir sind unter den Möglichkeiten geblieben und haben zu viele Fehler produziert.“ Auch Daniel Becker, der sonst so feine Flugbälle schlagen kann, blieb unter seinen Möglichkeiten. „Wir sind viel zu kompliziert zu Werke gegangen, der Kontrahent war immer einen Schritt schneller als wir.“

Von Detlef Braune

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