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Bad Belziger Sommer ballert Leipzig zum Sieg

Handball-Bundesliga Bad Belziger Sommer ballert Leipzig zum Sieg

Paukenschlag in der Handball-Bundesliga: Aufsteiger SC DHfK Leipzig schlägt in einem mitreißenden Ostderby den Spitzenclub SC Magdeburg überraschend mit 26:25 (12:11). Hauptdarsteller ist dabei ein Bad Belziger: Marvin Sommer, ehemaliger Spieler des VfL Potsdam, wirft elf Tore, sechs davon per Siebenmeter. Sein letzter Treffer war drei Sekunden vor Schluss der entscheidende.

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Marvin Sommer (r.) freut sich mit Trainer Christian Prokop.

Quelle: foto: dpa

Leipzig. An die entscheidende Sekunde kann sich Marvin Sommer gar nicht mehr erinnern. „Ich hab es erst realisiert, als ich beim Zurückrennen auf die Uhr geschaut habe und dort eine 60 stand“, sagt der Matchwinner des SC DHfK Leipzig. Denn drei Sekunden vor dem Ende des Handball-Ostderbys am Mittwochabend gegen den SC Magdeburg hatte der 23-Jährige sein elftes Tor des Spiels geworfen und damit den 26:25 (12:11)-Sensationssieg des Bundesliga-Aufsteigers perfekt gemacht. „Vor dem Spiel haben wir gedacht: Wenn wir Pech haben, schießt uns Magdeburg mit zehn Toren Unterschied aus der Halle“, erzählt der Bad Belziger, der vor der Saison vom EHV Aue in die Bundesliga wechselte.

Keeper Milos Putera bringt Magdeburg zur Verzweiflung

Damit setzten die Leipziger, die nun mit 4:4 Punkten auf Rang zwölf der Tabelle liegen bereits das zweite Ausrufezeichen: Schon am ersten Spieltag hatten sie zu Hause den HSV Handball bezwungen. „Wir haben sogar recht schlecht angefangen. Magdeburg führte mit 6:3. Da hatten wir schon im Hinterkopf, dass das Spiel jetzt doch den Weg nimmt, den man sich gedacht hat“, erzählt der Ex-Potsdamer. Doch dann holten die Leipziger Tor um Tor auf, zwischenzeitlich führte das Team von Trainer Christian Prokop mit 22:17. „Mit einem super Torhüter, einer richtig klasse Abwehr und ganz viel Willen haben wir uns zurückgekämpft“, sagt Sommer, der nervenstark auch sechs von sechs Siebenmetern verwandelte.

Doch Magdeburg erzielte sogar den Ausgleich, die Chance zur Führung durch Matthias Musche machte erneut der überragende DHfK-Keeper Milos Putera zunichte und Sommer setzte schließlich den Schlusspunkt. Der Linksaußen war am Tag danach allerdings schon wieder seriös: „Wenn wir die Punkte am Samstag in Stuttgart nicht holen, bringen die Punkte gegen Magdeburg nichts.“

Von Stephan Henke

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