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Lindemann peilt Olympia-Qualifikation an

Triathlon Lindemann peilt Olympia-Qualifikation an

Die Deutsche Meisterin startet am Sonnabend (13.06 Uhr) beim Auftaktrennen der WM-Serie in Abu Dhabi. Die Potsdamerin rechnet sich gegen die große nationale Konkurrenz Chancen aus, dort die Olympiaqualifikation zu schaffen. Es wäre der vorläufige Karrierehöhepunkt der 19-Jährigen, die bis vor kurzem noch um den Start bangen musste.

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Laura Lindemann muss für die Quali unter die Top-8 kommen.

Quelle: dpa

Potsdam/Abu Dhabi. Den Status der Außenseiterin hat Laura Lindemann inzwischen abgelegt. Als amtierende Deutsche Meisterin sowie Junioren-Welt- und Europameisterin hat die Potsdamerin im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der Elite des Triathlon-Sports angekommen ist. „Seither ist das Ziel Olympia immer mehr in den Fokus gerückt. Ich denke, die anderen haben mich jetzt auf dem Zettel“, sagt die 19-Jährige, die in Potsdam die Sportschule besucht. Denn um das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio geht es am heutigen Samstag (13.06 Uhr) beim Rennen in Abu Dhabi.

Damit sich Lindemann ihren olympischen Traum verwirklichen kann, muss sie im Auftaktrennen der Weltmeisterschafts-Serie (WTS) mindestens unter den ersten acht landen und dabei noch eine der beiden bestplatzierten deutschen Starterinnen sein. Falls die Plätze nicht weggehen, gibt es Mitte Mai in Yokohama die nächste Quali-Möglichkeit. „Das ist schon ein hartes Kriterium. Das sieht man ja daran, dass nicht bei jedem WTS-Rennen im vergangenen Jahr eine Deutsche unter den Top-Acht gelandet ist“, erklärt Deutschlands Juniorsportlerin des Jahres. Sie selbst setzte im Juli mit Platz sieben beim Heimrennen in Hamburg ein Ausrufezeichen.

Lindemann trainiert seit drei Wochen in den Emiraten

Das war allerdings über die Sprintdistanz, in Abu Dhabi geht es über die doppelt so lange olympische Distanz von 1500 Metern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen. Schon vor knapp drei Wochen flog Lindemann mit Trainer Ron Schmidt und einigen Teamkollegen von Triathlon Potsdam ins Trainingslager nach Dubai. Am Montag ging es dann weiter in das rund 150 Kilometer entfernte Abu Dhabi, wo am Sonnabend 30 Grad erwartet werden. „Ich finde es ganz gut, dass ich mich schon an das Klima und an das Essen gewöhnen konnte. Das gibt mir ein gutes Gefühl“, sagt Lindemann, deren Nationalmannschaftskolleginnen erst am Montag an den Wettkampfort reisten.

Fünf weitere Deutsche kämpfen um die zwei verbliebenen Tickets, Anne Haug muss durch ein gutes Vorjahresresultat nur noch eine Top-15-Platzierung für die Qualifikation erreichen. „Ich hatte bislang keine Wettkämpfe, ich weiß überhaupt nicht, wie die anderen drauf sind. Da kann sich viel entwickelt haben. Aber es ist schon realistisch, dass ich es schaffen kann“, meint Lindemann. „Sie ist auf alle Fälle im Schwimmen und Radfahren so stark wie noch nie. Im Laufen kann sie noch nicht so stark sein“, so ihr Trainer Ron Schmidt.

„Läuferknie“ hemmt die Potsdamerin in der Vorbereitung

Das liegt am Tractussyndrom, umgangssprachlich Läuferknie, das bei Überlastung auftritt. Gleich zum Trainingseinstieg im November kämpfte sie mit den Knieproblemen, die sich bis ins neue Jahr zogen. „Das hat mich sehr gestresst, weil ich noch nie Erfahrung mit einer so langen Verletzung hatte“, sagt Lindemann. Inzwischen hält das Knie, zudem hat sie an den Kurs gute Erinnerungen, 2015 feierte sie dort ihr WTS-Debüt auf Rang 13. Und falls es nicht mit Olympia klappt? „Ich muss mir dann nicht überlegen, wie es weitergehen soll. Ich habe ja noch ein paar Jahre vor mir.“

Von Stephan Henke

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