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Fechten für den guten Zweck

Vereinsserie Fechten für den guten Zweck

Der SV Athletik Oranienburg ist stolz auf seinen Sportplatz und seine gesellschaftliches Engagement. Kürzlich übergab ein Vertreter des Vereins eine Spende in Höhe von 2765 Euro.

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Beim Benefiz-Fechtturnier kamen 2765 Euro Spenden zusammen.

Quelle: fotos: Verein, julian stähle

Oranienburg. Sportvereine lassen sich gern an Pokalen und Medaillen messen. Das ist beim SV Athletik Oranienburg grundsätzlich nicht anders. Dennoch bezeichnet die Vorsitzende Gerda Manhenke als größten Erfolg des SVA die Herrichtung des Sportplatzes hinter dem Schloss. „Wir haben den alten Sportplatz mit Hilfe des Goldenen Planes Ost neu gestaltet, das ist für einen kleinen Verein eine tolle Leistung“, sagt die 72-Jährige. Seit 2007 laufen die Leichtathleten des Vereins über eine moderne Tartanbahn, wo sie vorher die Asche aufwirbelten. Manhenke: „Wir haben außerdem einen gepflegten Rasenplatz und eine Weitsprunggrube. Alle Mitglieder und Gäste von anderen Vereinen sind begeistert. Der Platz ist das Aushängeschild unseres Vereins.“

Bauch, Beine Po

Seit 2010 leitet die rüstige Seniorin den Vier-Sparten-Verein. Schon vor der Wende war die einstige Volleyballerin für ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Übungsleiterin vom Deutschen Turn- und Sport-Bund ausgezeichnet worden. „Mein Herz hängt am Sport“, sagt Gerda Manhenke, die auch noch selbst einmal pro Woche eine der fünf Gymnastikgruppen des SV Athletik anleitet. „Wir machen allgemeine Körperertüchtigung.“ Dazu gehöre auch „Bauch, Beine Po“. Die jüngste Teilnehmerin in Manhenkes Gruppe ist 29 Jahre alt. „Wenn ihr nicht regelmäßig dranbleibt, wird es nichts“, trichtert die Vereinschefin ihren Sportlerinnen ein.

Fechten gegen Leukämie

Nach den Gymnastikgruppen ist Fechten die zweitgrößte Abteilung des SV Athletik. Die Fechter sorgten im vergangenen Jahr mit dem Benefizturnier „Fechten gegen Leukämie“ für Aufsehen. Mit Startgeldern und Spenden kamen 2765 Euro zusammen. In der vergangenen Woche übergab Fecht-Abteilungsleiter und Vorstandsmitglied Wolfram Degler in Potsdam einen Scheck an die Deutsche Stiftung gegen Leukämie.

3. Platz bei der Aktion Sterne des Sports in Bronze

Außerdem haben sich während des Turniers 51 Menschen für die Knochenmarkspender-Datei typisieren lassen. „Von diesen Zahlen waren wir überwältigt“, sagt Degler. Der Verein wurde für dieses Engagement mit dem 3. Platz bei der Aktion Sterne des Sports in Bronze geehrt. „In diesem Jahr soll es eine Fortsetzung des Turniers geben“, sagt Degler, der auch als Fecht-Trainer aktiv ist.

Junior geht zur Sportschule

Der 42-Jährige hat seine beiden Söhne Christopher (17) und Maurice (15) trainiert. Christopher ist mittlerweile selbst als Kampfrichter aktiv und wird bei internationalen Turnieren eingesetzt. Maurice besucht seit drei Jahren die Sportschule in Berlin, geht für den SC Berlin auf Medaillenjagd und träumt von der Teilnahme an Olympischen Spielen. Mit der B-Jugend wurde er deutscher Mannschaftsmeister, im Einzel belegte er den achten Platz. In der laufenden Saison geht das Talent bei internationalen Turnieren etwa in Manchester und Budapest auf die Planche.

Möglicherweise wird in diesem Jahr ein weiteres Talent an die Sportschule in Berlin delegiert. Doch das sei noch nicht spruchreif. Senioren-Fechterin Annett Grey ist außerdem amtierende Berliner Meisterin im Florett. „Wir konzentrieren uns ansonsten auf den Nachwuchs“, erklärt Degler die Vereins-Philosophie.

Und das ist ganz im Sinne von Gerda Manhenke. „Wir müssen die Kinder von der Straße holen, der Sport bekommt ihnen sehr gut“, betont die Oranienburgerin. Sie ist ein blendendes Beispiel dafür, dass regelmäßiger Sport fit hält.

Von Ronny Müller

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