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MAZ begleitet Läuferin beim Training

MAZ-Aktion Mein Weg zum Marathon MAZ begleitet Läuferin beim Training

Neue Serie in der MAZ: Die Märkische Allgemeine begleitet die Läuferin Yumi Schröder auf ihrem Weg zu ihrem ersten Marathon. Am 25. September will sie beim 43. Berlin-Marathon unter den 40 000 Teilnehmern sein. Das Training hat begonnen.

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Die Laufschuhe stehen schon bereit: Klavierlehrerin Yumi Schröder.

Quelle: FotoS: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Yumi Schröder hat ein Ziel: Sie will ihren ersten Marathon laufen. Und für ihre Premiere hat sie gleich eine ganz besondere Strecke ausgewählt: den Berlin-Marathon. Am 25. September fällt der Startschuss für die 43. Auflage des Klassikers, der weltweit zu den herausragendsten Lauf-Events zählt. Ein halbes Jahr vor dem Start beginnt die MAZ eine neue Serie und wird die 44 Jahre alte Potsdamerin auf dem Weg zum Marathon begleiten.

Schon vor dem ersten Laufschritt hat Yumi Schröder einen kleinen Sieg errungen. Da die Plätze für den Marathon heiß begehrt sind, werden die aus organisatorischen Gründen limitierten 40 000 Teilnehmer in einem Losverfahren ermittelt. Und Yumi Schröder hatte Glück. „Sie sind ein Gewinner! Sie wurden ausgelost und sind dabei“, heißt es in dem Schreiben des Veranstalters SCC Events GmbH.

Doch wie kam Yumi Schröder überhaupt auf die „verrückte“ Idee, den Lauf-Klassiker in Angriff zu nehmen, immerhin 42,195 Kilometer lang. „Ich habe eine Freundin in Berlin. Sie heißt Yuko Hagita und arbeitet als Malerin. Sie ist vor zwei Jahren schon einmal den Berlin-Marathon gelaufen. Sie hat mich animiert, es auch mal zu versuchen. Wir haben uns beworben und es hat geklappt. Eine dritte Bekannte aus Paris hat leider keinen Startplatz bekommen.“

Nie allein unterwegs

Yumi Schröder stammt aus Japan und kam durch ihren Mann 2010 nach Potsdam, hier arbeitet sie als Klavierlehrerin. „Irgendwann habe ich mir gedacht, ich müsste etwas für meine Fitness tun. So kam ich zum Laufclub“, erzählt die zierliche Frau. Denn sie habe ein Problem: „Ich kann nicht allein laufen. Irgendwie habe ich da immer Angst, dass ich mich verlaufe“, erzählt sie mit einem Lächeln. „Ich kenne mich noch nicht so gut aus in Potsdam.“ Nun, beim Berlin-Marathon wird sie in der Tat nicht allein unterwegs sein. So schloss sie sich einer Trainingsgruppe beim PLC an, fährt regelmäßig in den Luftschiffhafen, um mit Gleichgesinnten zu trainieren. „Ich habe gemerkt, das Fitnessstudio ist nicht das Richtige für mich, in der Laufgruppe gefällt es mir besser. Da kann ich mit den anderen auch mal ein bisschen quatschen.“ Sie ist ein geselliger Typ.

Erstes Etappenziel Halbmarathon

Sie weiß, für den Marathon muss sie nun noch mehr trainieren. Dass sie die MAZ auf dem langen Weg im nächsten halben Jahr begleiten will, findet sie gut. „Das ist für mich noch mehr Motivation. Nun gibt es kein zurück mehr“, meint Yumi Schröder, die vor allem das glückliche Gefühl mag, wenn man ein Ziel erreicht hat. 2013 hat sie erstmals an einem Lauf teilgenommen, lief beim Teltower Halbmarathon mit ihrer Freundin die 7 Kilometer. Inzwischen hat sie sich auf Läufe über eine Stunde emporgearbeitet. „Da bleibt noch viel zu trainieren“, gibt sie zu. Denn das erste Etappenziel naht. Am 3. April nimmt sie am Berliner Halbmarathon teil. „Das wird eine große Herausforderung für mich“, sagt Yumi Schröder. Aber mit Hilfe ihrer Lauffreunde vom PLC will sie es schaffen. Demnächst steht auch ein erstes Trainingslager mit dem Verein an. Sie weiß: „Ich brauche einen Trainingsplan.“ Denn mit Laufschuhe schnüren und einfach losrennen ist es nicht getan.

Von Peter Stein

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