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Maximilian Levy mit maximalem Programm

Olympia, Bahnradsport Maximilian Levy mit maximalem Programm

Erst musste er ganz lange um seinen Olympia-Start bangen, nun wird Maximilian Levy zum Vielstarter. Weil der Chemnitzer Max Niederlag erkrankt ist, springt der Cottbuser auch im Teamsprint ein. Damit hat er nun vier Wettbewerbe in seinem Programm für Rio.

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Geballte Power auf dem Rad: Maximilian Levy.

Quelle: Foto: imago

Rio de Janeiro. Des einen Leid, des anderen Freud. Weil sich Max Niederlag aus Chemnitz mit einem grippalen Infekt herumschlägt, rückt Maximilian Levy in das deutsche Aufgebot für den Teamsprint. Damit beginnen die olympischen Bahnwettbewerbe für den Cottbuser nun bereits einen Tag früher, nämlich Donnerstag (21 Uhr, Qualifikation).

„Es ist natürlich nie schön, wenn man durch die Krankheit eines anderen in die Mannschaft kommt. Aber ich nehme die Aufgabe natürlich an“, zeigte sich Levy als fairer Sportsmann. Er bildet nun mit Rene Enders (Erfurt) und Joachim Eilers (Chemnitz) das Sprinterteam, dem durchaus Medaillenchancen eingeräumt werden. Levy selbst gewann schon 2008 und 2012 jeweils Olympia-Bronze im Teamsprint, außerdem wurde er in dieser Disziplin dreimal Weltmeister. Enders, der in London ebenfalls zum Bronze-Team zählte, ist als Anfahrer auf dem Olympia-Oval gesetzt.

Erster Olympia-Auftritt auf der Straße

Dabei wäre der zweifache Familienvater Levy fast gar nicht dabei gewesen, denn er musste lange um die Nominierung für seine dritten Olympischen Spiele zittern. Ausgerechnet der jetzt erkrankte Niederlag hatte Levy aus dem Teamsprint verdrängt und von Bundestrainer Detlef Uibel den Vorzug erhalten. Erst aufgrund einer besonderen Ausnutzung der Nominierungsrichtlinien durch den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) erhielt Levy seinen Olympia-Startplatz – und zwar als Straßenfahrer. Prompt zeigte sich der Bahnprofi am Samstag am Start des olympischen Straßenrennens im Peloton mit den Froomes, Nibalis und Geschkes, stieg aber nach 30 der 240 Kilometer aus und fuhr direkt zum Bahntraining.

Im Keirin braucht man Nerven

Natürlich war von Anfang an ein Start des viermaligen Weltmeisters auf der Bahn vorgesehen, weil ihm da die größeren Medaillenchancen eingeräumt werden. Levy wird so nach dem Teamsprint (Donnerstag) auch im Sprint (Freitag bis Sonntag) und Keirin (Dienstag) antreten. In letzterer Disziplin holte er vor vier Jahren schließlich Olympia-Silber und rechnet sich in diesem Kampfsprint auch diesmal einiges aus. „Man braucht Nerven und muss im entscheidenden Moment Ruhe bewahren, ohne die Anspannung zu verlieren“, meinte er zur speziellen Auseinandersetzung Mann gegen Mann.

Im Teamsprint die größte Chance auf eine Medaille

„In 80 Prozent der Fälle läuft das Rennen anders als gedacht. Aber ich bin gut in Form, an die Bahn in Rio habe ich mich mittlerweile gewöhnt“, so der Lausitz-Blitz, der wohl auf Position drei im Teamsprint fahren wird. „Das haben wir im Training schon geübt“, bekräftigte Levy, für den der Einsatz im Teamsprint die nun wohl größte Chance auf eine weitere Olympia-Medaille eröffnet. Denn für ihn ist es kein Problem, von null auf hundert durchzustarten. Schließlich ist er das als Radsprinter mit seinem gewaltigen Antritt ja gewohnt. Nach dem Kurzauftritt auf der Straße tritt er nun dreimal auf der Bahn an und wird so zum olympischen Vielstarter.

Von Peter Stein

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